


Die Welt wird von einer Pandemie heimgesucht, die das öffentliche Leben komplett zum Erliegen gebracht hat. Metropolen vieler Länder werden von schwer bewaffneten Einsatzkräften bewacht. Der amerikanische Soldat JJ (Ethan Hawke) wird aufgrund eines geplanten Terroranschlags auf den Vatikan in Rom stationiert. Jedoch hat dieser abgesehen von seiner Mission noch etwas anderes im Kopf: Das Verschwinden seines Bruders Justin (Ethan Hawke). Bei seinen Streifzügen durch Rom stößt JJ auf eine Verbindung des geplanten Anschlags mit einer Gruppe russischer Diplomaten. Er kommt einer Verschwörung auf die Spur, die weit über das Schicksal seines Bruders hinausgeht. Um die Welt vor einer entsetzlichen Bedrohung zu bewahren, rückt JJ der Wahrheit näher, als den Hinterleuten lieb ist…
Originaltitel: Zeros and Ones
Regie: Abel Ferrara.
Drehbuch: Abel Ferrara.
Darsteller: Ethan Hawke (Before Sunrise), Cristina Chiriac, Phil Neilson, Valerio Mastandrea, Valeria Correale, Dounia Sichov, Babak Karimi, Korlan Madi.
Genre: Action / Thriller / Drama / Abenteuer / Kriegsfilm
Land: Deutschland / USA / UK / Italien
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 86 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, spanisch, japanisch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Ethan Hawke gehört zu den Schauspielern, bei denen man normalerweise mit einer gewissen Erwartung an einen Film herangeht. Seine bisherige Filmografie hat immer wieder bewiesen, dass er auch aus schwierigerem Material etwas machen kann und viele seiner Filme deutlich über dem Durchschnitt liegen. „Zeros and Ones“ ist nun ausgerechnet der Punkt, an dem diese Erwartung erstmals enttäuscht wird. Der Film fällt nicht nur hinter die bisherigen Arbeiten mit Hawke zurück, sondern landet für mich klar unter dem Durchschnitt. Schon die Inszenierung macht es schwer, überhaupt einen Zugang zu dem Geschehen zu finden. „Zeros and Ones“ ist extrem dunkel gefilmt, was grundsätzlich als Stilmittel funktionieren kann, hier aber eher den Eindruck erweckt, als würde der Film seine eigene Bildsprache nicht wirklich unter Kontrolle bekommen. Vieles verschwindet in Schwärze, während die wenigen sichtbaren Bilder kaum etwas von jener Atmosphäre entwickeln, die eine solche düstere Inszenierung eigentlich erzeugen müsste. Hinzu kommt eine Machart, die auffallend billig aussieht. Nicht auf die charmante Art eines bewusst reduzierten Independent-Films, sondern so, als hätte man aus den vorhandenen Möglichkeiten schlicht nicht mehr herausholen können. Die Bilder wirken dadurch weder geheimnisvoll noch bedrückend, sondern häufig einfach leer. Noch problematischer ist die Geschichte selbst. Was sich daraus entwickeln könnte, bleibt erstaunlich belanglos und findet zu keinem Zeitpunkt einen wirklich packenden Rhythmus. Spannung will nicht aufkommen, überraschende Momente bleiben aus und auch visuell gibt es kaum etwas, das sich nachhaltig im Gedächtnis festsetzt. Ein Film dieser Art müsste wenigstens über seine Atmosphäre, seine Rätselhaftigkeit oder seine Bildsprache funktionieren. „Zeros and Ones“ gelingt keine dieser Möglichkeiten überzeugend. Die Handlung bewegt sich vorwärts, ohne wirklich irgendwohin zu führen, und hinterlässt zunehmend den Eindruck, dass man als Zuschauer auf etwas wartet, das nie kommt. Ethan Hawke kann daran nur wenig ändern. Sein Spiel wirkt nicht wie die bewusste Darstellung einer gebrochenen oder hoffnungslosen Figur, sondern eher wie ein permanentes Dahindümpeln durch einen Film, der selbst nicht recht weiß, wohin er möchte. Hawke vermittelt eine Leere, als gäbe es für seine Figur keine Hoffnung mehr und nicht einmal den Glauben daran, dass Hoffnung überhaupt noch existiert. Das hätte durchaus eine starke Wirkung entfalten können, wenn der Film diese Stimmung mit einer entsprechenden Geschichte und Atmosphäre auffangen würde. Stattdessen verschmilzt die Müdigkeit der Figur mit der Müdigkeit der Inszenierung. „Zeros and Ones“ ist damit ein ungewöhnlicher Tiefpunkt in Ethan Hawkes ansonsten bemerkenswerter Filmografie. Die extrem dunkle Bildgestaltung, die billig wirkende Inszenierung, die belanglose Geschichte und das völlige Ausbleiben von Spannung ergeben ein Gesamtbild, das nur schwer zu verteidigen ist. Die auf IMDb ausgewiesene Wertung von 3,4 von 10 Punkten passt zumindest zu dem Eindruck, den der Film hinterlässt: Hier fehlt nicht nur der große Moment, sondern überhaupt ein überzeugender Grund, warum man diesen Film gesehen haben sollte. Ein Ethan-Hawke-Film, den man nicht wirklich braucht.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Film ist dunkel, Bild ist dunkel. Da überzeugt immerhin der Schwarzwert ordentlich satt. Doch das Bild ist auch extrem körnig, die Schärfe ist schwer einzuschätzen. Denn der ganze Stil des Films ist amateurhaft.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound hingegen erklingt sauber und ausreichend dynamisch, die Dialoge sind überwiegend klar verständlich. Doch Besonderheiten wie besondere Dynamiken, eventuell bei den nicht erkennbaren Actionszenen gibt es keine.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Zum Bonusmaterial bitte nicht nachfragen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Die Doppelrolle von Hawke hier überzeugt leider nicht. Nicht durch seine Darstellung, sondern scheitert durch das schlecht geschriebenen Drehbuch.
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 05. Mai 2022.
www.eurovideo.de