


Eine mutierte Variante des Tollwut-Virus grassiert in Venezuela und entwickelt sich rasend schnell zu einer tödlichen Epidemie in dem von Unruhen zerrütteten Land. Infection erzählt die Geschichte des jungen Arztes Adam, der inmitten dieses Chaos von seinem Sohn getrennt wird. Auf der Suche nach seinem Kind muss sich der Vater seinen Weg durch zerstörte Städte, trostlose Landschaften und über leichengepflasterte Straßen bahnen. Plünderer und blutrünstige Infizierte werden zur stetigen Bedrohung. Während das Militär längst die Kontrolle verloren hat, besteht die einzige Hoffnung für das Überleben aller in einem Impfstoff, um die Seuche einzudämmen. Gemeinsam mit einem Schweizer Wissenschaftler, dem er auf seiner Odyssee begegnet, versucht Adam, dem Geheimnis des Virus auf die Spur zu kommen und damit auch das Leben seines Sohnes zu retten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Originaltitel: Infección
Regie: Flavio Pedota.
Drehbuch: Flavio Pedota, Yeimar Cabral.
Darsteller: Rubén Guevara, Leonidas Urbina, Magdiel González, Genna Chanelle Hayes, Isabel Bertelsen, Yon Henao Calderón, Luca de Lima, Anibal Grunn.
Genre: Thriller / Horror
Land: Venezuela / Mexiko
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 96 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Die Idee hinter Infección weckt zunächst durchaus Interesse. Gerade die Art der Infektion und vor allem die Beobachtung ihrer Entstehung verleihen dem Film zu Beginn einen reizvollen Ansatz, der sich angenehm von vielen anderen Genrevertretern abhebt. Es ist immer spannend zu sehen, wie eine Katastrophe ihren Anfang nimmt, und genau darin liegt eine der größten Stärken des Films.
Besonders die erste halbe Stunde entwickelt dabei ein bemerkenswertes Tempo. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich, die Spannung bleibt konstant hoch und die Atmosphäre vermittelt glaubhaft das Gefühl einer plötzlich außer Kontrolle geratenen Situation. In diesen Momenten zeigt der Film eindrucksvoll, welches Potenzial in seiner Geschichte steckt.
Mit zunehmender Laufzeit verändert sich jedoch der Fokus. Aus dem anfänglichen Ausbruchsszenario wird immer mehr eine One-Man-Show, die von wechselnden Nebenfiguren begleitet wird. Das funktioniert zwar grundsätzlich, nimmt der Geschichte aber auch einen Teil ihrer anfänglichen Dynamik. Dadurch erinnert der Film stellenweise an Werke wie The Dead oder The Dead 2: India, ohne dabei jedoch deren stärkste Momente vollständig zu erreichen.
Visuell präsentiert sich Infección durchaus ansprechend. Viele Aufnahmen sind stimmungsvoll eingefangen und verleihen dem Film eine angenehme Authentizität. Die Darsteller erledigen ihre Aufgaben solide, bleiben jedoch überwiegend im durchschnittlichen Bereich. Hinzu kommt, dass sich manche Entwicklungen recht früh erahnen lassen, wodurch die Spannung immer wieder etwas an Kraft verliert.
Das eigentliche Problem liegt letztlich darin, dass der Film sein vorhandenes Potenzial nie vollständig ausschöpft. Die Grundlagen für einen besonders packenden Zombie- beziehungsweise Infektionsfilm sind vorhanden, doch die Geschichte begnügt sich häufig mit bekannten Pfaden, statt ihre interessanten Ansätze konsequent weiterzuentwickeln.
So bleibt Infección ein durchaus sehenswerter Genrebeitrag mit einer starken ersten Hälfte, einigen gelungenen Bildern und einer interessanten Grundidee. Ein guter Film, ohne Frage – aber eben auch einer, bei dem man immer wieder das Gefühl hat, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben einem satten Schwarzwert kann auch der nicht zu dunkle Kontrast überzeugen. Die Schärfe präsentiert sich gestochen klar und die Details sind sehr fein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton sauber und hervorragend dynamisch. Die Dialoge sind immer klar verständlich.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliches Bonusmaterial sucht man leider vergebens.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Kurze Informationen zu der Synchronarbeit. Zwar ist erkennbar das man sich sehr viel Mühe gegeben hat, doch nicht immer wirken die Stimmen Lippensynchron. Zudem fehlen den deutschen Stimmen die Betonungen um die Charaktere besser in der Dramaturgie hervorzuheben, alles erklingt recht flach. Dennoch kann man von einer sauberen Arbeit sprechen. Selbstverständlich haben wir berücksichtig, das es immer eine Frage der Kosten ist. Doch auch mit unbekannten Sprechern wäre mehr Betonung möglich gewesen.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260080328784
VÖ-Kauf: 01. April 2021
www.buschmediagroup.de