


Die junge amerikanische Studentin Jane Chase (Elisabeth Shue) nimmt eine Assistenten-Stelle bei dem britischen Zoologen Dr. Steven Phillips (Terence Stamp) an. Er führt in einer abgelegenen Villa am Meer Intelligenzexperimente an Schimpansen durch. Als Jane ihre Stelle antritt, öffnet ihr der hochintelligente Orang-Utan namens Link in einem Butler-Kostüm die Tür. Als er aber eingeschläfert werden soll, wird der Primat immer aggressiver und Dr. Phillips ist plötzlich verschwunden. Gelingt es Jane, die Tiere zu zähmen?
Originaltitel: Link
Regie: Richard Franklin (Psycho 2).
Drehbuch: Evett De Roche.
Darsteller: Elisabeth Shue (Hollow Man), Terence Stamp (Last Night in Soho), Steven Finch, Richard Garnett, David O’Hara, Kevin Lloyd, Joe Belcher.
Genre: Horror
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 1.66:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Mono PCM, Mono PCM
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Horrorexpertin Anna Bogutskaya über den Film, Geschnittene Szenen, Audio-Interview mit dem Regisseur Richard Franklin, Jerry Goldsmith Demo des Link- Themas, Originaltrailer, Teaser.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die 1980er Jahre waren ein wahres Paradies für Tierhorrorfilme. Während heute oftmals computergenerierte Kreaturen durch die Gegend rennen, setzte man damals auf echte Tiere, praktische Effekte und vor allem auf Atmosphäre. Genau in diese Kategorie fällt auch Link von Regisseur Richard Franklin. Neben Klassikern wie Cujo gehört der Film zu jenen Genrevertretern, die weniger auf Schockeffekte als auf ein stetig wachsendes Gefühl der Unruhe setzen. Und genau deshalb funktioniert er auch heute noch überraschend gut.
Zugegeben, die erste Stunde verlangt etwas Geduld. Viele Szenen wirken aus heutiger Sicht deutlich gemächlicher erzählt, als man es von modernen Thrillern gewohnt ist. Auch der Score sorgt gelegentlich für unfreiwilliges Schmunzeln. Manche musikalischen Einlagen erinnern eher an eine skurrile Clownnummer als an einen bedrohlichen Horrorfilm. Gerade jüngere Zuschauer könnten deshalb zunächst den Eindruck gewinnen, einen etwas eingestaubten Genrebeitrag vor sich zu haben. Doch wer durchhält, wird belohnt.
Denn je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker entfaltet sich die eigentliche Qualität des Films. Was zunächst wie ein ungewöhnliches Haustierdrama erscheint, entwickelt sich nach und nach zu einem ausgesprochen unangenehmen Thriller. Die Idee eines intelligenten Affen, der sich immer weniger kontrollieren lässt, wirkt gerade deshalb so beängstigend, weil sie nicht völlig unrealistisch erscheint. Link wird dabei nicht als Monster inszeniert, sondern als Wesen mit eigenem Willen, eigenen Absichten und einer zunehmenden Bedrohlichkeit. Gerade diese Zurückhaltung macht viele Szenen so wirkungsvoll.
Auch die Besetzung trägt ihren Teil dazu bei. Elisabeth Shue überzeugt in einer ihrer frühen Rollen und sorgt dafür, dass man sich emotional an die Geschichte bindet. Unterstützt wird sie von Terence Stamp, dessen Präsenz dem Film zusätzlich Gewicht verleiht. Doch der eigentliche Star bleibt natürlich Link selbst. Die Arbeit mit den dressierten Tieren ist beeindruckend und erinnert daran, wie viel Wirkung echtes Handwerk entfalten kann.
Was Link, der Butler letztlich von vielen anderen Tierhorrorfilmen unterscheidet, ist seine Atmosphäre. Richard Franklin, der zuvor unter anderem mit Hitchcock-Schülern zusammenarbeitete und oft als Bewunderer von Alfred Hitchcock bezeichnet wurde, inszeniert viele Szenen mit einer spürbaren Spannung und einem feinen Gespür für Suspense. Statt ständig auf Action zu setzen, lässt er die Bedrohung langsam wachsen. Dadurch entsteht eine beunruhigende Stimmung, die sich immer stärker verdichtet.
Sobald Link schließlich richtig loslegt, zeigt der Film eindrucksvoll, warum er unter Genrefans bis heute einen gewissen Kultstatus besitzt. Dann verschwinden die kleineren Schwächen der ersten Hälfte beinahe vollständig und zurück bleibt ein schaurig fieser Thriller, der nichts von seiner unangenehmen und beängstigenden Wirkung verloren hat. Handgemacht, atmosphärisch und herrlich altmodisch – genau so, wie guter Tierhorror sein sollte.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Qualitativ präsentierte sich der Film bisher nie sonderlich gut, was auch durch die Machart des Films kam. STUDIOCANAL hat definitiv mit dieser Veröffentlichung das Beste heraus geholt. Zwar ist es trotz 4K immer noch nicht erstklassig aber endlich sind genügend Details erkennbar und auch die Schärfe zeigt ordentlich klar. Im Vergleich zu Früher mit Heute liegen beim Bild Welten dazwischen. Im Großen und Ganzen ist man mehr als glücklich. Nur der Schwarzwert enttäuscht dennoch.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der saubere Ton punktet mit einer hervorragenden Dynamik. Die Dialoge sind klar verständlich, doch in der deutschen Fassungen erklingen sie auch recht matt. Beim Raumklang sollte man lieber nichts erwarten.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Neben den Audiokommentar gibt es auch einige sehr gute geschnittene Szenen. Warum einige davon es nicht in Film geschafft haben? Außerdem gibt es auch Interview mit einer Horrorexpertin die Ihre Gedanken über den Film offen legt.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Früher war der Film in einer stark geschnittenen FSK 18 Fassung. Eine jetzige Alterseinstufung von ab 16 Jahren des ungeschnittenen Films ist mehr als gerechtfertigt.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680097169
VÖ-Kauf: 02. Dezember 2021
www.studiocanal.de