


Die Toten steigen plötzlich aus ihren Gräbern und stürzen die Welt ins Chaos. Inmitten dieser Apokalypse verschanzt sich eine Gruppe Überlebender in einem abgelegenen Haus. Doch Misstrauen, Angst und die stetig wachsende Bedrohung von außen lassen die Situation eskalieren. Gegen die Horden der Untoten bleibt nur eine Frage: Wer überlebt die Nacht?
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Wer einen der bedeutendsten Horrorfilme aller Zeiten neu verfilmt, tritt unweigerlich gegen eine Legende an. George A. Romeros Night of the Living Dead gehört zu den Fundamenten des Zombigenres, und auch das Remake von 1990 genießt bis heute einen ausgezeichneten Ruf. Zählt man Night of the Living Dead 3D aus dem Jahr 2006 mit Sid Haig hinzu, handelt es sich hier bereits um den dritten Anlauf, den Klassiker neu zu beleben. Leider bleibt ausgerechnet diese Version weit hinter ihren berühmten Vorgängern zurück.
Bereits die ersten Minuten machen deutlich, wohin die Reise führt. Eine erschreckend schwache Kameraarbeit nimmt dem Film sofort jede Atmosphäre und sorgt dafür, dass statt Nervenkitzel früh Ernüchterung einsetzt. Gerade bei einem Stoff, der einst mit einfachsten Mitteln Angst erzeugte, wirkt das besonders enttäuschend. Die Entscheidung, die Rolle der Ellie – angelehnt an den Klassiker – weiblich auszurichten und unter anderem Vivica A. Fox zu besetzen, hätte durchaus interessante Möglichkeiten eröffnet. Nur fehlt es der Inszenierung an jeder Konsequenz, diese Idee auch erzählerisch auszuschöpfen.
Hinzu kommen hölzerne Dialoge, schwache CGI-Effekte und eine Spannungskurve, die sich beharrlich weigert, Fahrt aufzunehmen. Viel zu oft stehen endlose Gespräche dem Erzähltempo im Weg. Besonders die Szene, in der zwei Frauen scheinbar eine Ewigkeit vor dem Fernseher sitzen, wirkt wie eine Geduldsprobe und bringt den Film nahezu vollständig zum Stillstand. Mit jeder weiteren Minute verfestigt sich der Eindruck einer Produktion, der Herzblut und kreative Ideen fehlen. Das Werk wirkt weitgehend unnötig und erstaunlich lieblos umgesetzt. Statt den Mythos des Originals weiterzutragen, reiht sich eine fragwürdige Entscheidung an die nächste. Irgendwann stellt sich unweigerlich die Frage, was hier eigentlich einfältiger geraten ist – die lebenden Toten, die Lebenden oder das Drehbuch. Alles zum Abwinken billig. Das Original bleibt unantastbar, das Remake von 1990 bleibt die gelungene Neuinterpretation. Diese Version liefert dagegen kaum einen Grund, überhaupt zu existieren. Hier kommen sie dich nicht holen, Barbara. Versprochen!
Die Bildgestaltung schlägt einen überraschend grellen Weg ein und entfernt sich damit deutlich von der düsteren Atmosphäre, die man mit Night of the Living Dead verbindet. Der Kontrast wirkt überzogen hell, während die kräftigen Farben stellenweise fast schon künstlich erscheinen. Die Schärfe bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau, zeigt jedoch immer wieder kleinere Schwächen, wodurch einzelne Szenen etwas weich oder verwaschen wirken. Positiv fällt der solide Schwarzwert auf, der zumindest in den dunkleren Momenten für etwas mehr Tiefe sorgt. Insgesamt bleibt die Bildqualität jedoch hinter ihrem Potenzial zurück.
Akustisch hinterlässt die Tonspur einen zwiespältigen Eindruck. Technisch gibt es kaum etwas auszusetzen: Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich, die Dynamik stimmt und die Abmischung wirkt sauber. Dennoch will der Funke nie richtig überspringen. Dem Klang fehlt es spürbar an Atmosphäre und Intensität, wodurch selbst bedrohliche Szenen erstaunlich kraftlos wirken. Wie die Figuren auf der Leinwand bleibt auch der Sound insgesamt etwas blutleer.
Beim Bonusmaterial erhebt sich lediglich der Trailer aus dem Grab. Weitere Extras sucht man dagegen vergeblich.