


Dass der 16-jährige Steven Carter schwul ist, ist in seiner Heimat, dem konservativen Örtchen Basingstoke, ein ziemliches Problem. Nur seiner besten Freundin und Nachbarin Linda hat er sich daher anvertraurt. Doch jetzt er hat genug vom Versteckspielen und möchte endlich offen zu seiner Sexualität stehen. Vor allem auch, als ausgerechnet der schönste und beliebteste Junge der Schule, John Dixon, ein Auge auf Steven geworfen zu haben scheint. Doch während Steven sein Glück in die Welt hinausschreien möchte, drängt John auf absolute Geheimhaltung…
Originaltitel: Under the Stadium Lights
Regie: Todd Randall.
Drehbuch: John Collins.
Darsteller: Milo Gibson, Abigail Hawk, Laurence Fishburne, Acoryé White, Carter Redwood, Germain Arroyo, Adrian Favela, Nicholas Delgado, Glenn Morshower.
Genre: Drama / Sport / Action
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: WVG Medien GmbH / Black Hill Pictures
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Eigentlich sollte man meinen, dass gerade wahre Geschichten eine besondere Kraft besitzen. Sie sind tatsächlich passiert, sie erzählen von Menschen, die reale Schwierigkeiten überwinden mussten, und können dadurch im besten Fall Mut machen, inspirieren oder zumindest zum Nachdenken anregen. „Under the Stadium Lights“ hätte also alle Voraussetzungen gehabt, aus einer wahren Begebenheit ein bewegendes und kraftvolles Drama zu machen. Stattdessen bleibt am Ende vor allem die Ernüchterung darüber, wie viel Potenzial hier verschenkt wurde. Schon die Inszenierung macht es dem Film schwer, seine Geschichte glaubwürdig und wirkungsvoll zu vermitteln. Sie wirkt nicht nur billig, sondern auch auffallend unentschlossen. Der Film scheint selbst nicht recht zu wissen, welche Richtung er eigentlich einschlagen möchte. Mal wird versucht, ein emotionales Drama zu erzählen, dann rückt wieder ein anderer Aspekt in den Vordergrund, ohne dass daraus eine wirklich klare Linie entsteht. Eine wahre Geschichte braucht nicht zwangsläufig eine spektakuläre Inszenierung, doch sie braucht einen sicheren erzählerischen Zugriff. Genau dieser fehlt hier über weite Strecken. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Film viel zu lange auf bestimmte Charaktere konzentriert und dadurch den eigentlichen Kern seiner Geschichte aus den Augen verliert. Statt die vorhandenen Figuren sinnvoll miteinander zu verbinden und daraus eine stetige Entwicklung entstehen zu lassen, wird die Erzählung immer wieder ausgebremst. Die Handlung kommt dadurch nicht richtig in einen Fluss. Selbst die Verwendung von Originalaufnahmen kann diesen Eindruck nicht entscheidend verändern. Eigentlich sollten solche Aufnahmen die Verbindung zur Realität verstärken und dem Geschehen zusätzliches Gewicht verleihen. Hier wirken sie eher wie der Versuch, einer ohnehin wenig überzeugenden Inszenierung nachträglich mehr Authentizität zu verleihen. Noch schwieriger wird es bei den schauspielerischen Leistungen. Von glaubwürdiger emotionaler Tiefe ist nur wenig zu spüren. Viele Darstellungen wirken hölzern und künstlich, wodurch selbst Situationen, die aufgrund ihrer wahren Grundlage eigentlich berühren müssten, erstaunlich wirkungslos bleiben. Gerade bei einem Stoff, der von menschlicher Erfahrung, Zusammenhalt und persönlicher Bewältigung leben könnte, ist das ein erhebliches Problem. Wenn die Figuren nicht überzeugend genug gespielt werden, bleibt auch ihre Geschichte auf Distanz. Und irgendwann drängt sich ein Gedanke auf, den der Film offenbar selbst nicht besonders geschickt verstecken kann: Hier soll etwas propagiert werden. Die Geschichte wird nicht einfach nur erzählt, sondern vermittelt zunehmend den Eindruck, dass sie eine bestimmte Botschaft transportieren möchte, die über das eigentliche Drama hinausgeht. Das wäre grundsätzlich kein Problem, wenn diese Botschaft organisch aus den Figuren und ihren Erfahrungen entstehen würde. „Under the Stadium Lights“ macht es jedoch so offensichtlich, dass der Zuschauer irgendwann weniger über die Geschichte nachdenkt als darüber, was ihm hier eigentlich vermittelt werden soll. Umso interessanter ist der Blick auf die Vorlage. Der Film basiert auf dem Buch „Brother’s Keeper“, das sich im direkten Vergleich beinahe wie ein Meisterwerk liest. Eine solche Diskrepanz ist besonders bitter, weil sie zeigt, dass nicht unbedingt die Geschichte selbst das Problem sein muss. Vielmehr scheint es an der Umsetzung zu liegen, die aus einem Stoff mit offensichtlich wesentlich größerem erzählerischem und emotionalem Potenzial nur ein erstaunlich kraftloses Filmdrama macht. Wo das Buch offenbar wesentlich mehr Tiefe besitzt, bleibt die filmische Umsetzung an der Oberfläche. „Under the Stadium Lights“ ist damit ein trauriges Beispiel dafür, dass eine wahre Geschichte nicht automatisch zu einem inspirierenden Film wird. Die Realität liefert zwar den Stoff, doch aus diesem Stoff muss immer noch ein funktionierendes Drehbuch, eine entschlossene Inszenierung und eine glaubwürdige Darstellung entstehen. Hier scheitert es gleich an mehreren dieser entscheidenden Stellen. Die billige und unentschlossene Umsetzung, die zerfahrene Konzentration auf einzelne Charaktere, die schwachen schauspielerischen Leistungen und die allzu deutlich hervortretende Botschaft lassen kaum etwas von jener Kraft und Inspiration übrig, die man von einer solchen Geschichte erwarten könnte. Übrig bleibt vor allem ein einziger Gedanke: Was für ein endlos verschenktes Potenzial.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben einem hervorragend hellen Kontrast punktet das Bild der High Definition Blu-ray Disc mit schönen Details und einer klaren Schärfe. Der Schwarzwert zeigt sich solide, könnte daher besser sein und an der Farbwiedergabe gibt es nichts dran auszusetzen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Schlechte Synchronstimmen ohne wirkliche Dynamik, doch recht dumpf und blass im Klang. Die Details sind nicht gut abgemischt, oft erklingt vieles wie ein einziges Durcheinander. Immerhin präsentiert sich der Sound sehr sauber.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer zum Film und eine Bildergalerie können nicht überzeugen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Eine wahre Geschichte.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4250148721541
VÖ-Kauf: 28. Januar 2022.
www.blackhillpictures.de