


Der amerikanische Priester Peter Williams wird für seine Wohltätigkeitsarbeit in Mexico von den Gemeindemitgliedern als Heiliger verehrt. Doch seit seinem letzten Exorzismus trägt er ein dunkles Geheimnis in sich, das ihn bei lebendigem Leib auffrisst. Achtzehn Jahre später wird er von der Sünde seiner Vergangenheit eingeholt und bekommt endlich die Gelegenheit, sich in einem letzten epischen Kampf seinem Dämon zu stellen.
Originaltitel: The Exorcism of God
Regie: Alejandro Hidalgo.
Drehbuch: Alejandro Hidalgo, Santiago Fernández Calvete.
Darsteller: Joseph Marcell, Maria Gabriela de Faria, Irán Castillo, Will Beinbrink, Raquel Rojas, Hector Kotsifakis.
Genre: Drama / Horror
Land: Mexiko / Venezuela / USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 98 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Priester, eine Besessene und Bilder, die verdächtig vertraut wirken: The Exorcism of God eröffnet seine dämonische Reise mit einer ziemlich dreisten Nähe zu Der Exorzist. Ob Alejandro Hidalgo damit bewusst den großen Klassiker zitiert oder sich lediglich vor ihm verbeugen möchte, bleibt zunächst offen. Die Anspielung fällt jedenfalls so deutlich aus, dass man schon zweimal hinschauen muss, um nicht sofort an William Friedkins Klassiker zu denken. Glücklicherweise bleibt der Film dort nicht stehen, sondern schlägt erstaunlich schnell einen eigenen Weg ein. Und dieser Weg kann sich durchaus sehen lassen. Hidalgo entwickelt eine unheimliche Atmosphäre und bringt reichlich Schockmomente unter. Das Tempo bleibt dabei erfreulich hoch, wodurch The Exorcism of God kaum Gelegenheit bekommt, sich in langen Ruhephasen zu verlieren. Die Handlung schreitet teilweise ziemlich rabiat voran und macht dabei wenig Eindruck, als wolle sie besonders zimperlich mit ihren Figuren umgehen. Gerade diese Konsequenz sorgt für einige unterhaltsame und schön-schaurige Momente. Ganz ohne Nervenprobe bleibt der Zuschauer allerdings nicht – und damit ist nicht der Dämon gemeint. Der Film setzt stellenweise viel zu stark auf Jump-Scares. Ein einzelner gut platzierter Schreckmoment kann funktionieren, doch wenn ständig versucht wird, den Zuschauer mit einem plötzlichen Bild oder Geräusch aus dem Sitz zu katapultieren, nutzt sich der Effekt ziemlich schnell ab. Statt Angst entsteht irgendwann eher die Frage, wann der nächste Jump-Scare wohl um die Ecke kommt. Spannung funktioniert eben nicht ausschließlich über den Überraschungsmoment.
Noch störender ist das permanente Notgeile-Getue der Besessenen. Besonders zu Beginn treibt es der Film damit ein wenig zu bunt. Natürlich gehört sexuelle Obsession in vielen dämonischen Horrorfilmen zu den klassischen Motiven, doch hier wird der entsprechende Aspekt teilweise so penetrant eingesetzt, dass er die eigentlich unheimliche Stimmung eher ausbremst. Wo der Film Atmosphäre erzeugen könnte, wirkt manches dadurch unnötig aufdringlich. Auch die schauspielerische Seite ist nicht frei von Problemen. Vor allem der Hauptdarsteller kann leider nicht überzeugen. Sein Spiel wirkt häufig zu hölzern und nimmt einigen Szenen die Glaubwürdigkeit, die sie eigentlich benötigen würden. Gerade bei einem Film, der stark von religiösem Schrecken, Schuld und Besessenheit lebt, ist das besonders schade. Die Atmosphäre kann noch so dicht sein – wenn die zentrale Figur nicht überzeugend vermittelt wird, bleibt immer eine gewisse Distanz. Trotzdem hat The Exorcism of God genügend Qualitäten, um über diese Schwächen hinwegzuspielen. Der Film besitzt Tempo, bietet eine ordentliche Portion Horror und schreckt auch vor härteren Momenten nicht zurück. Vor allem entwickelt er sich nach seinem auffälligen Einstieg zu einer eigenständigen Geschichte, statt dauerhaft im Schatten von Der Exorzist stehen zu bleiben. So bleibt am Ende ein Horrorfilm, der nicht alles richtig macht, aber durchaus unterhaltsam sein kann. Die Jump-Scares sind teilweise zu aufdringlich, das sexuelle Verhalten der Besessenen nervt besonders am Anfang und die Hauptrolle ist schauspielerisch keine Offenbarung. Dafür stimmt das Tempo, die Geschichte geht nicht gerade zimperlich vor und die Atmosphäre sorgt immer wieder für ordentliches Gruselfutter. Dreist geklaut oder liebevoll zitiert? Ganz egal – solange der Dämon danach seinen eigenen Weg geht. Und das tut er.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast wurde immer hervorragend abgemischt, auch bei allen Szenen bei Nacht. Die Details sind sehr gut, die Schärfe präsentiert sich glasklar und auch der Schwarzwert überzeugt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Beim Sound sind die Actionszenen viel zu laut, dass stimmige Mischverhältnis stimmt nicht. Die ruhigen Szenen sind viel zu leise. Doch dafür ist insgesamt alles klanglich sehr sauber. Die Dialoge bleiben zudem durchgehend klar verständlich.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Geschnittene Szenen und ein Trailer zum Film gibt es als Extras dazu. Mau!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. Oktober 2022.
www.eurovideo.de