


Die Schwestern Sam und Tara Carpenter haben genauso wie die Zwillinge Chad und Mindy Meeks die letzten Ghostface-Morde überlebt. Sie wollen die traumatischen Ereignisse von Woodsboro hinter sich lassen und in New York einen Neuanfang wagen. Allerdings scheint der Killer ihnen gefolgt zu sein und zieht jetzt mordend durch ihre Stadt. Obwohl die vier bereits ihre Erfahrungen mit Ghostface gemacht haben, müssen sie feststellen, dass dieser Killer ganz neue Tricks auf Lager hat.
Originaltitel: Scream VI
Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett.
Drehbuch: James Vanderbilt, Guy Busick, Kevin Williamson.
Darsteller: Courteney Cox (Friends), Melissa Barrera (In the Heights), Jenna Ortega (X), Jasmin Savoy Brown (Missing), Mason Gooding (The Fall), Dermot Mulroney (Die Familie Stone), Hayden Panettiere (Ally McBeal), Samara Weaving (Ready or Not), Tony Revolori, Jack Champion, Josh Segarram Liana Liberato, Devyn Nekoda, Skeet Ulrich.
Genre: Horror / Thriller
Land: USA / Kanada
FSK: 18 Jahren.
Laufzeit: 123 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Englisch, Japanisch, Italienisch, Französisch, Spanisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Atmos, Dolby TrueHD 7.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, italienisch, japanisch, niederländisch, spanisch.
Extras: Filmkommentar mit den Filmemachern, Der Tod kommt in die Stadt, Die Gesichter des Todes, Mehr Meta als Meta, Blutbad im Laden, Eine Wohnung zum Sterben, Der Nachtzug in den Tod, Blutiges Theater.
Vertrieb: Paramout Home Entertainment.
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Mit Scream 6 schlägt die Reihe endgültig ein neues Kapitel auf. Nachdem der fünfte Film noch spürbar als Liebeserklärung an den verstorbenen Wes Craven verstanden werden konnte, lösen sich Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett nun erstmals deutlicher von dessen Handschrift und wagen einen eigenen Weg. Dass dieser Weg deutlich brutaler und kompromissloser ausfällt, dürfte insbesondere Fans der härteren Gangart erfreuen. Der Erfolg blieb nicht aus. Erst kürzlich wurde Scream 6 bei den MTV Movie Awards gleich doppelt ausgezeichnet – als Bester Film sowie für den Best Fight zwischen Gale Weathers und Ghostface. Eine schöne Parallele, schließlich erhielt bereits der erste Scream 1997 den MTV Award als Bester Film. Die Reihe beweist also auch Jahrzehnte später noch ihre enorme Popularität.
Tatsächlich gelingt dem sechsten Teil vieles besser als seinem direkten Vorgänger. Die Inszenierung wirkt mutiger, die Morde sind deutlich härter und die Spannung wird über weite Strecken konstant hochgehalten. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass die beiden Regisseure trotz aller Qualitäten noch immer nicht das Niveau erreichen, das Wes Craven seinerzeit nahezu mühelos vorgab. Aus zwei Regisseuren wird eben nicht automatisch mehr als aus einem Meister. Besonders schade ist der Umgang mit dem neuen Schauplatz. New York wird zwar groß angekündigt, entwickelt sich letztlich aber kaum zu einer eigenen Figur innerhalb der Geschichte. Vieles wirkt überraschend steril, beinahe studiohaft und für eine Millionenmetropole deutlich zu sauber. Gerade hier hätte deutlich mehr Atmosphäre entstehen können.
Auch die berühmte Meta-Ebene verliert etwas an Schärfe. Nur weil alte Requisiten gesammelt und bekannte Erinnerungsstücke präsentiert werden, entsteht noch lange nicht jene intelligente Selbstreflexion, für die Scream einst berühmt wurde. Das Franchise spricht zwar über sich selbst, erreicht dabei aber längst nicht mehr die spielerische Eleganz der früheren Filme. Positiv fällt dagegen auf, dass die Reihe inzwischen auch ohne Sidney Prescott erstaunlich gut funktioniert. Dieser mutige Schritt geht auf und beweist, dass das Scream-Universum inzwischen stark genug ist, neue Figuren dauerhaft zu tragen. Ebenso bietet das Thema „Franchise“ durchaus interessante Ansätze, die frischen Wind in die Serie bringen.
Weniger überzeugend gerät dagegen die Auflösung. Sowohl die Identität der Killer als auch deren Motivation wirken deutlich zu überzeichnet und teilweise schlicht fehlbesetzt. Was eigentlich schockieren oder überraschen soll, erzeugt stellenweise eher unfreiwillige Komik und nimmt dem Finale etwas von seiner Wirkung. Trotz dieser Schwächen bleibt Scream 6 ein ausgesprochen unterhaltsamer Slasher. Die überdrehten Mordszenen machen Spaß, die Spannung funktioniert und das Tempo bleibt hoch. Oder, um Randy Meeks zu zitieren: mehr Blut, mehr Gekröse, ein nettes Gemetzel. Genau das liefert der sechste Schrei – und zwar mit hörbarer Freude am eigenen Wahnsinn.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Die Kulissen bei Teil 6 sind im Vergleich des Vorgängers endlich wieder besser ausgeleuchtet. Das sorgt beim Bild auch für wesentlich bessere Details. Körnungen sind diesmal keine mehr zu erkennen. Satte Farben, ein brillanter Kontrast und ein überzeugender Schwarzwert. Präsentiert mit einer gestochen-klaren Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound kommt hervorragend sauber und auch sehr gut dynamisch daher, auch wenn der Score und auch einige wenige Dialoge der deutschen Tonfassung nicht immer so präsent sind, wie man es sich wünschen wurde. Diese auch mal etwas im Hintergrund stehen. Das mildert schon mal ein wenig die Spannung. Doch überwiegend erklingt dieser doch sehr stimmig.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial liefert jede Menge Einblicke und Hintergrundinformationen über die einzelnen Sets und den Look. Das Meta-Special sollte dabei lieber heißen „Meta ist nicht gleich Meta“. Die Aufnahmen von den Sets wurden zudem mit Standardinterviews angereichert. Außer Featurettes und dem Audiokommentar gibt es sonst keine weiteren Extras, gab es denn keine geschnittenen Szenen?
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4009750306055
VÖ-Kauf: 13 Juli 2023
www.paramount.de