


Aus der verträumten Ruhe einer amerikanischen Kleinstadt wird plötzlich das absolute Chaos, als aus dem All eine überirdische Rock-Band mit ihrem gigantischen Gitarren-Raumschiff auftaucht. Der weibliche Sheriff (Oscar-Preisträgerin Ruth Gordon) flippt völlig aus. Frankie (Craig Sheffer), der Boss der High-School-Band, ruft zum totalen Rock-Krieg gegen die Beat-Invasoren aus dem All auf, denn deren Oberfreak Absid (Tom Nolan) macht sich an seine Freundin Dee Dee (Pia Zadora) ran, der heißesten Braut der High School. Bei der Abschlussparty der High School kommt es schließlich zur fetzigsten Rock’n’Roll Schlacht aller Zeiten. Als dann auch noch die beiden völlig beknackte Massenmörder „Der Schnaufer“ und sein Freund „Sägen-Sam“ ausbrechen, nimmt der Wahnsinn erst richtig seinen Lauf…
Originaltitel: Voyage of the Rock Aliens
Regie: James Fargo.
Drehbuch: Edward Gold, James Guidotti, Charles Hairston.
Darsteller: Pia Zadora (Hairspray 1988), Craig Sheffer (Kopf über Wasser), Tom Nolan, Ruth Gordon, Michael Berryman, Alison La Placa, Patrick Byrnes, Gregory Bond, Craig Quiter.
Genre: Komödie / Musical / Sci-Fi
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 97 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Original Trailer, Musikvideo “When the rain begins to fall”, englisches Ende; alter deutscher Vorspann.
Vertrieb: AL!VE AG / cmv-laservision
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die 1980er-Jahre waren eine Zeit, in der im Kino nicht jeder Film zwingend Sinn und Verstand besitzen musste. Gerade zahlreiche kostengünstige Produktionen schienen nach dem Prinzip zu funktionieren, dass man für die Laufzeit einfach den Kopf abschalten sollte. Manche dieser Filme sind heute kaum noch ernst zu nehmen, andere haben gerade durch ihre hemmungslose Art eine erstaunliche Haltbarkeit entwickelt. „Voyage of the Rock Aliens“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Sorte. Der Film ist trashig, überdreht und von einer Handlung beseelt, die sich nicht unbedingt darum bemüht, vernünftig zu erscheinen. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb besitzt er eine Energie, der man sich nur schwer entziehen kann. Was damals als günstige Produktion daherkommen konnte, entwickelt heute einen ganz eigenen nostalgischen Charme. „Voyage of the Rock Aliens“ versucht gar nicht erst, seine Schwächen zu verstecken. Stattdessen wirft der Film alles in einen großen Topf, was die 80er-Jahre an poppiger Unterhaltung zu bieten hatten, und dreht anschließend die Lautstärke noch ein Stück weiter auf. Die Mischung aus Science-Fiction, Musical, Komödie und vollkommen überdrehtem Look ergibt einen Streifen, der sich kaum in eine vernünftige Schublade stecken lässt. Genau diese Eigenwilligkeit macht einen großen Teil seines Unterhaltungswertes aus. Die Besetzung trägt dabei ganz wesentlich zur Wirkung bei. Die Darsteller bringen eine enorme Energie mit und spielen das absurde Geschehen mit genau jener Spielfreude, die ein Film wie dieser benötigt. Niemand scheint sich allzu große Sorgen darum zu machen, ob das Geschehen gerade logisch, realistisch oder überhaupt erklärbar ist. Stattdessen wird mit voller Kraft gespielt, getanzt, gesungen und herumgealbert. Diese Begeisterung überträgt sich unmittelbar auf den Zuschauer. Ein weniger engagiertes Ensemble hätte den ohnehin dünnen Boden unter der Geschichte vermutlich endgültig zum Einsturz gebracht. Hier aber funktioniert gerade die kompromisslose Energie als Bindeglied zwischen den einzelnen absurden Einfällen. Noch stärker ist die Musik. Die zahlreichen Songs gehören zu den größten Pluspunkten des Films und verleihen ihm einen Rhythmus, der die Geschichte immer wieder nach vorne treibt. Statt sich über die Handlung Gedanken machen zu müssen, kann man sich einfach von der Musik und dem Tempo mitreißen lassen. Die Songs sind nicht bloß schmückendes Beiwerk, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Identität des Films. Wer musikalische 80er-Jahre-Unterhaltung mit einer ordentlichen Portion Trash mag, dürfte hier entsprechend auf seine Kosten kommen. Auch optisch gibt sich „Voyage of the Rock Aliens“ keinerlei Mühe, unauffällig zu bleiben. Der Look ist hervorragend überdreht und passt perfekt zu dieser Mischung aus Rockmusik, Science-Fiction und 80er-Jahre-Wahnsinn. Farben, Kostüme, Ausstattung und Inszenierung bilden eine Welt, die bewusst größer und schriller wirkt, als es jede vernünftige Geschichte eigentlich erlauben würde. Der Film möchte nicht realistisch aussehen. Er möchte auffallen. Und genau das gelingt ihm. Natürlich muss man sich auf diese Art von Film einlassen können. Wer nach einer logisch aufgebauten Handlung, ausgearbeiteten Figuren und einer sauber konstruierten Geschichte sucht, wird mit „Voyage of the Rock Aliens“ vermutlich nicht glücklich. Der Film gehört zu jener Sorte Unterhaltung, bei der man den Anspruch auf Sinn und Verstand besser bereits an der Kinokasse abgibt. Seine Qualitäten liegen nicht in einer ausgefeilten Dramaturgie, sondern in der Energie, der Musik, dem Look und dem hemmungslosen Spaß an der eigenen Absurdität. Das Interessante ist, dass gerade solche Filme über die Jahre eine besondere Form von Begeisterung entwickeln können. Was bei der ersten Veröffentlichung vielleicht schlicht als billiger, verrückter 80er-Jahre-Streifen wahrgenommen wurde, kann Jahrzehnte später als charmantes Zeitdokument funktionieren. Nicht weil der Film plötzlich besser geworden wäre, sondern weil sich sein Kontext verändert hat. Seine Übertreibungen, seine Songs und sein schriller Stil stehen inzwischen stellvertretend für eine Ära, in der Unterhaltung häufig noch ungehemmter und weniger darum bemüht war, sich selbst zu erklären. „Voyage of the Rock Aliens“ ist deshalb kein Film, den man unbedingt analysieren sollte. Man sollte ihn erleben. Abschalten, Lautstärke hochdrehen und sich von seiner vollkommen überdrehten Energie mitnehmen lassen, dürfte hier deutlich mehr bringen als die Suche nach einer tieferen Bedeutung. Die Geschichte mag mehr als trashig sein, doch die Besetzung, die Songs und der Look machen aus dieser Schwäche eine erstaunlich unterhaltsame Erfahrung. Der Film weiß vielleicht nicht immer, wohin er will, aber er hat verdammt viel Energie auf dem Weg dorthin. Wer eine gewisse Schwäche für schräge 80er-Jahre-Produktionen besitzt, bekommt hier genau die Sorte Film, bei der die Begeisterung trotz aller offensichtlichen Probleme ziemlich schnell die Oberhand gewinnt. Nicht jede Produktion aus dieser Ära konnte das, was sie an Logik einsparte, durch Unterhaltung wieder ausgleichen. Dieser Streifen schafft es zumindest über weite Strecken. Die Mischung ist billig, bunt, laut und vollkommen verrückt, besitzt aber genau dadurch ihren eigenen Charme. Am Ende bleibt ein wunderbar trashiger 80er-Jahre-Streifen, der seine fehlende Logik mit Energie, Musik und einem herrlich überdrehten Erscheinungsbild kompensiert. Die Besetzung rockt sich mit sichtbarer Spielfreude durch das absurde Geschehen, die Songs sorgen für den nötigen Schwung und der Look macht aus dem Film eine kunterbunte Zeitreise. Sinn und Verstand dürfen hier gerne draußen bleiben. Dafür darf die gute Laune hinein. Dieser Film rockt im wahrsten Sinne des Wortes.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Bei der Bildqualität kommt leider wenig Freude auf, denn HD wird hier nicht geboten. Es wirkt zwar glatt aber dadurch auch seicht bis matschig. Die Schärfe ist ebenfalls eher durchschnittlich. Kratzer und einen miesen Schwarzwert muss man ebenso in Kauf nehmen, wie auch den Gesamteindruck das, das Bild gezoomt wurde. Autsch!
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Der Ton erklingt recht sauber, die Dynamik ist gut und die Songs klingen klar verständlich. Leider hängt der Sound Millisekunden nach, überwiegend ist nichts Lippensynchron. Schade!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Für den fabelhaft irren Streifen gibt es viele kleinere Standardextras oben drauf, doch diese kennt man bereits allesamt von der früheren DVD-Veröffentlichung. Also nichts Neues!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 15. Mai 2020.