

American Pie 4: Matt Stiftler, jüngerer und ähnlich ambitionierter Bruder der Hochschulrammler-Legende Steve Stiftler, wird weil er beim Schulkonzert für einen Skandal gesorgt hatte, dazu verurteilt, die Sommerferien im alljährlich stattfindenden Sommerlager für Schulorchester zu verbringen. Ausgerüstet mit allem, was der Markt an Spionagekameras etc. bereithält, fährt Matt ins Camp in der festen Absicht, der Welt aufsehenerregendsten Schulmädchenporno zu drehen und damit endlich aus dem Schatten des Bruders zu treten.
American Pie 5: Noch nie musste ein Stifler das College als Jungfrau betreten. Das könnte sich nun ändern, respektiert Adam Stifler doch den Wunsch seiner Familie, mit dem Sex noch zu warten. Als er gemeinsam mit seinen Freunden Paul und Ryan einem seiner Cousins einen College-Besuch abstattet, eröffnen sich ihm ungeahnte Möglichkeiten: Auf der „Naked Mile“ lassen hundert Studenten nach ihrer Zwischenprüfung Dampf ab, indem sie nackt über den Campus rennen…
American Pie 6: Erik Stifler und seine Freunde Ryan und Cooze haben es geschafft: Endlich fängt ihre College-Zeit an! Kaum sind sie auf dem Campus, treten die drei fröhlichen Chaoten der Studentenverbindung „Beta House“ bei, die von Eriks legendärem Cousin Dwight geleitet wird und für ihre ausschweifenden Partys berüchtigt ist.
.
American Pie 7: Rob, Nathan und Lube besuchen dieselbe Highschool und haben nur ein Ziel: Sie wollen unbedingt bei den Frauen ihrer Träume landen. Zufällig entdeckt das Trio in der Schulbibliothek das legendäre Buch der Liebe. Das Geheimwissen dieses einzigartigen Sex-Ratgebers verhalf schon ganzen Schülergenerationen zu erregenden Höhepunkten. Doch leider fehlen in dem lüsternen Leitfaden ein paar Seiten…
Originaltitel: American Pie Presents: Band Camp, Beta House, Book Of Love, Naked Mile.
Regie: Andrew Waller, Joe Nussbaum, John Putch, Steve Rash.
Drehbuch: Andrew Waller, David H. Steinberg, Adam Herz, Steve Rash, Erik Lindsay.
Darsteller: John White, Christopher McDonald, Jake Siegel, Meghan Heffern, Eugene Levy, Tad Hilgenbrink, Arielle Kebbel, Matt Barr, Bug Hall, Kevin M. Horton, Beth Behrs, Maria Ricossa, Christopher McDonald, Joe Bostick, Ross Siegel.
Genre: Komödie
Land: USA / Kanada
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 377 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: AMERICAN PIE 4: Outtakes, Das unanständige Tagebuch, Schmutzige Geheimnisse und mehr…, AMERICAN PIE 5: Yoga Guide, unveröffentlichte Szenen, Kleine Menschen, große Stunts und mehr, AMERICAN PIE 6: Entfernte Szenen, Exkl. Interview mit Mr Levenstein, Hinter den Kulissen und mehr…, AMERICAN PIE 7: Gag Reel, Clips vom Set, American Pie Trivia und mehr…
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Die „American Pie – 4 Movie Collection“ bündelt mit Band Camp, Beta House, Book of Love und Naked Mile Ableger einer Reihe, die mit den ursprünglichen Filmen um die bekannte Clique längst nur noch lose verbunden ist. Abgesehen von einer Randfigur wie Jim’s Dad haben diese Filme kaum noch Berührungspunkte mit dem Ton oder der Entwicklung der Originalreihe. Stattdessen verlagert sich der Fokus vollständig auf eigenständige Geschichten rund um Stiflers Familie und deren Umfeld, die vor allem durch möglichst derben Humor auffallen wollen.
Vorab ist dabei klarzustellen: Diese Filme verstehen sich weniger als Fortsetzung im klassischen Sinne, sondern eher als eigenständige Eskalationsstufen eines Komödienkonzepts, das versucht, durch Provokation und Grenzüberschreitung zu funktionieren. Doch genau hier liegt eines der zentralen Probleme der gesamten Sammlung. Wo die ursprünglichen Filme noch ein gewisses Gefühl für Figuren, Beziehungen und emotionale Entwicklung besaßen, fehlt diesen Ablegern oftmals genau diese Grundlage vollständig.
Der erste Film, „Die nächste Generation“ (Band Camp), bleibt dabei noch vergleichsweise harmlos. Die Gags wirken vorhersehbar, die peinlichen Situationen sind selten wirklich überraschend und dadurch auch nicht so unangenehm, wie sie eigentlich intendiert sind. Vieles verpufft, weil der Film nie wirklich den Mut aufbringt, seine Ideen konsequent bis zur Grenze des guten Geschmacks auszureizen.
In „Naked Mile“ (Nackte Tatsachen) und „Beta House“ (Die College-Clique) verschiebt sich der Fokus dann deutlich stärker in Richtung reiner Ekel- und Grenzkomik. Die Filme setzen auffallend stark auf wiederkehrende Muster, körperbetonten Humor und Situationen, die bewusst unter die Gürtellinie zielen. Doch gerade diese Wiederholung sorgt dafür, dass der Effekt schnell nachlässt. Statt echter Eskalation entsteht eher Ermüdung, da sich viele Gags strukturell ähneln und kaum dramaturgische Entwicklung besitzen.
„Book of Love“ (Das Buch der Liebe) sticht innerhalb der Sammlung noch am ehesten hervor. Hier wirken Inszenierung und Besetzung etwas runder, und auch der Erzählfluss ist stellenweise geschlossener. Allerdings kippt der Humor hier in eine deutlich stärker kitschig-romantische Richtung, wodurch der Film zwar etwas zugänglicher, aber nicht zwingend überzeugender wird. Auch hier bleibt das zentrale Problem bestehen: Die Liebesgeschichten wirken wenig entwickelt und emotional kaum greifbar.
Über alle vier Filme hinweg zeigt sich letztlich ein wiederkehrendes Muster: Der Versuch, durch immer extremere Gags Aufmerksamkeit zu erzeugen, ersetzt eine echte Figurenarbeit oder inhaltliche Substanz. Der Humor überschreitet dabei nicht nur gelegentlich Grenzen, sondern wirkt oft so, als würde er bewusst ignorieren, wo diese Grenzen überhaupt liegen — ohne dabei jedoch wirklich clever oder pointiert zu werden.
Im Vergleich zu anderen derb-komödiantischen Reihen wie etwa den frühen Porky’s-Filmen fehlt diesen Ablegern trotz ähnlicher Ausrichtung oft das Gefühl für Timing und pointierte Setzung. Wo dort zumindest eine gewisse rhythmische Komik erkennbar war, wirkt diese Sammlung häufig wie eine Aneinanderreihung von Szenen ohne echte dramaturgische Steigerung.
Zusammengefasst bleibt eine Filmreihe, die zwar konsequent auf Provokation setzt, dabei aber selten mehr erreicht als bloßes Fremdschämen. Einzelne Momente mögen kurzfristig unterhalten, doch insgesamt entsteht der Eindruck, dass hier der Spaß oft zu weit getrieben wird, ohne zu erkennen, wann er eigentlich aufhören sollte.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bei allen Filmen sollte man sehr leichte oder eher sehr feine Körnungen im Kauf nehmen. Ansonsten macht das Bild bei den vier Filmen jeweils einen hervorragenden Eindruck. Wobei bei Film Zwei und Drei das Bild etwas zu dunkel ausfiel und beim ersten Film die Schärfe nicht immer genau klar erscheint.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Auf TV Niveau abgestimmter Sound ist gewiss. Für Direkt-Video-Veröffentlichungen ist aber auch nichts anderes zu erwarten. Die Dialoge sind immer sehr kräftig und insgesamt ist immer eine hervorragende Dynamik vorhanden. Zudem präsentieren sich alle Vier Filme ausgezeichnet sauber und ohne Sockenschutz.
![]()
![]()
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Wirklich gelungen ist das Bonusmaterial zu allen vier Filmen. Dafür allein lohnt sich der Kauf doch noch. Aufregender als jeder Adult Streifen und unterhaltsamer als die Endresultate auf den Discs.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120142
VÖ-Kauf: 11. September 2020.