


Unser Planet wird attackiert! Nur einer kann die Zerstörung verhindern: Footballspieler und Superman Flash Gordon. Zusammen mit Dr. Zarkov und der Reiseleiterin Dale Arden fliegt er in einer Rakete zum Planeten Mongo. Dort herrscht der unbarmherzige Kaiser Ming, zusammen mit seiner Tochter Aura. Flash und seine Begleiter geraten in einen Strudel phantastischer Ereignisse…
Originaltitel: Flash Gordon
Regie: Mike Hodges.
Drehbuch: Lorenzo Semple Jr., Michael Allin, Alex Raymond.
Darsteller: Sam J. Jones, Melody Anderson, Max von Sydow, Topol, Ornella Muti, Timothy Dalton, Brian Blessed, Peter Wyngarde.
Genre: Action / Abenteuer / Sci-Fi
Land: USA / UK / Niederlande
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 111 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Lost in Space: Nicolas Roeg’s Flash Gordon, Audiokommentar von Mike Hodges, Audiokommentar von Brian Blessed, Hinter den Kulissen, Bildergalerie, Storyboard-Galerie, Original Kinotrailer, Interview mit Mike Hodges, Flash Gordon – Die Zeichtrickserie (1979) Folge 24, Sam Jones – Der Schauspieler, Das Flash Gordon Merchandise, Bob Lindemayer über geschnittene Szenen, 35-jähriges Jubiläum im Green Room, Featurette: Das Wiedersehen, Interview mit Renato Casaro, Brian Blesseds Anekdoten, Träumereien von Melody Anderson, Easter Egg, Über den Soundtrack, 3 Booklets, Dokumentation „Life after Flash“.
Vertrieb: STUDIOCANAL
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt Filme, die man wegen ihrer Perfektion liebt. Und es gibt Filme wie Flash Gordon, die gerade wegen ihrer Unperfektheit Kultstatus erreicht haben. Dieses Science-Fiction-Abenteuer nimmt sich erfreulicherweise nie allzu ernst und genau darin liegt seine größte Stärke. Statt auf Realismus oder wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu setzen, präsentiert der Film eine völlig überdrehte, knallbunte und herrlich verrückte Fantasiewelt, die von der ersten bis zur letzten Minute ihren ganz eigenen Charme versprüht. Die Macher scheinen sich dabei ständig die Frage gestellt zu haben, wie man das ohnehin schon Absurde noch absurder gestalten könnte. Jede neue Figur, jedes Kostüm und jede Kulisse setzt noch einen drauf. Das Ergebnis ist ein visuelles Spektakel, das irgendwo zwischen Comic, Märchen und Science-Fiction-Fiebertraum angesiedelt ist.
Gerade aus heutiger Sicht wirkt vieles herrlich aus der Zeit gefallen. Die Dialoge sind oft maßlos überzogen, die Handlung vorhersehbar und die schauspielerischen Leistungen bewegen sich nicht selten auf einem Niveau, das man mit viel Wohlwollen als charmant bezeichnen kann. Doch genau diese Übertreibung macht einen Großteil des Vergnügens aus. Besonders bemerkenswert ist dabei die Beteiligung von Max von Sydow. Selbst ein Schauspieler seines Kalibers fügt sich erstaunlich bereitwillig in diese völlig durchgeknallte Welt ein und spielt mit sichtbarer Freude mit, anstatt sich über das Material zu erheben. Der Film lebt von seinen Augenzwinkermomenten, seiner Selbstironie und seiner Bereitschaft, jede Form von Vernunft über Bord zu werfen. Wer hier nach Logik sucht, wird zwangsläufig scheitern. Wer sich jedoch auf das Spektakel einlässt, wird mit einem einzigartigen Unterhaltungswert belohnt.
Hinzu kommt eine unverwechselbare Atmosphäre, die man heute kaum noch findet. Die bunten Kulissen, die extravaganten Kostüme und die überbordende Kreativität verleihen dem Film einen Charakter, der weit über seine offensichtlichen Schwächen hinausgeht. „Flash Gordon“ ist deshalb einer jener seltenen Filme, die objektiv betrachtet vieles falsch machen und subjektiv betrachtet trotzdem hervorragend funktionieren. Vielleicht sogar gerade deshalb. Ein herrlich albernes, schräges und vollkommen überdrehtes Science-Fiction-Abenteuer voller Kultmomente. Hirn ausschalten, von den Farben blenden lassen und sich in dieses wunderbar trashige Vergnügen stürzen. Genau dafür wurde „Flash Gordon“ gemacht.
![]()
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Wie könnte es anders sein? So werden hier die knalligen Farben nochmals mehr hervorgehoben. Bei Augenkrebs und sonstigen Nebenwirkungen, fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Das in 4K überarbeitete Bild überzeugt zudem mit einem fantastisch hellen Kontrast und zur Glamour-Stimmung kommt es mit einigem Weichzeichner daher. Die Schärfe präsentiert sich zudem mit einer sehr guten Klarheit und feinen Details.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Auffällig ist hier die Dynamik die endlich mal richtig hervorgehoben wird. Doch ansonsten werden auch hier wieder nicht alle Kanäle bedient, klanglich bleicht alles recht frontlastig. Doch wie will man das bei der deutschen Fassung auch ändern? Es war technisch gesehen eine ganz andere Zeit. Der Sound ist aber sehr sauber und die Musik von Queen lässt insgesamt den Ton viel breiter erklingen.
![]()
![]()
![]()
![]()
Bonusbewertung: 5 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial erhält die volle Sternenpower. Fünf von Fünf intergalaktischen Sternen, mehr geht nicht. Alleine die Dokumentation „Life After Flash“ mit einer Laufzeit von 93 Minuten auf der Bonus-Disc verpflichtet den Kauf. Umfassend, reichlich und einfach nur gut!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Der Hauptdarsteller wurde für die Goldene Himbeere nominiert.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 10.12.2020
www.studiocanal.de