

Nachdem die Welt von gefährlichen Monstern eingenommen wurde, ist die Menschheit gezwungen, sich unter der Erde zu verstecken und dort ihr Leben fortzuführen. Joel (Dylan O’Brien, „Maze Runner“) lebt eigentlich in dem Glauben alle ihm wichtigen Menschen für immer verloren zu haben, doch dann findet er heraus, dass sich seine High School-Jugendliebe Aimee (Jessica Henwick, „Game of Thrones“) gerade einmal 85 Meilen entfernt von ihm befindet.Nicht ahnend, welchen lauernden Gefahren und Schwierigkeiten er sich damit aussetzt, erweckt Joel seinen inneren Helden und tritt die „unmögliche“ Reise durch ein von Monstern befallenes Land an, um schließlich das Mädchen seiner Träume wieder in die Arme schließen zu können.
Originaltitel: Love and Monsters
Regie: Michael Matthews.
Drehbuch: Michael Matthews, Brian Duffield.
Darsteller: Dylan O’Brien (Maze Runner), Jessica Henwick (Matrix Resurrections), Michael Rooker (Slither), Ariana Greenblatt (Awake), Dan Ewing (Occupation: Rainfall), Ellen Hollman, Tre Hale, Pacharo Mzembe, Senie Priti, Amali Golden, Te Kohe Tuhaka.
Genre: Monsterfilm / Action / Abenteuer / Romantik / Komödie / Fantasy
Land: USA / Kanada / Australien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, italienisch, japanisch, niederländisch, spanisch.
Extras: Entfernte Szenen, Am Ende der Nahrungskette: Besetzung von „Love and Monsters“, Welt der Monster: Entstehung einer Postapokalyptischen Landschaft.
Vertrieb: Paramount Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Vergleiche können manchmal ziemlich ungerecht sein. Kaum war Love and Monsters erschienen, wurde der Film von vielen sofort mit Zombieland verglichen. Dabei wird gerne übersehen, dass Regisseur Michael Matthews hier eigentlich etwas ganz Eigenständiges geschaffen hat. Nach derselben Logik müsste man schließlich auch Zombieland mit Mad Max vergleichen, nur weil beide in einer postapokalyptischen Welt spielen. Love and Monsters verfolgt einen ganz anderen Ansatz und setzt vor allem auf Abenteuerlust, Charme und eine gehörige Portion Selbstironie.
Die Ausgangsidee ist herrlich verrückt. Nach einer Katastrophe haben sich Tiere und Insekten in gigantische Monster verwandelt, während die Menschen gezwungen sind, unter der Erde zu leben. Schon dieser Einfall sorgt dafür, dass sich der Film angenehm von den üblichen Zombie- oder Endzeitgeschichten abhebt. Riesige Krabbeltiere, Amphibien und andere Kreaturen bieten einfach deutlich mehr kreative Möglichkeiten als die hundertste Horde Untoter. Dabei gelingt dem Film etwas Erstaunliches: Trotz der ständigen Bedrohung wirkt die Welt niemals hoffnungslos. Stattdessen entwickelt sich eine Mischung aus Abenteuerfilm, Monster-Movie, Romantik, Komödie und Coming-of-Age-Geschichte.
Im Zentrum steht Dylan O’Brien, der die Rolle des eher unsicheren Joel mit viel Sympathie spielt. Gerade weil seine Figur kein typischer Actionheld ist, funktioniert die Geschichte so gut. Joel stolpert eher durch die Handlung, wächst an seinen Aufgaben und begegnet den Gefahren oft mit einer Mischung aus Angst, Humor und Improvisation. Dadurch wirkt vieles deutlich menschlicher als in vergleichbaren Produktionen. O’Brien trägt den Film mühelos und sorgt dafür, dass man ihn auf seiner Reise gerne begleitet.
Die eigentlichen Stars des Films sind allerdings andere. Da wären zum einen die vielen wunderbar trockenen Sprüche und humorvollen Einfälle, die immer wieder für Lacher sorgen. Vor allem aber gibt es einen Helden auf vier Pfoten: Boy. Der treue Hund stiehlt nahezu jeder Figur die Show und entwickelt sich schnell zum emotionalen Mittelpunkt der Geschichte. Wer den Film gesehen hat, erinnert sich meist zuerst an Boy und erst danach an die Monster. Das spricht durchaus für die Qualitäten des Films.
Auch technisch macht Love and Monsters eine erstaunlich gute Figur. Die Kreaturen sind hervorragend gestaltet und wirken trotz des vergleichsweise überschaubaren Budgets beeindruckend. Besonders gelungen ist dabei, dass die Monster nicht ausschließlich als Bedrohung dargestellt werden. Manchmal macht es fast schon Spaß, ihnen bei ihren Jagdausflügen zuzusehen. Die Welt wirkt lebendig, kreativ und voller Ideen, ohne jemals überladen zu erscheinen.
Was den Film letztlich so unterhaltsam macht, ist seine lockere Art. Love and Monsters nimmt sich nie wichtiger, als er ist. Er möchte kein düsteres Endzeitepos sein und auch keine tiefgründige Gesellschaftskritik liefern. Stattdessen setzt er auf Humor, Abenteuer, Herz und jede Menge sympathische Figuren. Genau dadurch entsteht ein Film, der unglaublich leichtfüßig wirkt und über seine gesamte Laufzeit bestens unterhält.
Vielleicht ist das sein größter Erfolg: Aus einer verrückten Prämisse wird ein Abenteuer voller Charme, Witz und liebenswerter Figuren. Monster, Action, Romantik, Science-Fiction und ein Hund namens Boy – manchmal braucht gutes Unterhaltungskino gar nicht mehr. Ein herrlich sympathischer Spaß mit erstaunlich großem Herz.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast zeigt sich einen Hauch zu dunkel. Auch die Farben ziehen da etwas mit. Heller und knalliger wären stimmiger zum Film. Dafür überzeugen die klare Schärfe und die schönen Details besser als erwartet.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton präsentiert sich durchgehend sehr sauber. Die Soundeffekte überzeugen vor allem immer dann, wenn ein Monster kreucht und fleucht. Das krabbelt, Pardon kribbelt so schön und sorgt nicht nur bei Menschen mit Entomophobie für Angstschweiß. Die Sprüche sind zudem immer klar verständlich.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist verdammt kurz und leider gibt es kein Audiokommentar, aber immer sind im Gegensatz zu Streamingdiensten Extras vorhanden.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Corona bedingt lief der Film nicht auf großer Leinwand, sondern war direkt auf Netflix abrufbar.
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 14. April 2022.
www.paramount.de