


Becket Redfellow hat Witz, Stil, Bildung und Charme – nur nicht das milliardenschwere Vermögen, das ihm laut seiner Mutter zusteht. Becket entwickelt einen raffiniert-mörderischen Plan, um die sieben Verwandten, die zwischen ihm und dem Erbe stehen, aus dem Weg zu räumen. Denn 28 Milliarden Dollar erben sich nicht von allein.
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Erben war im Kino selten eine wirklich friedliche Angelegenheit. Meist genügt schon die Aussicht auf Geld, damit Anstand, Moral und gesunder Menschenverstand gemeinsam über Bord gehen. How to Make a Killing – Todsicheres Erbe spielt genau mit diesem Gedanken und entwickelt daraus eine schwarzhumorige Kriminalkomödie, in der ein Mord selten das eigentliche Problem ist, sondern vielmehr das Chaos, das danach entsteht.
Der Film setzt dabei weniger auf Spannung als auf absurde Situationen. Immer wieder entstehen herrlich dreiste Einfälle, bei denen die Morde und ihre oft unerwarteten Folgen für die gelungensten Momente sorgen. Vieles besitzt einen angenehm skurrilen Humor, der sich wohltuend vom gewöhnlichen Mainstream abhebt. Gleichzeitig hätte das Ganze durchaus noch bissiger ausfallen dürfen. Der Film kratzt immer wieder an der Grenze zur bitterbösen Satire, wagt den letzten Schritt jedoch nur selten.
Genau dort verschenkt die Geschichte einiges an Potenzial. Immer wieder entsteht der Eindruck, als könne sie sich nicht entscheiden, was sie eigentlich sein möchte. Mal schimmert eine gesellschaftliche Aussage durch, dann wiederum genügt sich der Film damit, einfach nur unterhalten zu wollen. Beides hätte durchaus funktionieren können – gemeinsam wirkt es allerdings nicht immer vollkommen ausgewogen. Einige Passagen verlieren dadurch an Dynamik und ziehen sich länger hin, als es der Geschichte guttut.
Auch inszenatorisch bleibt manches überraschend zurückhaltend. Gerade bei den zahlreichen Wendungen hätte man sich deutlich mehr Einfallsreichtum wünschen dürfen. Obwohl immer wieder originelle Ideen auftauchen, fehlt ihnen häufig die filmische Umsetzung, um wirklich Spannung entstehen zu lassen. So bleibt vieles eher amüsant als nervenaufreibend.
Dass der Film dennoch durchgehend sympathisch bleibt, liegt vor allem an Glen Powell. Er besitzt diese seltene Leinwandpräsenz, mit der selbst durchschnittliche Szenen an Ausstrahlung gewinnen. Sein Charisma trägt den Film beinahe mühelos über manche erzählerische Schwäche hinweg. Powell spielt mit sichtbarer Freude, ohne seine Figur zur Karikatur werden zu lassen, und beweist erneut, weshalb er sich in den vergangenen Jahren zu einem der interessantesten Darsteller seines Genres entwickelt hat.
How to Make a Killing – Todsicheres Erbe bleibt damit ein unterhaltsamer Genremix, der mit schwarzem Humor, einigen herrlich absurden Ideen und einem glänzend aufgelegten Glen Powell punktet. Wer allerdings eine kompromisslose Satire mit echtem Biss erwartet, dürfte feststellen, dass der Film lieber charmant schmunzelt, als wirklich zuzubeißen.
Die Bildqualität spielt ihre Stärken mit einer ausgezeichneten Feinzeichnung und einer beeindruckend klaren Schärfe aus. Zahlreiche Details werden sauber herausgearbeitet und verleihen den Schauplätzen eine hochwertige Optik. Der ausgewogene Kontrast sorgt für eine angenehme Tiefenwirkung, während der kräftige Schwarzwert dunkleren Szenen die nötige Präsenz verleiht. Insgesamt hinterlässt die Präsentation einen sehr eleganten und technisch überzeugenden Eindruck.
Auch akustisch geht der Film kein unnötiges Risiko ein. Die Dialoge bleiben jederzeit glasklar verständlich und werden von einer ausgesprochen sauberen Abmischung getragen. Dezente Umgebungsgeräusche lockern das Klangbild immer wieder auf, ohne den Gesprächen die Aufmerksamkeit zu stehlen. Ergänzt wird das Ganze durch einen stimmig eingesetzten Soundtrack, der die Atmosphäre gekonnt unterstützt. Eine rundum gelungene Tonspur mit ausgewogener Dynamik.
Beim Bonusmaterial fällt das Erbe dagegen ausgesprochen bescheiden aus. Zusätzliche Inhalte sucht man vergeblich – hier bleibt der Nachlass leider leer.