


Das blanke Entsetzen nach dem zerstörerischen Inferno von Pearl Harbor hält die Welt noch immer in Atem. Nach diesem folgenschweren geheimdienstlichen Versagen auf Seiten der USA ist die Anspannung groß, ein weiterer Fehler dieser Art könnte die Niederlage einleiten. Gleichzeitig tickt die Uhr erbarmungslos, denn die kaiserliche Flotte ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch im Pazifik. Mit viel Respekt treffen die dezimierten US-Truppen auf einen scheinbar furchtlosen Gegner – und sind dennoch bereit, jedes Risiko einzugehen…
Pazifik, 4. bis 7. Juni 1942: Demokratie und Freiheit stehen auf dem Spiel, als es nach dem Angriff auf Pearl Harbor bei den abgelegenen Midwayinseln zu einem entscheidenden Aufeinandertreffen kommt, bei dem die zahlenmäßig geschwächte US-amerikanische Marine und Luftwaffe allen Widrigkeiten trotzt, um sich einem in jeder Hinsicht überlegenen Gegner zu stellen. Mit Mut, außergewöhnlicher Entschlossenheit und historisch beispielloser Gefechtskunst konfrontieren sie die Kaiserliche Japanische Marine in einer atemberaubenden Luft- und Seeschlacht, die den entscheidenden Wendepunkt des Pazifikkrieges einleiten soll…
Originaltitel: Midway
Regie: Roland Emmerich (2012).
Drehbuch: Wes Tooke.
Darsteller: Ed Skrein (Deadpool), Patrick Wilson (A-Team: Der Film), Woody Harrelson (Zombieland), Luke Evans (Der Hobbit), Mandy Moore (Nur mit dir), Luke Kleintank (Sacrifice), Dennis Quaid (The Day After Tomorrow), Aaron Eckhart (The Dark Knight), Keean Johnson (Alita), Nick Jonas (Jumanji), Etsushi Toyokawa (Love Letter).
Genre: Action / Drama / History / Krieg
Land: USA / China / Hong Kong / Kanada
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 140 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch, deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Audiokommentar, making of, 5 Featurettes, Hörfilmfassung.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Kaum steigen die ersten Flugzeuge in den Himmel, hebt auch Roland Emmerichs Hang zum großen Spektakel wieder ab. Explosionen, Sturzflüge und Bombenhagel füllen die Leinwand im Minutentakt – nur leider wirkt der Himmel dabei zunächst erschreckend künstlich. Die CGI springt einem regelrecht ins Gesicht und nimmt den ersten Gefechten genau jene Wucht, die ein Film über die Battle of Midway eigentlich entfalten müsste. Mit der Zeit stellt sich jedoch eine gewisse Gewöhnung ein. Sobald man den digitalen Look akzeptiert, entfalten die Luftkämpfe durchaus ihre Wirkung. Gerade die aufwendig choreografierten Angriffsszenen gehören ohne Zweifel zu den größten Stärken von Midway. Hier zeigt Emmerich, dass er bombastisches Unterhaltungskino nach wie vor beherrscht.
Auch die Besetzung erfüllt ihre Aufgabe solide. Niemand fällt unangenehm ab, echte Glanzleistungen bleiben allerdings ebenso aus. Das liegt weniger an den Darstellern als an einem Drehbuch, das seinen Figuren kaum Gelegenheit gibt, über bloße Funktionsträger hinauszuwachsen. Zwischen den nächsten Angriffswellen bleiben die Dialoge erstaunlich nüchtern und lassen selten jene Emotionen entstehen, die einer wahren Geschichte dieses Ausmaßes gutgetan hätten. Dafür gibt es reichlich Patriotismus. Emmerich war dafür schon immer empfänglich, doch diesmal verlässt er das gesunde Maß. Immer wieder rückt weniger die historische Tragweite der Ereignisse als vielmehr das heroische Selbstverständnis der amerikanischen Figuren in den Vordergrund. Dadurch verliert der Film an Ausgewogenheit und wirkt stellenweise fast wie eine patriotische Inszenierung mit angeschlossener Schlacht.
Gerade das ist schade, denn die wahre Geschichte hätte genügend Kraft besessen, um ganz ohne diese Überhöhung zu funktionieren. Stattdessen reiht sich eine spektakuläre Actionsequenz an die nächste, wodurch die eigentlichen Schicksale der Beteiligten zunehmend in den Hintergrund geraten. Am Ende beeindruckt Midway vor allem das Auge. Die Materialschlachten entfalten nach anfänglicher Skepsis durchaus ihre visuelle Wirkung, doch das Herz bleibt erstaunlich unberührt. Für einen Film über eine der bedeutendsten Seeschlachten des Zweiten Weltkriegs ist das letztlich zu wenig. Spektakulär inszeniert – aber emotional nie wirklich auf Kurs.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die High Definition Blu-ray Disc überzeugt mit sehr feinen Details bei der Bildqualität, die Schärfe zeigt sich gestochen scharf, der Schwarzwert (wenn er zum Einsatz kommt) präsentiert sich hervorragend satt und die Farbwiedergabe kommt kräftig daher. Lediglich der Kontrast zeigt sich bei Tagesszenen etwas zu grell, was das Künstliche etwas verstärkt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Jede menge Dynamik mit erstklassigen, im Raum platzierten Soundeffekte. Dabei gehen die Dialoge nie unter sondern sind durchgehend klar verständlich. Insgesamt sehr sauber und sauber abgestimmt.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist ausreichend gut aber oft nur mit üblichen Standardinformationen gefüllt.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: 4061229089418
VÖ-Kauf: 20. März 2020.
www.leoninedistribution.com