


Der erfolgreiche junge Londoner Galerist Jack steht vor dem Ende seiner Ehe. Damit nicht genug: Seine Frau will auch noch die gemeinsame Galerie verkaufen. Um dies zu verhindern, will Jack das ehemalige Familiendomizil in der Toskana zu Geld machen. Dazu braucht es das Einverständnis seines Vaters Robert (Liam Neeson). Seit dem Tod von Jacks Mutter haben sich Robert, Bohemian und Künstler, der kaum noch malt, dafür aber ständig wechselnde Frauenbekanntschaften vorweisen kann, und Jack entfremdet. Sie machen sich gemeinsam auf die Reise nach Italien, um die seit Jahren leerstehende Villa möglichst schnell zu verkaufen. Was sie dort jedoch vorfinden, ist ganz und gar nicht, was sie erwartet hatten. Das Haus ist in einem desolaten Zustand und eine eigenwillige lokale Handwerkertruppe soll es wieder auf Vordermann bringen. Jack erinnert das Haus vor allem daran, wie wenig er noch von der glücklichen Zeit mit seiner Mutter weiß. Doch dann begegnet er der jungen Köchin Natalia (Valeria Bilello), die zuerst mit köstlichem Essen aus ihrer Trattoria sein leibliches und bald auch schon sein seelisches Wohl ins Lot bringt. Während die Villa langsam wieder in altem Glanz erstrahlt, nähern sich auch Vater und Sohn an. Und dann hält das Leben noch einige Überraschungen für die Beiden bereit…
Originaltitel: Made in Italy
Regie: James D’Arcy.
Drehbuch: James D’Arcy.
Darsteller: Liam Neeson (Nell), Micheál Richardson (Hard Powder), Lindsay Duncan (Unter der Sonne der Toskana), Valeria Bilello (Sense8).
Genre: Komödie / Drama
Land: UK / Italien
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Trailer.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Vor der malerischen Kulisse der italienischen Toskana entfaltet Made in Italy eine Geschichte über Verlust, Familie und die schwierige Kunst des Loslassens. Regisseur James D’Arcy ließ dabei auch eigene Erfahrungen und autobiografische Eindrücke in das Drehbuch einfließen. Diese persönliche Note ist durchaus spürbar und verleiht dem Film eine angenehme Ehrlichkeit. Gerade deshalb hätte man sich jedoch gewünscht, dass die Geschichte emotional noch etwas tiefer gräbt.
Ein großer Pluspunkt ist ohne Frage die Besetzung. Besonders Liam Neeson zeigt sich von einer ungewohnt ruhigen und verletzlichen Seite. Gemeinsam mit seinem tatsächlichen Sohn Micheál Richardson entsteht eine glaubwürdige Vater-Sohn-Dynamik, die von ihrer natürlichen Vertrautheit profitiert. Man merkt beiden an, dass sie ihre Figuren mit viel Zurückhaltung spielen und auf große Gesten verzichten. Gerade diese leisen Momente gehören zu den stärksten des Films.
Visuell ist Made in Italy ein echter Genuss. Die Aufnahmen der Toskana sind wunderschön eingefangen und verleihen dem Film eine warme, beinahe mediterrane Leichtigkeit. Alte Häuser, sanfte Landschaften und kleine italienische Dörfer schaffen eine Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt. Allein diese Bilder laden zum Verweilen ein und verleihen dem Film einen Charme, den man gerne länger genießen würde.
Leider bleibt die eigentliche Geschichte hinter dieser schönen Fassade zu oft an der Oberfläche. Der Konflikt zwischen Vater und Sohn besitzt zwar grundsätzlich großes Potenzial – der eine versucht krampfhaft an der Vergangenheit festzuhalten, während der andere endlich nach vorne blicken möchte. Doch genau an dieser Stelle fehlt der Handlung die notwendige Dramaturgie. Der Film spricht zwar immer wieder den schweren Verlust an, der beide Figuren geprägt hat, beleuchtet jedoch nur selten die eigentlichen Gründe für ihre Entscheidungen und ihr Verhalten. Dadurch bleiben viele emotionale Möglichkeiten ungenutzt.
Auch der Humor kann daran nur bedingt etwas ändern. Zwar lockern einige amüsante Szenen das Geschehen angenehm auf, doch insgesamt wirken sie eher zurückhaltend eingesetzt. Dadurch entsteht zwischen den beiden Hauptfiguren eine gewisse emotionale Distanz, die sich bis zum Ende nicht vollständig auflöst. Man versteht ihre Situation, fühlt sie jedoch nicht immer so intensiv mit, wie es die Geschichte eigentlich ermöglichen würde.
Dabei erkennt man jederzeit die guten Absichten des Films. Made in Italy möchte keine laute Tragödie erzählen, sondern ein ruhiges, lebensnahes Drama über Trauer, Versöhnung und Neuanfänge sein. Genau diese Zurückhaltung macht ihn sympathisch, verhindert aber gleichzeitig, dass die Geschichte ihre volle emotionale Kraft entfalten kann.
So bleibt letztlich ein hübsch fotografiertes Familiendrama mit einer starken Besetzung, schönen Landschaftsaufnahmen und einer spürbar persönlichen Handschrift des Regisseurs. Berührende Momente sind durchaus vorhanden, doch insgesamt fehlt der Geschichte etwas mehr Tiefgang und erzählerische Konsequenz. Sehenswert wegen Liam Neeson und der traumhaften Kulisse – als großes Drama bleibt Made in Italy jedoch leider nur durchschnittlich.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Unter der Sonne der Toskana gibt es qualitativ eine schöne Aussicht. Dabei präsentieren sich die Details sehr fein, die Schärfe hervorragend klar und der Kontrast ausgezeichnet hell.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ebenfalls sehr ruhig kommt der Klang daher mit einer stark melancholischen Note. Durchgehend sehr sauber und mit klar verständlichen Dialogen angereichert. Mehr erwartet man her aber auch nicht.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Interviews und der Trailer zum Film sind nur Standard!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Juni 2021
www.leoninedistribution.com