


Während einer nächtlichen Radio-Talksendung kidnappt ein anonymer Anrufer die kleine Tochter und Ehefrau des Moderators Elvis Cooney (Mel Gibson) und droht ihm, sie zu töten. Um seine Familie zu retten, muss der raubeinige Talkmaster ein sadistisches Überlebensspiel bestreiten, bei dem mehrere Unbeteiligte im Gebäude des Senders getötet werden. Der nicht immer freundliche Cooney hat nur einen Ausweg: er muss seine Vergangenheit durchforsten, um die Identität des Killers zu ermitteln. Gespannt verfolgt die ganze Stadt im Radio, wie sich der perfide Wettstreit zu einem für alle Beteiligten unerwarteten Ende entwickelt.
Originaltitel: On the Line
Regie: Romuald Boulanger.
Drehbuch: Romuald Boulanger.
Darsteller: Mel Gibson (Kopfgeld), William Moseley (Die Chroniken von Narnia), Alia Seror-O’Neill, Paul Spera, Nadia Farès, Enrique Arce, Yoli Fuller, John Robinson.
Genre: Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Making of.
Vertrieb: SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Was zunächst wie ein klassischer Kammerspiel-Thriller beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem psychologischen Katz-und-Maus-Spiel mit mehreren Richtungswechseln. Regisseur Romuald Boulanger versteht es durchaus, den Zuschauer über weite Strecken bei der Stange zu halten, auch wenn die Spannung nie jene Intensität erreicht, die man sich von der vielversprechenden Ausgangssituation erhofft.
Mel Gibson passt überraschend gut in die Rolle des schlagfertigen Radiomoderators. Seine Figur polarisiert, besitzt Ecken und Kanten und ist alles andere als der typische Sympathieträger. Gerade dadurch funktioniert die Besetzung. Ob man den Charakter letztlich mag oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen – interessant bleibt er in jedem Fall.
Auch erzählerisch liefert On the Line immer wieder gelungene Ansätze. Der Film versteht es, Fragen aufzuwerfen und den Zuschauer zum Miträtseln einzuladen. Selbst wenn der Spannungsbogen eher auf solidem Niveau bleibt, verfolgt man die Handlung aufmerksam, weil ständig die Hoffnung besteht, dass hinter allem noch eine größere Überraschung wartet.
Und genau diese Überraschung kommt. Leider nicht unbedingt im positiven Sinne. Das Finale erinnert zunächst unweigerlich an Die Horror-Party von Fred Walton. Damit hätte der Film durchaus einen stimmigen Abschluss finden können. Stattdessen entscheidet sich das Drehbuch dafür, auf die ohnehin überraschende Auflösung noch eine weitere Wendung draufzusetzen. Genau in diesem Moment verliert die Geschichte ihre Bodenhaftung. Was zuvor sorgfältig aufgebaut wurde, wirkt plötzlich unnötig überzogen und nimmt dem Film rückblickend einen Teil seiner Glaubwürdigkeit.
Dennoch sollte man On the Line nicht schlechter machen, als er ist. Der Thriller besitzt einige starke Momente, eine interessante Grundidee und einen gut aufgelegten Mel Gibson, der den Film mühelos trägt. Nur schlägt die Geschichte zum Ende hin einen Weg ein, der mehr verblüfft als überzeugt. Dadurch bleibt letztlich das Gefühl zurück, dass der Film nicht ganz das ist, was er zu Beginn verspricht – und gerade deshalb leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Wie gewohnt sind auch hier die Details sehr gut und die Schärfe ausgezeichnet klar. Der Kontrast präsentiert sich hell und passend, der Schwarzwert zeigt sich kräftig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton liefert mehr als nur eine Übertragung über das Radio. Räumlich werden ausreichend gute Akzente geliefert und die Dialoge sind sauber und dynamisch.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Vom Bonusmaterial ist man eher enttäuscht. Das Making of viel zu kurz.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4061229331715
VÖ-Kauf: 16. Dezember 2022.
www.square-o-n-e.com