


Ein junger Ex-Soldat, der obdachlos in London lebt, wird in ein baufälliges Haus gebracht, um sich um eine Frau und ihre alte, sterbende Mutter zu kümmern. Als er sich in die jüngere Frau verliebt, beginnt er zu ahnen, dass sie von einem Dämon versklavt wird. Um seine Liebe zu retten beschließt er, sich der bösen Kreatur zu stellen. Doch in diesem unheimlichen Haus ist nicht alles so, wie es scheint…
Originaltitel: Amulet
Regie: Romola Garai.
Drehbuch: Romola Garai.
Darsteller: Alec Secareanu, Carla Juri, Imelda Staunton, Anah Ruddin, Engeliki Paoulia.
Genre: Horror
Land: UK / United Arab Emirates
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Ascot Elite Entertainment
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
„Amulet“ von Romola Garai ist ein Horrorwerk, das sich weniger über klassische Schockmomente definiert als vielmehr über eine dichte, zunehmend surreal aufgeladene Atmosphäre. Der Film entfaltet seine Wirkung vor allem in seinen Bildern: verstörende, teils groteske und bewusst unklar gehaltene Sequenzen erzeugen ein Gefühl permanenter Irritation, das durchaus seinen Reiz besitzt.
Gerade visuell überzeugt „Amulet“ in vielen Momenten. Die Inszenierung arbeitet stark mit Symbolik, düsteren Kontrasten und einer langsam anschwellenden Bedrohung, die eher unterschwellig als explizit wirkt. Dadurch entsteht stellenweise ein unangenehmes, fast fiebriges Unbehagen, das gut zum Grundton des Films passt und ihn klar im Bereich des atmosphärischen Horrors verortet.
Allerdings wird genau dieser Ansatz auch zur größten Schwäche des Films. Die Handlung wirkt zunehmend verworren und lässt sich nur schwer in eine klare erzählerische Struktur einordnen. Vieles bleibt bewusst fragmentarisch oder kryptisch, was zwar zur surrealen Wirkung beitragen soll, gleichzeitig aber auch verhindert, dass sich echte Spannung oder emotionaler Zugriff entwickelt. Der Grusel bleibt dadurch oft abstrakt, statt sich wirklich zu entfalten.
In der Konsequenz funktioniert „Amulet“ am ehesten als düsterer Mystery-Thriller mit okkulten und fast höllisch anmutenden Tendenzen. In diesem Rahmen entfaltet der Film durchaus seine Stärken, insbesondere durch seine konsequent gehaltene Stimmung und die durchgehend überzeugenden schauspielerischen Leistungen, die der Geschichte trotz ihrer Unschärfen eine gewisse Erdung geben.
Gleichzeitig leidet der Film jedoch unter einem spürbaren Spannungsproblem. Trotz der starken Atmosphäre entsteht nur selten echte Intensität, da sich viele Szenen zu sehr in ihrer eigenen Langsamkeit verlieren. Einzelne Passagen wirken dadurch etwas überdehnt, wodurch sich mit der Zeit auch ein gewisser Abstand zum Geschehen einstellt.
Am Ende bleibt „Amulet“ ein ambivalentes Werk: atmosphärisch stark, visuell beeindruckend und in seinen besten Momenten verstörend, aber erzählerisch zu unklar und rhythmisch zu unausgewogen, um dauerhaft fesseln zu können. Ein Horrorfilm, der viel Unbehagen erzeugt, aber zu selten echte Spannung entwickelt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bei den überwiegend dunklen Szenen mag das Bild schon mal etwas körnig daher kommen. Doch insgesamt macht einen ausgezeichneten Eindruck. Schöne Details, eine ausgezeichnet klare Schärfe und ein stimmiger Kontrast. Der Schwarzwert zeigt sich nicht immer ganz satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der saubere Sound bietet sehr gute räumliche Akzente, hier und da gibt es einige wirklich schaurige Klänge. Atmosphärisch versucht man vergebens mit der Stimmung des Films mitzuhalten, doch wirkt alles sehr auf Sparflamme. Zudem wirken die Dialoge recht leise und etwas zu sehr im Hintergrund.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Unheimlich gut ist auch das zusätzliche Bonusmaterial nicht. Hier erwartet einen nur der Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 7613059328617
VÖ-Kauf: 23. Oktober 2020.