


Eric ist ein erfolgreicher Kampfsportprofi. Als er gerade mit seinem Bruder Kurt seinen Champion-Titel feiert, taucht die undurchsichtige Marcia auf, winkt mit einem dicken Geldbündel und verspricht Eric den Kampf seines Lebens in Thailand. Kurt ist skeptisch, aber Eric sieht nur das Preisgeld. Sein Gegner ist der legendäre, unbesiegbare Tong Po. Als der große Tag da ist, muss Kurt mitansehen, wie diese Kampfmaschine Eric nicht nur besiegt, sondern ihm auch auf dem Höhepunkt seines Triumphes kaltblütig das Genick bricht. Von diesem Moment an hat Kurt nur noch ein Ziel: Rache für seinen getöteten Bruder!
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Mit Kickboxer: Vengeance versucht die legendäre Martial-Arts-Reihe rund um Jean-Claude Van Damme eine moderne Neuauflage zu erhalten — und zumindest in Sachen Kampfsport liefert der Film genau das, was sich viele Genre-Fans erhofft haben. Denn sobald die Fäuste und Beine fliegen, zeigt sich schnell, worauf hier der eigentliche Fokus gelegt wurde: kompromisslose Martial-Arts-Action.
Vor allem Alain Moussi beeindruckt mit einer bemerkenswerten körperlichen Präsenz. Seine Kampftechniken verbinden klassisches Muay Thai mit modernen MMA-Elementen und sorgen dadurch für dynamische, äußerst bewegliche Kampfsequenzen. Gedrehte Kicks, Flugkicks, Ellenbogen- und Knietechniken sowie schnelle Wechsel zwischen unterschiedlichen Kampfstilen werden technisch sauber und sichtbar mit enormem Trainingsaufwand präsentiert.
Besonders auffällig ist dabei die Gelenkigkeit und Schnellkraft der Choreografien. Viele Bewegungen wirken flüssig und präzise ausgeführt, wodurch die Kämpfe eine gewisse rohe Eleganz erhalten. Auch akrobatische Ausweichmanöver und harte Leg Kicks sorgen dafür, dass die Action körperlich intensiv und glaubwürdig bleibt. Man merkt deutlich, dass hier viel Wert auf sportliche Authentizität und die Darstellung echter Kampfkunst gelegt wurde.
Leider konzentriert sich der Film nahezu ausschließlich auf genau diesen Aspekt. Story, Figurenentwicklung und dramaturgische Tiefe geraten dabei stark in den Hintergrund. Die Handlung dient letztlich oft nur als dünner Vorwand, um die nächste Trainings- oder Kampfszene einzuleiten. Wirklich spannende Charakterentwicklungen oder emotionale Konflikte sucht man daher weitgehend vergeblich.
Gerade Zuschauer, die keinen besonderen Bezug zu Kampfsport oder Martial-Arts-Filmen besitzen, könnten dadurch relativ schnell das Interesse verlieren. Denn wenn die eigentliche Geschichte kaum Substanz entwickelt, wirken selbst gut choreografierte Kämpfe irgendwann etwas repetitiv.
Fans der Reihe oder Liebhaber klassischer Prügelfilme dürften hingegen durchaus ihren Spaß haben. Besonders schön ist dabei, wie Jean-Claude Van Damme inzwischen nicht mehr den hitzköpfigen Kämpfer geben muss, sondern als altersweiser Mentor auftritt. Diese ruhigere, fast selbstironische Rolle steht ihm überraschend gut und verleiht dem Film zumindest stellenweise einen sympathischen Charme.
So bleibt „Kickboxer: Die Vergeltung“ letztlich ein Film, der genau weiß, worauf er seine Prioritäten legt. Erzählerisch bleibt vieles oberflächlich, doch die handwerklich starke Martial-Arts-Action und die sichtbare Leidenschaft für Kampfkunst sorgen immerhin dafür, dass Genre-Fans solide unterhalten werden.
Kickboxer – Die Vergeltung setzt optisch stark auf seine exotische Kulisse und fängt besonders die Atmosphäre der fernöstlichen Schauplätze wirkungsvoll ein. Die Bildqualität zeigt dabei eine angenehme Natürlichkeit, unterstützt durch sichtbare Körnung, die dem Film einen klassischen Action-Look verleiht. Gesichter und Nahaufnahmen wirken präzise und detailreich, während die Farben kräftig genug ausfallen, um dem Geschehen zusätzliche Energie zu geben. In einigen Innenaufnahmen verliert das Bild jedoch etwas an Tiefe und wirkt stellenweise leicht ausgebleicht. Insgesamt bleibt die Präsentation aber stabil und passend zur rauen Kampfoptik des Films.
Klanglich lebt der Film vor allem von seiner druckvollen Mischung aus Musik und Kampfszenen. Der Score bringt die fernöstliche Stimmung gelungen zur Geltung und begleitet das Geschehen mit spürbarer Kraft. Treffer, Tritte und Schläge besitzen ausreichend Wucht, ohne die Dialoge zu überdecken, die jederzeit verständlich bleiben. Die Abmischung wirkt insgesamt stimmig und transportiert die Trainings- und Kampfatmosphäre überzeugend ins Heimkino.
Die Extras fallen eher kompakt aus, bieten aber zumindest einen kleinen Einblick in die Entstehung des Films. Cast und Crew sprechen kurz über die Produktion und den Anspruch, die Kämpfe möglichst glaubwürdig wirken zu lassen. Dazu kommen noch der Trailer sowie eine Trailershow mit weiteren Titeln.