


Mit ihrer Webshow „The Cleansing Hour“ haben sich die beiden Freunde Max und Drew im Netz einen Namen gemacht. Jede Woche unterhalten sie ihre Follower mit einem Exorzismus, den sie live übertragen. Der Haken daran – alle Austreibungen sind nur aufwendig inszenierte Fakes. Bis eines Nachts Drews Verlobte auf dem Stuhl Platz nimmt und ein echter Dämon von ihr Besitz ergreift. Die Uhr tickt und vor einem Millionenpublikum wird für die Crew der harmlose Internet-Schwindel zu einer echten Horror-Show.
Originaltitel: The Cleansing Hour
Regie: Damien LeVeck, Aaron Horwitz.
Drehbuch: John Waters.
Darsteller: Ryan Guzman, Kyle Gallner, Alix Angelis, Chris Lew Kum Hoi, Daniel Hoffmann-Gill, Emma Holzer, Jynarra Brinson, Ana Udroiu.
Genre: Horror
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 84 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Allein das Cover von The Cleansing Hour lässt zunächst einen typischen, schnell vergessenen B-Movie vermuten – billig inszeniert, schwach gespielt und mit Effekten, die eher unfreiwillig komisch als wirklich gruselig sind. Doch dieser erste Eindruck täuscht überraschenderweise. Der Film entpuppt sich als deutlich solider, als man es ihm zunächst zutrauen würde. Statt liebloser Standardware bekommt man hier eine Inszenierung, die mit gut gesetzten Schockmomenten arbeitet und weiß, wann sie zuschlagen muss. Gerade die Horror-Elemente sind effektiver als erwartet und setzen gezielt auf Spannung statt auf bloße Lautstärke. Auch die handwerkliche Seite überzeugt mehr, als das Budget vermuten lässt. Make-up und praktische Effekte sind ordentlich umgesetzt und tragen spürbar zur düsteren Atmosphäre bei. Besonders in den intensiveren Szenen zeigt der Film, dass er sein Genre ernst nimmt und nicht nur auf schnelle Effekte aus ist. Die Story selbst entwickelt sich zwar recht zügig und nimmt sich nicht immer viel Zeit für tiefere Ausarbeitung, bleibt aber dennoch durchgehend nachvollziehbar. Immer wieder werden kleine Überraschungen eingebaut, die das Geschehen frisch halten und verhindern, dass sich Routine einschleicht.
Auch die Darsteller tragen ihren Teil dazu bei, dass der Film funktioniert. Bekannte Gesichter liefern solide Leistungen ab und verleihen der Geschichte genug Glaubwürdigkeit, um die übernatürlichen Elemente ernst nehmen zu können. So entsteht insgesamt ein Horrorfilm, der angenehm überrascht. Aus einem zunächst erwarteten B-Movie wird ein spannender, atmosphärisch dichter Genrefilm, der seine Stärken gezielt ausspielt und für ausreichend Nervenkitzel sorgt. „Exorzismus 2.0“ ist damit kein revolutionäres Werk, aber ein überraschend effektiver Horrorbeitrag, der zeigt, dass ein guter Genre-Film nicht zwangsläufig ein großes Budget braucht – sondern vor allem ein Gespür für Timing, Atmosphäre und Schockwirkung.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Vom Kontrast her ist das Bild leider etwas zu dunkel gerade, dadurch entgeht einem schon mal das ein oder andere Detail. Die Schärfe präsentiert sich aber hervorragend klar und auch der satte Schwarzwert tut genau das man sich erhofft.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound hat sich mal so richtig ausgetrieben und die Tondämonen springen nur so durch die Boxen. Was für eine angsteinflößende Dynamik mit jeder Menge krasser Soundgeräusche. Zudem erklingt dieser hervorragend sauber. Auch wenn die Dialoge durchgehen klar verständlich erscheinen, so spielen Sie hier dann doch nur eine Nebenrolle. Das ist der Minuspunkt, Dynamik ist halt nicht alles.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Enttäuschend ist hingegen das zusätzliche Bonusmaterial. Was? Nur der Trailer zum Film. Dabei wären hier Einblicke von den Dreharbeiten erst recht interessant gewesen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. August 2020.