


Mit I WANNA DANCE WITH SOMEBODY kommt das musikalische Biopic über die verstorbene Musiklegende Whitney Houston ins Kino. Darin verkörpert Naomi Ackie die ikonische Sängerin, auf deren Leben und Musik der Film basiert. Unter der Regie von Kasi Lemmons („Harriet – Der Weg in die Freiheit“, „Talk to Me“) und geschrieben vom Oscar®-nominierten Anthony McCarten („Bohemian Rhapsody“, „Die zwei Päpste“) nimmt der Film das Publikum mit auf eine emotionale, energiegeladene Reise durch Houstons Karriere und Musik.
Originaltitel: Whitney Houston: I wanna dance with somebody
Regie: Kasi Lemmons.
Drehbuch: Anthony McCarten.
Darsteller: Naomi Ackie (The End of the F***ing World), StanleyTucci (Der Teufel trägt Prada), Ashton Sanders, Tamara Tunie, Nafessa Williams, Clarke Peters, Daniel Washington, Bailee Lopes.
Genre: Biografie / Musik / Drama
Land: USA
FSK: 0 Jahren.
Laufzeit: 144 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Englisch (Hörfilmfassung), Italienisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, englisch für Hörgeschädigte, bulgarisch, griechisch, italienisch, rumänisch, serbisch, türkisch, kroatisch, slowenisch.
Extras: Blu-ray exklusiv: Whitneys Jukebox, Blu-ray exklusiv: Unveröffentlichte Szenen, Featurette: Verwandlung in Whitney, Featurette: Momente einer Ikone, Featurette: Die persönliche Note.
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment.
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die größte Sängerin mit einer der größten Stimmen aller Zeiten verdient eine ebenso große Ehrung. Bei einer Künstlerin wie Whitney Houston stellt sich deshalb zwangsläufig die Frage, ob ein Spielfilm über ihr Leben überhaupt groß genug sein kann, um einer solchen Legende gerecht zu werden. „Whitney Houston: I Wanna Dance with Somebody“ versucht es und liefert durchaus eine gelungene Würdigung, hinterlässt bei echten Fans aber auch das Gefühl, dass hier sehr viel mehr möglich gewesen wäre. Mit 144 Minuten besitzt der Film bereits eine beachtliche Laufzeit, die dennoch erstaunlich schnell vergeht. Das Leben von „Nippy“ ist derart ereignisreich, dass man ohne Weiteres noch eine weitere Stunde hätte anhängen können. Genau das wäre vermutlich sogar sinnvoll gewesen, denn ausgerechnet die wirklich interessanten Höhepunkte ihrer Karriere werden teilweise nur gestreift oder komplett ausgelassen. Die Erzählung möchte Whitneys Lebensweg möglichst umfassend abbilden und muss dafür zwangsläufig große Teile ihrer Geschichte überspringen. Am Ende entsteht dadurch ein eigenartiges Verhältnis: Der Film ist lang, fühlt sich aber trotzdem zu kurz an. Vor allem echte Fans dürften sich daran stören, welche Aspekte fehlen. So viele wichtige Songs finden keinen Platz, bedeutende Jahre werden übersprungen und die Entwicklung vom außergewöhnlichen Talent zum internationalen Megastar wird nicht mit der Detailverliebtheit erzählt, die diese Karriere eigentlich verdient hätte. Gerade die vielen kleinen und großen Stationen, die Whitney Houston zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt machten und ihr zahlreiche Rekorde bescherten, hätten mehr Raum gebraucht. Der Film erzählt zwar von ihrem Aufstieg, vermittelt aber nicht immer ausreichend, warum dieser Aufstieg derart außergewöhnlich war. Wie so viele biografische Filme steuert auch diese Geschichte zunehmend auf die tragischen Momente zu. Das ist nachvollziehbar, weil Whitneys Leben untrennbar mit ihren späteren persönlichen Problemen verbunden ist. Für Fans entsteht trotzdem ein bitterer Beigeschmack, weil die Erinnerung an Whitney Houston nicht ausschließlich aus ihren dunkelsten Jahren bestehen sollte. Ihr Lachen, ihre Energie, ihre unglaubliche Bühnenpräsenz und die vielen Momente, in denen sie schlicht ein Megastar war, hätten viel stärker im Vordergrund stehen dürfen. Mehr von der fröhlichen, lebensbejahenden Whitney hätte dem Film nicht nur mehr Leichtigkeit, sondern auch mehr von jener Persönlichkeit gegeben, die Millionen Menschen überhaupt erst zu Fans machte. Die Inszenierung findet trotzdem ein erstaunlich gutes Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Tragik. Der Film versinkt nicht permanent in Schwermut und schafft es immer wieder, die positive Seite von Whitneys Leben sichtbar zu machen. Genau diese Balance verhindert, dass die Geschichte zu einem reinen Abstiegsporträt wird. Die problematischen Lebensabschnitte werden nicht ausgespart, aber auch nicht ausschließlich zum emotionalen Selbstzweck gemacht. Was der Film dagegen schmerzlich vermissen lässt, sind die vielen Details, aus denen sich der Mythos Whitney Houston zusammensetzt. Ihre Karriere bestand nicht nur aus großen Schlagzeilen und privaten Krisen, sondern aus unzähligen Auftritten, Begegnungen, Erfolgen und musikalischen Momenten, die sie zu einer Ausnahmeerscheinung machten. Diese Welt hätte visuell viel stärker zum Leben erweckt werden können. Stattdessen wirken einige der wenigen vorhandenen Höhepunkte erstaunlich lieblos umgesetzt. Aus einer Karriere, die eigentlich nach großen Bildern schreit, wird stellenweise eine eher nüchterne Aneinanderreihung wichtiger Stationen. Naomi Ackie macht als Whitney Houston ihre Sache durchaus gut und bringt die notwendige Präsenz mit, um diese schwierige Rolle überhaupt tragen zu können. Trotzdem stellt sich über weite Strecken nicht das Gefühl ein, tatsächlich Whitney Houston vor sich zu haben. Die Ähnlichkeit und die schauspielerische Leistung allein reichen nicht aus, um diese besondere Verbindung zu einer realen Persönlichkeit herzustellen. Bei einer Figur, die derart präsent und unverwechselbar war, ist diese Distanz natürlich besonders auffällig. Auch musikalisch bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Die Songs klingen teilweise ziemlich aufgeblasen, wodurch ausgerechnet die unverwechselbare Originalstimme der echten Whitney Houston stellenweise etwas befremdlich wirkt. Bei einer Sängerin, deren Stimme selbst zum Markenzeichen geworden ist, sollte die Musik eigentlich unmittelbar treffen. Stattdessen wirkt sie gelegentlich stärker produziert, als es nötig gewesen wäre. Trotz dieser zahlreichen Kritikpunkte bleibt der Film eine gute und durchaus sehenswerte Würdigung einer außergewöhnlichen Künstlerin. Die Inszenierung besitzt Herz, die Geschichte vermittelt zumindest einen Eindruck von Whitneys beeindruckendem Lebensweg und zwischen den tragischen Momenten finden sich immer wieder kleine Inspirationen. Für Zuschauer, die Whitney Houston nur oberflächlich kennen, dürfte der Film zudem einen guten Einstieg darstellen. Echte Fans werden dagegen vor allem darüber nachdenken, was alles hätte gezeigt werden können. Mit noch mehr guter Laune, mehr Aufbau ihrer Karriere, mehr Songs, mehr Rekorden, mehr besonderen Momenten und vor allem mehr Whitney Houston selbst hätte dieser Film geradezu perfekt werden können. So bleibt eine respektvolle und durchaus gelungene Hommage, der ausgerechnet bei einer der größten Sängerinnen aller Zeiten der Mut fehlt, ihre Größe wirklich vollständig zu zeigen.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Kräftige Farben, ein strahlend heller Kontrast in einem gestochen, scharfen Bild. Bemerkenswerte Details. Auch der Schwarzwert zeigt sich gut und ausreichend satt. Ein sehr gutes Bild.
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Tonqualität: 5 von 5 Soundboxen.
Der Sound präsentiert sich mit einem hervorragend sauberen Klang und sehr schöner räumlicher Atmosphäre. Vor allem die Live Aufnahmen geht sprichwörtlich ins Ohr und sorgen für Gänsehautfeeling.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Beim zusätzlichen Bonusmaterial hätte man so richtig abliefern können, doch seltenes Material oder Musikvideos, Konzertmitschnitte der echten Whitney Houston fehlen gänzlich. Stattdessen werden in kurzweiligen Beiträgen Standardeinblicke und Interviews zu der Filmproduktion gezeigt. Bei den geschnitten Szenen gibt es zudem eine Szene in der Cissy Houston (Mutter von Whitney Houston) fremd geht. Die Szene hätte man sich im Film gewünscht, weil es noch mal eine ganz andere Sichtweise ermöglicht. Aber einiges im Film wurde verfälscht.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: 4030521759381
VÖ-Kauf: 16. März 2023
www.sonypictures.de