


Bryon Widner (Jamie Bell) wurde einst von zwei glühenden Anhängern der „White-Supremacy-Ideologie“ von der Strasse geholt und aufgezogen. Von Kopf bis Fuß mit rassistischen Tätowierungen bedeckt, lebt er ein zerstörerisches Leben, in welchem Gewaltverbrechen an der Tagesordnung liegen. Als er bei einer Versammlung die alleinstehende Mutter Julie (Danielle MacDonald) und deren drei jungen Töchter trifft, wächst in ihm den Wunsch nach einem normalen Leben und die Bewegung zu verlassen. Doch seine rassistische „Familie“ lässt Bryon nicht gehen.
Originaltitel: Skin
Regie: Guy Nattiv.
Drehbuch: Guy Nattiv.
Darsteller: Jamie Bell (Rocketman), Vera Farmiga (Bates Motel), Danielle Macdonald (The East), Mike Colter (Men in Black 3), Mary Stuart Masterson (Grüne Tomaten), Bill Camp, Daniel Henshall, Colbi Gannett, Zoe Margaret Colletti, Kylie Rogers, Russel Posner.
Genre: Biografie / Drama / Krimi
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 119 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Original-Kurzfilm, Trailershow.
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Aus einem oscarprämierten Kurzfilm einen abendfüllenden Spielfilm zu entwickeln, ist immer ein gewagter Schritt. Bei Skin ergibt dieser Entschluss grundsätzlich Sinn, denn die wahre Geschichte besitzt genügend Substanz, um sich intensiver mit ihrem Protagonisten und dessen radikalem Lebensweg auseinanderzusetzen. Schade ist lediglich, dass Jonathan Tucker, der bereits im Kurzfilm eine beeindruckende Leistung zeigte, die Hauptrolle im Langfilm nicht erneut übernommen hat. Mit Jamie Bell wurde jedoch ein mehr als würdiger Ersatz gefunden. Bell spielt seine Figur sogar noch eindringlicher und verleiht ihr eine emotionale Tiefe, die den Film über weite Strecken trägt.
Guy Nattiv inszeniert Skin als kompromissloses Psychodrama, das seine Thematik ernst nimmt und dabei von einer erstklassigen Besetzung profitiert. Gerade weil die Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert, entfalten viele Szenen eine beklemmende Wirkung und machen den Film insgesamt sehr packend. Dennoch zeigt sich im Spielfilmformat auch die größte Schwäche der Produktion. Zwei Stunden Laufzeit erweisen sich letztlich als etwas zu viel. Immer wieder schleichen sich spürbare Längen ein, wodurch einige der intensiven Momente nicht mehr die Wucht entfalten, die sie eigentlich besitzen könnten. Umso auffälliger ist, dass der Film ausgerechnet zum Ende hin plötzlich an Tempo gewinnt. Während zuvor manches zu ausführlich erzählt wird, wirken einzelne Entwicklungen im Finale wiederum etwas zu abrupt und hätten mehr Raum verdient. Trotz dieser kleinen Unausgewogenheiten bleibt Skin ein kraftvolles, radikales und hervorragend gespieltes Drama, das zeigt, weshalb aus diesem Stoff mehr als nur ein preisgekrönter Kurzfilm werden konnte. Etwas straffer erzählt, hätte die Geschichte ihre emotionale Wirkung allerdings noch stärker entfalten können.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild punktet mit einem hervorragend-stimmigen Kontrast, die Farbwiedergabe kommt wirkungsvoll eintönig daher. Der Schwarzwert ist solide und die Schärfe ordentlich klar. Allerdings muss man bei dunklen Szenen einige Körnungen im Kauf nehmen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Jede Menge Dynamik bei den Dialogen. Die Atmosphäre ist durchaus glaubwürdig, auch wenn von den Nebengeräuschen eher wenig rüber kommt. Insgesamt alles hervorragend sauber.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Aufgrund des Kurzfilms kann man durchaus von 2 Sternen sprechen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Der Kurzfilm „Skin“ wurde mit dem Oscar prämiert.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 7613059328303
VÖ-Kauf: 07. Februar 2020.