


Einst war New Rome der Nabel der Welt, das Zentrum der Macht, unangreifbar, unverletzlich. Doch Korruption und Gier haben die Metropole ausgehöhlt, der Zahn der Zeit nagt an den kolossalen Bauten, die sich gen Himmel recken. Einer hat nicht aufgehört, große Träume für New Rome zu haben: Cäsar Catilina (Adam Driver), Nobelpreisträger und genialer Erfinder des Zauberstoffs Megalo, hat eine Vision, wie es wieder bergauf gehen, eine bessere Zukunft für alle Menschen entstehen kann. Damit macht er sich Bürgermeister Franklyn Cicero (Giancarlo Esposito) zum Gegenspieler, der um Machterhalt und Fortbestand der alten Eliten kämpft, auch wenn er damit das Schicksal seiner Stadt besiegeln würde. Zwischen den beiden Männern steht die schöne Julia, Tochter des Bürgermeisters, Geliebte des Erfinders. Ein Kampf beginnt. Um Julias Seele. Und um die Seele der Megalopolis…
Originaltitel: Megalopolis
Regie: Francis Ford Coppola (Der Regenmacher).
Drehbuch: Francis Ford Coppola (Der Pate).
Darsteller: Adam Driver (Star Wars), Aubrey Plaza (Alex), Shia LaBeouf (Caroline in the City), Giancarlo Esposito (Die üblichen Verdächtigen), Nathalie Emmanuel (Maze Runner), Jon Voight (Das Vermächtnis der Tempelritter), Laurence Fishburne (Matrix), Talia Shire, Jason Schwartzman, Kathryn Hunter, James Remar.
Genre: Drama / Fantasy / Sci-Fi
Land: USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 139 Minuten.
Bildformat: 2.00:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Hörfilmfassung.
Tonsystem: Dolby Atmos, Dolby Atmos, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Interviews, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: © Constantin Film / LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Es gibt Werke, die erzählen eine Geschichte. Und dann gibt es Filme, die sich wie ein Traum anfühlen – wunderschön, überwältigend und gleichzeitig kaum greifbar. Megalopolis möchte genau so ein Werk sein. Nach Jahrzehnten der Vorbereitung erschafft Francis Ford Coppola seine persönliche Vision einer Zukunft, einer Gesellschaft und vielleicht sogar seiner eigenen Gedankenwelt. Das Ergebnis fasziniert – und lässt zugleich erstaunlich kalt. Schon in den ersten Bildern spürt man den unbändigen Gestaltungswillen des Altmeisters. Überall stecken Ideen, Symbole und architektonische Visionen. Besonders die aufwendig errichteten Kulissen besitzen eine beeindruckende Präsenz. Immer dann, wenn Coppola auf echte Bauten und handwerkliche Gestaltung setzt, entsteht jene Magie, die sein Kino einst weltberühmt gemacht hat. Davon hätte es gerne deutlich mehr geben dürfen.
Denn genau dort liegt einer der größten Schwachpunkte. Sobald digitale Effekte die Oberhand gewinnen, verliert der Film einen erheblichen Teil seiner Wirkung. Statt monumentaler Größe entsteht häufig der Eindruck künstlicher Oberflächen. Was überwältigend wirken möchte, erscheint oftmals steril und überraschend leblos. Die Computerbilder wirken nicht wie eine Erweiterung von Coppolas Fantasie, sondern eher wie ein Schleier, der sie verdeckt. Noch schwerer wiegt jedoch die Erzählung selbst. Früher verstand es Coppola meisterhaft, große Ideen mit packenden Geschichten und unvergesslichen Figuren zu verbinden. Hier scheint er sich stärker für seine Vision als für die Menschen darin zu interessieren. Die Handlung bleibt dadurch erstaunlich distanziert. Man bewundert vieles, fühlt jedoch nur selten wirklich mit.
Dabei mangelt es keineswegs an großen Namen. Die Besetzung ist hochkarätig und nahezu jede Rolle wird von bekannten Gesichtern getragen. Dennoch bleibt vieles überraschend blass, weil die Figuren kaum Gelegenheit erhalten, über ihre symbolische Funktion hinauszuwachsen. Sie bewegen sich durch eine dekadente Utopie voller philosophischer Gedanken, ohne dabei wirklich lebendig zu werden. Erst gegen Ende entfaltet der Film jene poetische Kraft, die man sich über die gesamte Laufzeit gewünscht hätte. Coppolas Worte besitzen dort eine Würde und Nachdenklichkeit, die erkennen lassen, welches Herzensprojekt Megalopolis für ihn gewesen sein muss. Gerade deshalb fällt es schwer, das Werk einfach abzulehnen.
Visuell bleibt der Film dennoch ein merkwürdiges Erlebnis. Er berauscht nicht durch Perfektion, sondern durch das ständige Gefühl, dass hier etwas Großes entstehen wollte. Man spürt die Kreativität in nahezu jeder Einstellung – sie erreicht den Zuschauer jedoch oft nur auf Distanz. Auch Kamera und Schnitt orientieren sich eher an klassischem Erzählkino, was durchaus zu Coppolas Handschrift passt, heute jedoch stellenweise überraschend unbeweglich wirkt und dem Film zusätzliche Dynamik nimmt. Megalopolis ist damit weniger ein gelungenes Meisterwerk als vielmehr ein faszinierendes Fragment einer gewaltigen Vision. Ein Film, den man bewundert, ohne ihn wirklich zu lieben. Vielleicht ist genau das seine größte Tragik: Nicht der Mangel an Ideen, sondern die Tatsache, dass sie nur selten ihre volle Strahlkraft entfalten. Man sieht den Traum eines großen Regisseurs – und wünscht sich unweigerlich, man hätte ihn genauso intensiv fühlen können.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc überzeugt mit feinen Details, als Stilmittel etwas weich, die Schärfe ist aber hervorragend klar. Ein heller Kontrast, kräftige Farben und ein ordentlich satter Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc überzeugt mit feinen Details, als Stilmittel etwas weich, die Schärfe ist aber hervorragend klar. Ein heller Kontrast, kräftige Farben und ein ordentlich satter Schwarzwert.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt abschließend viele, viele Interviews vom Roten Teppich zu einem geschnitten. Warum kein Behind the Scenes Material?
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976357681
VÖ-Kauf: 19.12.2024
www.constantin-film.de