


Seit vielen Jahren ist Kapitän Nolan davon besessen, mit seinem Walfangschiff einen der gefährlichen Orca-Wale zu erlegen. Als er mit seiner Crew im Meer auf eine Herde der Riesentiere trifft, verletzt er eine trächtige Walkuh und ihr Junges tödlich. Ihr Gefährte, ein Orca-Bulle von enormer Größe, beginnt daraufhin einen gnadenlosen Rachefeldzug, dem mehrere Crewmitglieder zum Opfer fallen. Doch Nolan lässt sich nicht einschüchtern und nimmt im nordischen Eismeer den Todeskampf gegen die Bestie auf…
Originaltitel: Orca
Regie: Michael Anderson.
Drehbuch: Luciano Vincenzoni, Sergio Donati.
Darsteller: Richard Harris (Gladiator), Charlotte Rampling (Swimming Pool), Will Sampson (Der Texaner), Bo Derek (Tommy Boy), Keenan Wynn, Robert Carradine, Scott Walker.
Genre: Abenteuer / Drama / Horror / Thriller
Land: UK / Italien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Mono DTS-HD MA, Mono DTS-HD MA
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Auf den ersten Blick trägt Orca, der Killerwal eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren. Dennoch sollten Eltern den Film vor einer gemeinsamen Sichtung unbedingt selbst ansehen. Nicht ohne Grund wird bis heute immer wieder darüber diskutiert, ob einzelne Szenen für ein junges Publikum tatsächlich geeignet sind. Einige Momente besitzen eine emotionale Härte, die weit über das hinausgeht, was man zunächst von einem Tierhorrorfilm erwarten würde.
Gerade darin liegt jedoch die eigentliche Stärke des Films. Regisseur Michael Anderson erzählt keine einfache Geschichte über einen Killerwal, sondern stellt den Menschen als die wahre Bestie in den Mittelpunkt. Die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem verschwimmen zunehmend, bis schließlich nicht mehr das Tier als Monster erscheint, sondern der Mensch selbst. Dieser Perspektivwechsel verleiht dem Film auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung eine bemerkenswerte Aktualität.
Für eine Produktion aus dem Jahr 1977 besitzt Orca noch immer eine erstaunliche Wucht. Die Spannung entfaltet sich nicht durch permanente Schockmomente, sondern wächst aus der Tragik der Ereignisse und dem Schmerz, den beide Seiten erfahren. Genau deshalb funktioniert der Film heute noch genauso eindringlich wie damals. Seine Dramaturgie hat nichts von ihrer Wirkung verloren und entwickelt eine emotionale Intensität, die weit über das Genre hinausreicht.
Hinzu kommt eine hervorragend zusammengestellte Besetzung, die den Figuren die notwendige Glaubwürdigkeit verleiht. Unterstützt wird dies von eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen und kraftvollen Bildern, die den Kontrast zwischen der Schönheit des Meeres und der Härte der Geschichte eindrucksvoll herausarbeiten.
Orca, der Killerwal ist deshalb weit mehr als ein Tierhorrorfilm. Es ist ein bewegendes Drama über Schuld, Vergeltung und die zerstörerischen Folgen menschlichen Handelns – spannend inszeniert, hervorragend gespielt und bis heute erstaunlich wirkungsvoll.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild präsentiert sich leider durchgehend leicht körnig, was für den Klassiker den Charme ausmacht. Doch ansonsten ist es wirklich gut, die Schärfe ist klar, der Kontrast hervorragend hell und die Farbwiedergabe zeigt sich natürlich. Lediglich der Schwarzwert kann nicht immer ganz so überzeugen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton kommt mit sehr viel Dynamik daher auch bei den Dialogen. Der Score erklingt dadurch besonders eindringlich. Doch leider ist es manchmal einfach zu viel den guten, zumal hier kaum räumliches wiedergegeben wird. Dann hat das Ganze etwas leicht Aufdringliches und Dröhnendes. Aber insgesamt ein sehr sauberer Klang.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial besteht hingegen leider nur aus einem Trailer zum Film. Mager.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680093703
VÖ-Kauf: 24. Oktober 2019.