


Ein außergewöhnlicher Weihnachtsbaum könnte Jacquie Millers große Chance werden: Die ambitionierte Innenarchitektin nimmt am renommierten „Festival of Trees“-Wettbewerb teil, um ihrer Karriere neuen Schwung zu verleihen. Doch zwischen kreativen Herausforderungen, festlicher Stimmung und unerwarteten Begegnungen entdeckt sie, dass Weihnachten mehr bedeutet als Perfektion und Erfolg.
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Wer sich nach einer ordentlichen Portion Weihnachtsromantik sehnt, bekommt hier ein nahezu vollständiges Festtagsmenü serviert. Ein wenig Kitsch, eine Prise Humor, eine kleine Romanze, eine beste Freundin, die ihrer Hauptfigur gehörig den Rücken stärkt, dazu böse Gegenspieler und natürlich jede Menge Weihnachtsdekoration. „Verzaubert unterm Weihnachtsbaum“ weiß ziemlich genau, welche Zutaten das Publikum von einer romantischen Weihnachtsproduktion erwartet, und richtet sich mit sichtbarer Freude an all jene, die es in der schönsten Zeit des Jahres gerne gemütlich, romantisch und reichlich dekoriert mögen. Vor allem die Ausstattung trifft den Geschmack des Genres. Überall funkelt und glitzert es, festliche Dekorationen sorgen für die passende Atmosphäre und die weihnachtliche Gestaltung fällt erfreulich üppig aus. Hier wurde nicht bloß ein einzelner Kranz an die Tür gehängt, um anschließend die Weihnachtsstimmung für erledigt zu erklären. Die Dekoration erhält den Raum, den sie bei einem solchen Film verdient, und verwandelt die Kulissen in eine festliche Wohlfühlwelt. Für Fans romantischer Weihnachtsfilme ist das ein echter Pluspunkt, denn die liebevolle Ausstattung gehört schließlich zu den kleinen Freuden, wegen derer man sich überhaupt auf diese Art von Film einlässt. Ausgerechnet beim finalen Weihnachtsbaum schießt die Dekorationsfreude allerdings über das Ziel hinaus. Was zuvor mit einem gelungenen Gespür für festliche Details überzeugt, wirkt hier plötzlich überladen. Der Baum erschlägt mit seinem Gesamteindruck beinahe die ansonsten so stimmige Weihnachtsästhetik und hinterlässt den Eindruck, als hätte jemand beim Schmücken schlicht nicht rechtzeitig aufgehört. Ausgerechnet der große dekorative Höhepunkt fällt damit aus dem Rahmen und trübt den ansonsten gelungenen Eindruck der Ausstattung. Abseits dieser kleinen Geschmacksfrage zeigt sich die Geschichte erfreulich unterhaltsam. Die vertrauten Zutaten des Genres werden zwar keineswegs neu erfunden, doch die Mischung funktioniert ordentlich. Die Romanze bringt die erwartete romantische Note mit, der Humor sorgt für Leichtigkeit und die beste Freundin erweist sich als willkommene Unterstützung, die dem Geschehen zusätzliche Sympathie verleiht. Auch die Gegenspieler erfüllen ihren Zweck und bringen ein wenig Reibung in die ansonsten angenehm weihnachtliche Welt. Im Vergleich zu vielen ähnlich gestrickten Produktionen besitzt der Film zudem etwas mehr Biss. Er begnügt sich nicht ausschließlich damit, sämtliche Weihnachtsklischees möglichst weichgezeichnet aneinanderzureihen, sondern gönnt sich auch ein wenig mehr Schärfe. Das verleiht der Geschichte eine gewisse Würze, ohne den gemütlichen Charakter zu gefährden. Die bekannten Genremechanismen bleiben zwar klar erkennbar, doch gerade innerhalb dieser vertrauten Grenzen sorgt der zusätzliche Biss für willkommene Abwechslung. Der ganz große Zauber unter dem Weihnachtsbaum stellt sich zwar nicht ein, doch als Weihnachtsfilm für Liebhaber romantischer Festtagsgeschichten erfüllt die Produktion durchaus ihren Zweck. Die Mischung aus Kitsch, Humor, Romanze, einer starken Freundin und reichlich festlicher Ausstattung macht den Film zu einer unterhaltsamen Wahl für die Weihnachtszeit. Nur beim Schmücken wäre etwas mehr Zurückhaltung angebracht gewesen. Wer den einen oder anderen Dekorationsfehler gedanklich korrigiert, findet hier eine charmante Weihnachtsromanze, die sich sehen lassen kann und ihren Platz zwischen den übrigen Festtagsfilmen verdient.
Die DVD präsentiert sich mit einer klaren Schärfe, die selbst kleinere Details gut zur Geltung bringt. Der sehr helle, freundliche Kontrast unterstreicht die weihnachtliche Atmosphäre und sorgt für eine angenehm strahlende Bildwirkung. Auch der detailreich erkennbare Baumschmuck profitiert von der sauberen Darstellung, sodass die festliche Dekoration schön zur Geltung kommt. Technisch gibt es an dieser Präsentation wenig auszusetzen.
Akustisch zeigt sich die DVD von ihrer sauberen und kräftigen Seite. Dialoge und musikalische Untermalung werden klar wiedergegeben, während die Klangkulisse mit einer ordentlichen Dynamik überzeugt. Die weihnachtliche Stimmung wird dadurch zuverlässig transportiert, auch wenn der Ton seine kitschige Note zu keinem Zeitpunkt wirklich ablegt. Wer es zur Weihnachtszeit gerne gefühlvoll und zuckersüß mag, dürfte sich daran allerdings kaum stören.
Das Bonusmaterial fällt äußerst überschaubar aus. Als einzige Beigabe befindet sich ein Trailer zu einem anderen Film auf der DVD. Zusätzliches Material zum Hauptfilm sucht man vergeblich. Für eine Veröffentlichung, die sich ganz der Weihnachtsstimmung verschreibt, bleibt das Bonusangebot damit ausgesprochen dürftig.