


Als an den Flussufern um die koreanische Metropole Seoul vermehrt grausam entstellte Leichen angespült werden, sind Polizei und Gesundheitsministerium alarmiert. Schon bald wird klar, dass mutierte Parasiten, die sich über das Wasser verbreiten, für das Massensterben verantwortlich sind. Schnell weitet sich die Seuche zu einer tödlichen Epidemie aus, die das ganze Land zu befallen droht. Während die Regierung die Infizierten in Lager sperrt und dem sicheren Tod überlässt, taucht plötzlich ein Medikament auf, das offenbar gegen die tödliche Seuche wirkt. Doch das Medikament ist viel zu knapp und die Aktionäre des Pharmaunternehmens verweigern die Herausgabe der Formel, um den Preis des Patents in die Höhe zu treiben. Inmitten dieses Szenarios versucht ehemaliger Professor für Biochemie, das Leben seiner infizierten Frau und seiner Kinder zu retten. Gemeinsam mit seinem Bruder, einem Polizisten, jagt er dem lebensrettenden Medikament hinterher und kommt einer skrupellosen Verschwörung auf die Spur.
Originaltitel: Yeon-ga-si
Regie: Jeong-woo Park.
Drehbuch: Jeong-woo Park.
Darsteller: Myung-Min Kim, Jung-hee Moon, Dong-wan Kim, Lee Hanee, Il-hwa Choi , Jung-woo Choi.
Genre: Drama
Land: South Korea
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Koreanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Contamination ist ein Katastrophen- und Thrillerfilm, der seine Zuschauer mit einer erschreckend einfachen Grundidee konfrontiert. Gerade weil das dargestellte Szenario nicht völlig unrealistisch erscheint, entfaltet der Film eine unangenehme Wirkung, die lange nachhallt. Wer häufiger südkoreanische Filme schaut, wird sich schnell zurechtfinden. Wer dagegen überwiegend westliche Produktionen gewohnt ist, dürfte zunächst etwas Eingewöhnungszeit benötigen. Die Figuren reagieren oftmals deutlich emotionaler, hektischer und theatralischer, als man es aus amerikanischen oder europäischen Filmen kennt. Dadurch entstehen Momente, die auf westliche Zuschauer gelegentlich unfreiwillig komisch wirken können.
Hat man sich jedoch auf diese Erzählweise eingelassen, entfaltet der Film seine eigentliche Stärke: Spannung. Die Bedrohung wächst kontinuierlich und entwickelt sich zunehmend zu einem beklemmenden Albtraum. Gerade die Vorstellung einer sich unkontrolliert ausbreitenden parasitären Gefahr sorgt immer wieder für schaurige Momente. Besonders gelungen ist dabei, wie die Katastrophe inszeniert wird. Statt ausschließlich auf Spektakel zu setzen, erzeugt der Film seine Wirkung häufig durch Angst, Verzweiflung und den Verlust von Kontrolle. Dadurch entsteht eine unangenehme Nähe zur Realität, die den Schrecken zusätzlich verstärkt.
Die Charaktere bleiben zwar über weite Strecken eher oberflächlich gezeichnet, erfüllen jedoch ihren Zweck innerhalb der Geschichte. Viel wichtiger als individuelle Schicksale ist hier die zunehmende Eskalation der Situation und die Frage, wie eine Gesellschaft mit einer solchen Krise umgeht. Auch die Dialoge tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei. Oft wirken sie dramatisch und emotional aufgeladen, manchmal sogar übertrieben. Doch gerade dadurch unterstreichen sie die Panik und Hilflosigkeit, welche die Handlung prägen.
Nicht alles funktioniert dabei perfekt. Der Film besitzt einige logische Schwächen und hätte von einer etwas strafferen Laufzeit profitiert. Manche Szenen ziehen sich unnötig in die Länge, wodurch das Erzähltempo gelegentlich ins Stocken gerät. Dennoch bleibt „Contamination – Tödliche Parasiten“ ein spannender und wirkungsvoller Katastrophenthriller, der mit einer unangenehm plausiblen Bedrohung arbeitet. Wer über kleinere Schwächen hinwegsehen kann und sich auf die südkoreanische Erzählweise einlässt, bekommt einen packenden Genrebeitrag mit einigen wirklich beängstigenden Momenten geboten. Und eines ist sicher: Nach dem Film betrachtet man Wasser vielleicht für eine Weile mit etwas anderen Augen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ausreichend feine Details mit einer glasklaren Schärfe sowie ein heller Kontrast können punkten. Nicht so passend ist der düstere Farblook, der die Geschichte recht eintönig erscheinen lässt. Der Schwarzwert hingegen präsentiert sich wieder hervorragend kräftig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Insgesamt ist der Ton sehr sauber abgestimmt, wenn die Katastrophe erst so richtig am rollen ist, dreht auch die Dynamik ordentlich auf.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Leider gibt es keine Extras zum Film. Dabei wären hier einige Einblicke zu den Dreharbeiten sehr interessant gewesen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Im Vergleich zu den anderen Busch Media Veröffentlichungen, wurde hier bei den Synchronstimmen wiederum zu viel Energie rein gesteckt. Sowohl bei den schlechten Dialogen als auch bei den Höhen der Stimmlagen. Alles wirkt unruhig und übertrieben, das ist nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Dennoch ist auch hier zu erkennen, dass man sich sehr viel Mühe bei der Umsetzung gegeben hat und sauber ist die Synchronarbeit allemal. Zudem möchten wir nochmals betonen, es ist auch immer eine Kostenfrage. In erste Linie kann man Busch Media nur endlos Dankbar dafür sein, das sie solche starken Filme zu uns rüber holt und die Filme auch nicht einfach nur mit Untertitel bestückt. Alles andere ist eine Sache der Gewöhnung.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260080328975
VÖ-Kauf: 09. April 2021
www.buschmediagroup.de