


Amerika kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts: Thomas Edison (Benedict Cumberbatch), einer der genialsten Erfinder aller Zeiten, steht kurz davor, zum ersten Mal einen ganzen Straßenzug in Manhattan mit elektrischem Licht zu erleuchten und die Welt damit für immer zu verändern. Der Durchbruch macht ihn über Nacht zur Berühmtheit. Unermüdlich arbeitet Edison daran, seine Erfindung auf das ganze Land auszudehnen. Hin und her gerissen zwischen seiner fieberhaften Arbeit und seiner geliebten Frau Mary (Tuppence Middleton) und den beiden Kindern, gerät Edison zunehmend in einen inneren Konflikt. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung – sein schärfster Konkurrent, der vermögende Unternehmer George Westinghouse (Michael Shannon), ermutigt von seiner ehrgeizigen Frau Marguerite (Katherine Waterson), engagiert den unbekannten jungen Erfinder Nikola Tesla (Nicholas Hoult), um das Rennen um die Stromversorgung Amerikas für sich zu entscheiden. Als Stadt um Stadt an das Wechselstromsystem von Westinghouse fällt, gerät Edison immer stärker unter Druck, seine Erfindung zu verteidigen und seinen Idealen treu zu bleiben…
Originaltitel: The Current War
Regie: Alfonso Gomez-Rejon.
Drehbuch: Michael Mitnick.
Darsteller: Benedict Cumberbatch (Sherlock), Michael Shannon (Take Shelter), Nicholas Hoult (Warm Bodies), Tom Holland (Edge of Winter), Matthew Macfadyen (The Assistant), Tuppence Middleton (Krieg und Frieden), Stanley Townsend (Der Medicus).
Genre: Biografie / Drama / History
Land: USA / Russland / UK
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 103 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Biografien über berühmte Erfinder haben oft das Problem, komplexe geschichtliche Entwicklungen in eine spannende Kinogeschichte zu verwandeln. The Current War entscheidet sich dabei weniger für eine ausführliche historische Aufarbeitung als für ein dramatisiertes Duell großer Persönlichkeiten. Genau darin liegt zugleich die größte Stärke und Schwäche des Films. Wer sich eine detaillierte Darstellung der technischen Entwicklungen und Hintergründe erwartet, könnte etwas enttäuscht werden. Viele historische Zusammenhänge werden nur angerissen, zahlreiche interessante Details bleiben unerwähnt. Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf den berühmten Wettstreit zwischen den Erfindern und Unternehmern jener Zeit. Dadurch wirkt die Geschichte stellenweise wie ein klassischer Erfinderkrieg, bei dem persönliche Rivalitäten stärker im Vordergrund stehen als die eigentlichen technischen Errungenschaften. Gerade weil immer wieder wichtige Zeitabschnitte und Gespräche angeschnitten werden, hätte man sich an manchen Stellen etwas mehr Hintergrundwissen und historische Einordnung gewünscht.
Letztlich bleibt ohnehin festzuhalten, dass die Entwicklung elektrischer Systeme nicht auf die Leistung einer einzelnen Person reduziert werden kann. Die verschiedenen Beteiligten leisteten auf ihre Weise wichtige Beiträge und genau darüber wird bis heute immer wieder diskutiert. Abseits dieser Kritikpunkte besitzt der Film jedoch viele Qualitäten. Besonders die visuelle Gestaltung ist beeindruckend gelungen. Die Bilder wirken elegant, atmosphärisch und teilweise regelrecht malerisch. Immer wieder entstehen Einstellungen, die weit über das Niveau gewöhnlicher Historienfilme hinausgehen und den Film zu einem echten Blickfang machen. Auch die Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Benedict Cumberbatch trägt den Film mit seiner gewohnt starken Präsenz und verleiht seiner Figur eine faszinierende Mischung aus Genialität, Ehrgeiz und Besessenheit. Ebenso liefern Michael Shannon und Nicholas Hoult überzeugende Leistungen ab und sorgen dafür, dass die Konflikte jederzeit interessant bleiben.
Besonders hervorzuheben ist zudem die Arbeit der Kamera. Die Bildgestaltung gehört ohne Zweifel zu den größten Stärken des Films und verleiht dem historischen Stoff eine außergewöhnliche visuelle Dynamik. Viele Szenen bleiben allein aufgrund ihrer Inszenierung lange im Gedächtnis. So bleibt „Edison – Ein Leben voller Licht“ ein Film, der weniger durch historische Vollständigkeit als durch seine Atmosphäre, seine Bilder und seine Darsteller überzeugt. Nicht jede erzählerische Entscheidung funktioniert vollständig, doch die Inszenierung besitzt genügend Strahlkraft, um über manche Schwäche hinwegzuleuchten. Ein interessanter Historienfilm mit großartiger Besetzung und beeindruckender Optik, dessen Bilder am Ende vielleicht heller glühen als die Geschichte, die er erzählt.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Bildstil ist recht dunkel gehalten, vermutlich um jede Glühbirne heller erstrahlen zu lassen. Der Schwarzwert spielt dabei nicht immer ganz so kräftig mit als es wünschenswert wäre. Leichte Körnungen sind ebenfalls gegeben. Doch die klare Schärfe und die Details sind wahrlich hervorragend.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein Licht geht auch bei dem sauberen Sound auf. Auch hier sind die Details sehr gut, auch wenn hauptsächlich die Dialoge im Vordergrund stehen. Fein abgestimmt und mit einer packende Note.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Hier leuchtet kein Licht mehr. Alles Dunkel um zusätzliche Extras zu finden.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. NOvember 2020.