


Der ehemalige MI6-Agent Martin Baxter gerät aufgrund einer Bitte eines Journalisten zwischen die Fronten des britischen und des russischen Geheimdienstes. Als seine Tochter vom KGB entführt wird, bleiben ihm nur 24 Stunden, um dem russischen Geheimdienst wertvolle geheime Akten auszuliefern. Doch die muss er erst einmal finden und an sich bringen. Es beginnt eine kompromisslose Hetzjagd in der Schattenwelt der Geheimdienste, in der nichts so ist wie es scheint.
Originaltitel: Legacy of Lies
Regie: Adrian Bol.
Drehbuch: Adrian Bol.
Darsteller: Scott Adkins (Accident Man), Honor Kneafsey (A Christmas Prince), Yuliia Sobol (A Classic Horror Story), Andrea Vasiliou, Anna Butkevich, Martin McDougall, Tetiana Nosenko, Matt Mitler, Tom Ashley, Marco Robinson, Leon Sua.
Genre: Action / Thriller
Land: UK / USA / Niederlande / Polen / Ukraine
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Bei vielen Filmen mit Scott Adkins weiß man bereits im Vorfeld ziemlich genau, was einen erwartet: harte Fights, kernige Sprüche und möglichst wenig Zeit zwischen den nächsten Actionsequenzen. Umso überraschender ist es, dass ausgerechnet Legacy of Lies seine größten Stärken nicht in der Action, sondern in den ruhigeren Momenten findet. Adkins, der oftmals auf seine körperlichen Fähigkeiten reduziert wird, zeigt hier deutlich mehr Emotionen als in vielen seiner früheren Produktionen. Gerade die persönlichen Szenen gelingen ihm erstaunlich solide und verleihen seiner Figur eine gewisse Menschlichkeit, die man in diesem Genre nicht immer geboten bekommt.
Regisseur Adrian Bol versucht dabei, einen klassischen Spionage- und Verschwörungsthriller mit einem familiären Drama zu verbinden. Die Zutaten dafür sind grundsätzlich vorhanden: Geheimdienste, Verrat, alte Schuld und eine Vergangenheit, die ihren Hauptcharakter nicht loslassen will. Leider bleibt die Handlung insgesamt recht vorhersehbar und bewegt sich häufig auf bekannten Pfaden. Die Geschichte bietet kaum Überraschungen und wirkt über weite Strecken wie ein typischer Genrevertreter, der sich selten traut, eigene Akzente zu setzen.
Auch die Action sorgt nur bedingt für Begeisterung. Zwar setzt der Film auf eine angenehm altmodische Inszenierung mit vergleichsweise bodenständigen Kämpfen und verzichtet oftmals auf übertriebene Musikuntermalung, doch automatisch spannender werden die Szenen dadurch nicht. Vieles wirkt solide, aber nie wirklich spektakulär. Gerade von einem Scott-Adkins-Film erwartet man oft etwas mehr Wucht und Kreativität. Hinzu kommt eine Besetzung, die ihren Zweck erfüllt, aber nur selten bleibenden Eindruck hinterlässt.
Dennoch sollte man die Produktion nicht schlechter machen, als sie tatsächlich ist. Für eine vergleichsweise kleine Produktion besitzt Legacy of Lies durchaus einige Qualitäten. Die internationale Atmosphäre, die wechselnden Schauplätze und die ernstere Herangehensweise heben den Film zumindest etwas von anderen Direct-to-Video-Actionfilmen ab. Man merkt außerdem, dass versucht wurde, mehr Wert auf Figuren und Emotionen zu legen, anstatt ausschließlich auf Faustkämpfe und Schießereien zu setzen.
Am Ende bleibt ein Film zurück, der weder besonders schlecht noch außergewöhnlich gut ist. Er bietet ordentliche Unterhaltung für Fans von Scott Adkins und beweist gleichzeitig, dass der Actionstar durchaus mehr kann, als nur Gegner durch die Gegend zu werfen. Wirklich nachhaltig bleibt Legacy of Lies allerdings nicht in Erinnerung. Dafür fehlen die großen Szenen, die überraschenden Wendungen oder die besondere Handschrift. Solide Unterhaltung für einen Abend, aber kein Film, über den man noch lange sprechen wird.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Schwarzwert zeigt sich von seiner besten und sattesten Seite, der Kontrast hingegen ist da schon etwas zu dunkel geraten. Farblich ist alles top auch die Schärfe präsentiert sich ausgezeichnet klar. Sehr gute Details inklusive!
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Irgendwie wirkt der Sound ein wenig zu leise, vor allem bemerkbar das bei den Dialogen. Auch wenn der Ton hervorragend sauber ist, mehr Dynamik die den Film etwas dreckiger erklingen lassen, hätten dennoch ganz gut getan. Es ist schon interessant Actionszenen ohne Score (alleine tolle die Szene am Bahnhof) zu erleben, doch leichte Nebengeräusche hätten für Atmosphäre gesorgt und das fehlt hier leider völlig. Klanglich ist das alles sehr fad.
![]()
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das Making-of mit einer Laufzeit von 24 Minuten präsentiert sich standardmäßig gut.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Gewann überraschend insgesamt 7 Awards, unteranderem viermal als bester Film (Britisch und Action) und für die Regie.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. November 2020.