


Europa ist vom Schrecken des Zweiten Weltkriegs verwüstet, nur die Welt des jungen Hirten Jo (Noah Schnapp) in den französischen Pyrenäen scheint bemerkenswert unberührt geblieben zu sein. Doch als Jo im Wald eine mysteriöse Begegnung mit einem Fremden hat, ändert sich plötzlich sein Leben. Denn Benjamin (Frederick Schmidt), der auf der Flucht vor den Nazis von seiner Tochter getrennt wurde, hütet ein Geheimnis. Als deutsche Soldaten in die Stadt kommen, spitzt sich die Lage zu und Jo muss schon bald ein großes Risiko eingehen.
Originaltitel: Waiting for Anya
Regie: Ben Cookson.
Drehbuch: Toby Torlesse, Ben Cookson.
Darsteller: Noah Schnapp (Soul Food), Thomas Kretschmann (Der Pianist), Anjelica Huston (Hexen Hexen), Jean Reno (Godzilla), Frederick Schmidt, Tómas Lemarquis, Sadie Frost, Gilles Marini, Joséphine de La Baume.
Genre: Thriller / Drama / Krieg
Land: UK / Belgien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Der Zweite Weltkrieg hat unzählige Geschichten hervorgebracht. Geschichten über Angst, Verlust und Grausamkeit – aber ebenso über Menschlichkeit, Hoffnung und den Mut, selbst in den dunkelsten Zeiten das Richtige zu tun. Nur ein einziges Leben entscheidet sich bewusst für die leisen Töne und erinnert daran, dass wahre Größe oft dort beginnt, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen.
Regisseur Ben Cookson erzählt diese Geschichte mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Statt große Heldengesten oder dramatische Überhöhungen in den Vordergrund zu stellen, vertraut der Film auf kleine Augenblicke, stille Begegnungen und das wachsende Gefühl von Zusammenhalt. Gerade dadurch entfaltet die Handlung ihre emotionale Kraft und wirkt weit glaubwürdiger als viele lautere Kriegsdramen.
Zum Gelingen trägt auch die prominente Besetzung entscheidend bei. Mit Jean Reno, Anjelica Huston sowie Noah Schnapp treffen unterschiedliche Generationen aufeinander und verleihen dem Film eine angenehme Ausgewogenheit. Während die erfahrenen Darsteller ihren Figuren eine beeindruckende Ruhe und Würde verleihen, überzeugt Noah Schnapp mit einer zurückhaltenden Darstellung, die allerdings stellenweise etwas zu blass und beinahe zu makellos wirkt. Gerade in den emotional schwierigsten Momenten hätte seine Figur etwas mehr Ecken und Kanten vertragen können.
Neben den Figuren spricht jedoch auch die Landschaft ihre eigene Sprache. Die weitläufigen Aufnahmen der französischen Bergwelt verleihen dem Film eine beinahe poetische Bildsprache. Zwischen all der Schönheit schwingt stets eine leise Melancholie mit – als würde die Natur selbst den Schmerz und die Hoffnung ihrer Bewohner widerspiegeln. Diese Atmosphäre trägt wesentlich dazu bei, dass der Film trotz seines ruhigen Erzähltempos nie an Wirkung verliert.
Nur ein einziges Leben sucht keine spektakulären Höhepunkte. Seine Spannung entsteht vielmehr aus Menschlichkeit, aus Mitgefühl und aus der stillen Frage, wie viel ein einzelner Mensch bewirken kann, wenn er den Mut besitzt, Verantwortung zu übernehmen. Gerade diese feine, unaufdringliche Art macht das Drama so berührend.
Vielleicht erzählt der Film keine neue Geschichte. Aber er erzählt sie mit so viel Herz, Respekt und emotionaler Ehrlichkeit, dass sie auch heute nichts von ihrer Bedeutung verloren hat. Man verlässt den Film nicht erschüttert, sondern nachdenklich – und mit dem beruhigenden Gefühl, dass Hoffnung selbst in den dunkelsten Zeiten ihren Platz finden kann.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Wunderschöne Bilder und die Details spielen da hervorragend mit. Eine glasklare Schärfe ist hier genauso überzeugend wie auch der helle Kontrast und die ausgezeichnet natürlichen Farben.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge geschnürt in einer ruhigen Soundkulissen. Dennoch besitzt der Ton eine hervorragende Dynamik die berührt. Alles recht harmonisch abgestimmt und insgesamt mehr als sauber. Lediglich Anjelica Huston fade deutsche Synchronstimme steht recht abseits.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial schlägt keine Wellen.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 11. März 2021