


Willkommen bei den Potters – ihr idyllisches neues Zuhause verwandelt sich schnell in einen wahren Albtraum! Die unschuldige Wendy stößt im düsteren Keller auf den garstigen Troll Torok, der sich nicht damit zufrieden gibt, nur ihren Körper zu übernehmen, nein, er verwandelt nach und nach sämtliche Nachbarn in furchterregende Wesen! Doch niemand kann sich der furchtlosen Entschlossenheit von Wendys Bruder Harry Potter Jr. und der schrulligen Hexe Miss St. Clair entziehen, die sich den Trollen stellen!
Originaltitel: Troll
Regie: John Carl Buechler.
Drehbuch: John Carl Buechler, Ed Naha.
Darsteller: Noah Hathaway (Die unendliche Geschichte), Jenny Beck (V), Michael Moriarty (Santa Baby), Shelly Hack (Der Stadtneurotiker), Sonny Bono (Golden Girls), Phil Fondacaro (Sabrina – total verhext), Julia Louis-Dreyfus (Seinfeld), Anne Lockhart, Brad Hall, Gary Sandy.
Genre: Horror / Abenteuer / Fantasy / Komödie
Land: USA / Italien
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 83 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Black Hill Pictures / Spirit Media / PLAION PICTURES.
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
„Troll“ von John Carl Buechler ist Trash der märchenhaften Sorte – ein kleiner, schriller Fantasy-Ausflug, der seine bescheidenen Mittel nie ganz verbergen kann, daraus aber einen beträchtlichen Teil seines Charmes gewinnt. Was auf den ersten Blick wie ein unbeholfener Versuch wirkt, eine klassische Märchengestalt in eine moderne Horror- und Fantasywelt zu verpflanzen, entwickelt sich zu einem eigenwilligen Kuriosum, das vor allem durch seine sympathisch-naive Grundidee, die handgemachten Effekte und eine Ansammlung herrlich schräger Charaktere unterhält. Der Film besitzt nicht die Eleganz oder technische Sicherheit einer großen Fantasyproduktion, doch er hat etwas, das vielen glattpolierten Genrevertretern fehlt: eine spürbare Freude daran, seine kleine Welt mit möglichst viel Fantasie und möglichst wenig Zurückhaltung auszustatten. Die Geschichte selbst ist denkbar einfach gestrickt, doch genau aus dieser Schlichtheit bezieht „Troll“ seinen besonderen Reiz. Der Film möchte kein ausgefeiltes Fantasy-Epos sein und erhebt auch nicht den Anspruch, seine märchenhaften Einfälle mit großer Ernsthaftigkeit zu verkaufen. Stattdessen wirft er Zauberei, skurrile Gestalten, düstere Elemente und groteske Ideen in einen Topf und rührt so lange darin herum, bis daraus ein höchst eigenwilliges Stück Genrekino entsteht. Die Handlung mag dabei kaum über das Niveau einer erweiterten Gute-Nacht-Geschichte hinauskommen, doch die Inszenierung versucht immerhin, aus den begrenzten Möglichkeiten etwas Eigenständiges zu machen. Hinter den Kulissen dieser kleinen Produktion ist eine Liebe zum Detail spürbar, die den Film immer wieder vor dem völligen Absturz in die Beliebigkeit bewahrt. Seine größte Stärke liegt eindeutig in den handgemachten Effekten. Natürlich wirken diese aus heutiger Sicht vielfach schlicht, gelegentlich unbeholfen und technisch längst überholt. Doch genau darin liegt auch ihr Charme. Die Kreaturen, Masken, Verwandlungen und fantastischen Einfälle besitzen eine greifbare, beinahe liebevoll gebastelte Qualität. Man sieht nicht nur ein Ergebnis aus dem Computer, sondern erkennt den Aufwand, der in den jeweiligen Effekten steckt. Diese sichtbare Handarbeit verleiht dem Film eine eigene Textur und macht seine märchenhafte Welt weitaus interessanter, als es die einfache Inszenierung zunächst vermuten lässt. Die Effekte sind nicht perfekt, aber sie sind kreativ, eigenwillig und voller Enthusiasmus. Sie wollen nicht realistisch wirken, sondern eine schräge Fantasie zum Leben erwecken – und genau das gelingt ihnen erstaunlich oft. Hinzu kommen die Figuren, die sich mitunter so weit von jeder gewöhnlichen Vorstellung von Normalität entfernen, dass sie schon wieder faszinierend werden. „Troll“ versammelt eine Reihe schriller Charaktere, die weniger durch psychologische Tiefe als durch ihre skurrile Erscheinung, ihre überzeichneten Eigenheiten und ihre teils groteske Präsenz auffallen. Sie passen hervorragend in diese eigenartige Mischung aus Märchen, Horror und Fantasy, in der ohnehin niemand den Eindruck erweckt, aus einer gewöhnlichen Welt zu stammen. Die Figuren sind nicht unbedingt glaubwürdig, aber Glaubwürdigkeit scheint hier auch nicht das oberste Ziel gewesen zu sein. Viel wichtiger ist, dass sie Farbe in das Geschehen bringen und den Film mit einer gewissen anarchischen Lebendigkeit ausstatten. Ein nicht zu unterschätzender Unterhaltungsfaktor sind die Dialoge. Was vermutlich als ernsthafte, dramatische oder zumindest märchenhaft bedeutungsvolle Kommunikation gedacht war, klingt häufig derart hölzern, unbeholfen und weltfremd, dass sich daraus ein ausgesprochen unterhaltsamer unfreiwilliger Humor entwickelt. Die Figuren sprechen, als hätten sie ihre Sätze aus einem besonders schlecht übersetzten Fantasy-Roman entnommen, und gerade diese sprachliche Steifheit sorgt immer wieder für amüsante Momente. „Troll“ besitzt dadurch eine Komik, die nicht unbedingt geplant gewesen sein dürfte, sich aber wunderbar in das schräge Gesamtbild einfügt. Die schlechten Dialoge werden nicht zum Ärgernis, sondern zu einem zusätzlichen Bestandteil des Vergnügens. Der Film nimmt seine märchenhafte Welt offenbar ernst genug, um sie mit großen Worten auszustatten, aber nicht gut genug, um diese Worte auch überzeugend klingen zu lassen. Handwerklich bleibt das Werk allerdings deutlich hinter seinen eigenen Einfällen zurück. Die Kameraarbeit ist schwach und lässt häufig jene Sicherheit vermissen, die notwendig wäre, um die fantasievollen Elemente wirklich wirkungsvoll in Szene zu setzen. Manche Einstellungen wirken unbeholfen, die Bildgestaltung bleibt schlicht, und der Film findet nur selten eine visuelle Eleganz, die über das bloße Abfilmen seiner Ideen hinausgeht. Gerade bei einer Geschichte, die so stark von Atmosphäre, Kreaturen und märchenhaften Schauwerten lebt, fällt diese Schwäche auf. Die Kamera schafft es nicht immer, aus den vorhandenen Motiven den größtmöglichen Reiz herauszuholen. Vieles hätte mit einer etwas geschickteren Inszenierung, einem besseren Gespür für Bildkomposition und einer stimmungsvolleren visuellen Umsetzung deutlich stärker wirken können.
Auch die teils bekannte Besetzung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Darsteller bringen zwar Namen und Erfahrung mit, wirken in dieser eigentümlichen Fantasywelt aber häufig unterfordert. Es entsteht der Eindruck, als hätten einige Beteiligte nicht recht gewusst, wie ernst sie das Geschehen nehmen sollten oder wie viel Energie sie in dieses märchenhafte Kuriosum investieren durften. Zwischen den schrillen Figuren, den merkwürdigen Dialogen und der eigenwilligen Handlung bleibt wenig Raum für darstellerische Feinheiten. Die Besetzung kann dem Material daher nur begrenzt zusätzliche Tiefe verleihen. Was bei einer anspruchsvolleren Inszenierung vielleicht als bewusstes Spiel mit Überzeichnung hätte funktionieren können, wirkt hier häufig eher zufällig und unausgegoren. Trotz seiner deutlichen Schwächen besitzt „Troll“ eine unverwechselbare Persönlichkeit. Der Film ist weder besonders elegant noch sonderlich raffiniert, aber er bemüht sich sichtbar, mehr zu sein als eine vollkommen lustlose Ansammlung billiger Fantasy-Einfälle. Die Details, die handgemachten Effekte, die schrillen Gestalten und der unfreiwillige Humor ergeben eine Mischung, die auf ihre unbeholfene Art durchaus liebenswert ist. Man muss sich allerdings auf die besondere Tonlage einlassen können. Wer hier eine ernsthafte, atmosphärisch ausgefeilte Fantasygeschichte erwartet, dürfte schnell ernüchtert sein. Wer hingegen Freude an skurrilem Genre-Trash hat, findet genügend Eigenheiten, über die man staunen, schmunzeln oder auch herzlich lachen kann. „Troll“ wäre ohne den Stempel „Trash“ vermutlich kein sympathisches Highlight. Dafür sind die Kameraarbeit zu schwach, die Dialoge zu unbeholfen, die Figuren zu wenig ausgearbeitet und die Inszenierung zu einfach. Erst die bewusste Einordnung als märchenhafter Trash verwandelt viele dieser Mängel in unterhaltsame Bestandteile des Gesamterlebnisses. Der Film ist kein verborgenes Meisterwerk und auch kein großer Fantasyklassiker, doch er besitzt eine eigensinnige Seele. Seine handgemachten Effekte, seine kreative Grundidee und seine schrillen Charaktere retten ihn immer wieder vor der völligen Bedeutungslosigkeit. „Troll“ ist daher vor allem eines: ein sympathisch misslungenes, märchenhaftes Kuriosum, das gerade wegen seiner Schwächen mehr Spaß machen kann, als es sich vermutlich jemals erträumt hat.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Trotz einiger kleiner Unschärfen macht die Bildqualität insgesamt doch einen guten Eindruck. Körnungen lassen es charmant wirken. Allerdings hätte der Schwarzwert ruhig satter sein können.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Altersbedingt erklingt der Ton matt und fad, ist aber auch sauber und immerhin ausreichend dynamisch.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Nur der Trailer zum Film, da trollt sich nun wirklich keiner.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Gerüchte das Autorin J.K. Rowling Ihre „Harry Potter“ Stories aus anderen Büchern und Filmen zusammen geklaut haben soll, gab es schon immer. Dann wird sie sich für den Namen des Titelhelden wohl bei „TROLL“ bedient haben. Und ratet mal was der Junge Harry Potter in der Trollwelt so macht, um das böse zu bekämpfen?
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4020628575625
VÖ-Kauf: 26.09.2024
www.blackhillpictures.de