


Schuldig oder unschuldig? Für den gerissenen Chicagoer Anwalt Martin Vail (Richard Gere) ist diese Frage Nebensache. Sein Job ist die Verteidigung – und das vor allem dann, wenn ein neuer Fall seinen Namen in die Schlagzeilen bringt und ihm einen steilen Aufstieg verspricht. Gierig nach Publicity übernimmt Vail die Verteidigung des mittellosen, sympathischen Ministranten Aaron Stampler (Edward Norton), der in Verdacht steht, den Erzbischof von Chicago auf bestialische Weise ermordet zu haben. Als Vail sich gegen die Anklage in das Gefecht stürzt, ahnt er nicht, dass er schon bald ein Netz von Korruption und Intrigen aufdecken wird. Durch mysteriöse und raffinierte Fallstricke versuchen die Gegner, seine Arbeit zu behindern. Die Frage nach Schuld oder Unschuld stellt sich immer wieder aufs Neue.
Originaltitel: Primal Fear
Regie: Gregory Hoblit.
Drehbuch: William Diehl, Steve Shagan, Ann Biderman.
Darsteller: Richard Gere, Laura Linney, Edward Norton, John Mahoney, Alfre Woodard, Frances McDormand, Andre Braugher, Terry O’Quinn, Steven Bauer, Joe Spano.
Genre: Thriller / Krimi / Drama / Mystery
Land: USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 130 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Spanisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: englisch für Hörgeschädigte, deutsch, finnisch, französisch, italienisch, japanisch, dänisch, niederländisch, norwegisch, schwedisch, spanisch.
Extras: Kommentare, Filmmaker Focus mit dem ausführenden Produzenten Hawk Koch, „Zwielicht“ – Das endgültige Urteil, „Zwielicht“ – Der beste Zeuge, Psychologie der Schuld, Original Kinotrailer.
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Auch nach fast drei Jahrzehnten hat „Zwielicht“ kaum etwas von seiner Wirkung eingebüßt. Gregory Hoblits Thriller ist ein hervorragend gemachter Klassiker, der vor allem durch seine bis in die kleinste Nebenrolle perfekt zusammengestellte Besetzung überzeugt. Jede Figur wirkt glaubwürdig besetzt und trägt ihren Teil dazu bei, dass die Geschichte von Beginn an die nötige Ernsthaftigkeit und Spannung besitzt. Die Erzählung ist klar strukturiert und versteht es, ihre Spannung nicht vorschnell zu verschenken. Die Handlung nimmt sich die notwendige Zeit, um die Figuren und ihre Beziehungen aufzubauen, während sich unter der Oberfläche zunehmend eine bedrohliche Unruhe entwickelt. Die Spannung entsteht dadurch nicht aus einer Aneinanderreihung spektakulärer Momente, sondern aus dem stetigen Gefühl, dass hinter dem Geschehen noch etwas verborgen liegt. Genau diese geduldige Erzählweise macht den Film so wirkungsvoll. Gregory Hoblit setzt am Ende schließlich alles auf eine Karte und liefert eine Wendung, die den gesamten bisherigen Verlauf noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt. Der entscheidende Moment funktioniert nicht nur als Überraschung, sondern besitzt jene Wirkung, die einen guten Thriller über seinen Abspann hinaus im Gedächtnis behalten lässt. Wenn eine Geschichte bis zu diesem Punkt sauber aufgebaut wurde, darf ein Finale ruhig noch einmal alles verändern – und „Zwielicht“ nutzt diese Möglichkeit hervorragend. Eine besondere Bedeutung kommt Edward Norton zu, der damals noch vergleichsweise unbekannt war und mit seiner Darstellung eindrucksvoll auf sich aufmerksam machte. Seine Leistung wurde 1997 zu Recht mit dem Golden Globe als „Bester Nebendarsteller“ ausgezeichnet. Norton verleiht seiner Figur eine enorme Präsenz und macht sie zu einem zentralen Bestandteil der Wirkung des Films. Rückblickend wirkt „Zwielicht“ dadurch auch wie ein bemerkenswerter früher Beleg dafür, welches schauspielerische Potenzial hier bereits zu erkennen war. „Zwielicht“ bleibt damit ein Thriller-Klassiker, der seine Spannung nicht durch unnötige Effekthascherei erzeugt, sondern durch eine präzise erzählte Geschichte, eine herausragende Besetzung und eine großartige Wendung am Ende. Ein Film, der auch heute noch hervorragend funktioniert und zeigt, wie wirkungsvoll ein gut aufgebauter Thriller sein kann. Filmtipp!
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc zeigt für einen natürlichen Look ein feines Bildkorn. Die Farben wirken ein wenig blass, ebenso der Schwarzwert. Die Schärfe präsentiert sich zudem solide. Hoffentlich ist die 4K nochmals überarbeitet.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Beim Sound sollte auch nicht zu viel erwartet werden. Der Film lebt von seinen Dialogen und die erklingen sauber und immer klar verständlich. Räumlich wird da nichts erwähnenswertes geliefert.
![]()
![]()
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial besteht aus informativen Einblicken und Erzählungen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: 5053083267926
VÖ-Kauf: 11.04.2024
www.paramount.de