


Nach einem verlorenen Kampf und einer unheilvollen Diagnose stolpert Boxer Leo (Masataka Kubota) wie betäubt durch das nächtliche Tokio. Dort trifft er zufällig auf seine erste Liebe: Die drogensüchtige Prostituierte Monica (Sakurako Konishi), die trotz allem ihre Unschuld noch nicht verloren hat. Leo ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ein korrupter Polizist, ein Yakuza und eine Auftragskillerin der chinesischen Triade eine blutige und bleihaltige Nacht einläuten werden…
Originaltitel: Hatsukoi
Regie: Takashi Miike.
Drehbuch: Masa Nakamura.
Darsteller: Masataka Kubota, Sakurako Konishi, Jun Murakami, Nao Ohmori, Takahiro Miura, Shôta Sometani, Becky, Bengal, Masayuki Deai, Mami Fujioka, Chun-hao Tuan.
Genre: Komödie / Krimi / Romantik
Land: Japan / UK
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 108 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Japanisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
First Love ist genau die Art von Film, bei der man ständig zwischen Begeisterung und Frustration schwankt. Einerseits besitzt er alle Zutaten für einen zukünftigen Kultfilm: skurrile Figuren, überzeichnete Gewalt, schwarzen Humor und eine Handlung, die sich mit sichtbarer Freude immer weiter ins Chaos hineinsteigert. Andererseits steht sich der Film dabei immer wieder selbst im Weg. Von Beginn an macht die Inszenierung deutlich, dass hier keine realistische Kriminalgeschichte erzählt werden soll. Vielmehr gleicht das Ganze einer bizarren Mischung aus Gangsterfilm, schwarzer Komödie und blutigem Actionkino. Die Figuren geraten von einer Katastrophe in die nächste und hinterlassen dabei eine Spur aus Gewalt, Missverständnissen und absurder Situationskomik. Gerade in diesen Momenten zeigt sich die große Stärke des Films. Die sarkastischen Untertöne sitzen oft hervorragend, einige Szenen entwickeln einen wunderbar schrägen Humor und die Gewalt wird mit einer solchen Übertreibung präsentiert, dass sie beinahe schon comicartig wirkt.
Leider wird dieser positive Eindruck immer wieder durch das Erzähltempo ausgebremst. Zwischen den gelungenen Höhepunkten schleichen sich zahlreiche Passagen ein, die deutlich straffer hätten ausfallen dürfen. Statt die Energie konstant hochzuhalten, verliert sich die Handlung gelegentlich in unnötigen Umwegen und Längen, die den Schwung spürbar bremsen. Besonders schade ist das deshalb, weil man merkt, wie viel Potenzial in dem Film steckt. Die Orientierung an modernen Gangster- und Genrefilmen ist unverkennbar, doch während andere Werke ihre Dynamik konsequent aufrechterhalten, gönnt sich „First Love“ zu oft ermüdende Leerlaufphasen. Dennoch gelingt es dem Regisseur immer wieder, den Zuschauer zurückzugewinnen. Sobald die Handlung erneut Fahrt aufnimmt, entstehen Szenen voller schwarzem Humor, absurder Gewalt und herrlich überzeichneter Figuren, die den Film sofort wieder interessant machen. So bleibt am Ende ein Werk, das trotz seiner Schwächen erstaunlich sympathisch wirkt. Vielleicht keine Liebe auf den ersten Blick, aber durchaus einer jener Filme, die mit etwas Abstand wachsen und bei einer zweiten Begegnung sogar noch besser funktionieren könnten. Ein überkonstruiertes, blutiges und schwarzhumoriges Gangsterchaos mit deutlichen Längen, aber ebenso vielen originellen Einfällen. Nicht ganz der Kultfilm, der er hätte werden können – aber definitiv ein Film mit Charakter und einigen unvergesslichen Momenten. Was?
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Farblich gesehen ist die Veröffentlichung ein großer Wurf. Die knalligen Farben lassen das Blut im Film richtig Cool erscheinen. Die Schärfe punktet mit einer durchgehend gestochen klaren Darbietung, der Kontrast ist ebenfalls hervorragend. Nur der Schwarzwert leistet sich hin und wieder einige leichte Schwächen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Bei den Actionszenen fetzt der Sound mehr als ausreichend dynamisch, bei den ruhigeren Szenen ist es oftmals dann etwas zu ruhig. Die durchgehend klar verständlichen Dialoge passen sich dabei sowohl den Actionszenen als auch den ruhigeren Szenen immer bestens an. Eine saubere Abmischung!
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer. Punkt!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 05. Mai 2020.