


Einer für alle – alle für einen. Die leidenschaftliche Fortsetzung von „Die Drei Musketiere – D’Artagnan“ mit Francois Civil, Vincent Cassel, Ramain Duris, Pro Marmai und Eva Green als Milady. Constance Bonacieux wird vor den Augen von D’Artagnan entführt. In einer wilden Suche nach ihrer Rettung ist der junge Musketier gezwungen, sich mit der geheimnisvollen Milady de Winter zu verbünden. Als der Krieg erklärt wird, haben sich Athos, Porthos und Aramis bereits an die Front begeben. Nur kurze Zeit später lässt ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit alle alten Bündnisse zerbrechen.
Originaltitel: Les Trois Mousquetaires: Milady
Regie: Martin Bourboulon.
Drehbuch: Matthieu Delaporte, Alexandre Dumas, Alexandre de La Patellière.
Darsteller: Francois Civil, Vincent Cassel, Romain Duris, Pio Marmai, Eva Green, Louis Garrel, Vicky Krieps, Lyna Khoudri, Jacob Fortune-Lloyd.
Genre: Komödie / Drama / Liebesfilm
Land: Frankreich / Deutschland / Spanien / Belgien
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 114 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 7.1, DTS-HD MA 7.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Der Umfang des Projekts (Scale), Die Stunts (Stunt), Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE / Constantin Film
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Nach dem gelungenen Auftakt mit Les Trois Mousquetaires: D’Artagnan setzt Les Trois Mousquetaires: Milady die Geschichte unmittelbar fort und führt die Abenteuer rund um D’Artagnan und die berühmten Musketiere konsequent weiter. Dabei bleibt sich die französische Produktion in vielerlei Hinsicht treu und setzt erneut auf eine opulente Ausstattung, starke Bilder und klassische Mantel-und-Degen-Unterhaltung. Schon optisch knüpft die Fortsetzung nahtlos an ihren Vorgänger an. Die Kulissen gehören erneut zu den größten Stärken des Films. Burgen, Straßen, Wälder und prunkvolle Innenräume erzeugen eine glaubwürdige historische Welt, die den Zuschauer unmittelbar in das Frankreich des 17. Jahrhunderts versetzt. Auch die Kostüme überzeugen wieder auf ganzer Linie und verleihen der gesamten Produktion eine beeindruckende Wertigkeit.
Während der erste Teil noch stärker von politischen Intrigen und der Einführung seiner Figuren lebte, setzt „Milady“ deutlich stärker auf Bewegung. Die Handlung wird von zahlreichen Verfolgungen, Duellen und Gefechten vorangetrieben. Dadurch entsteht insgesamt ein höheres Tempo, das dem Film über weite Strecken zugutekommt. Die Action ist dynamisch inszeniert und sorgt immer wieder für unterhaltsame Höhepunkte. Dennoch offenbart sich hier auch eine gewisse Schwäche der Fortsetzung. Obwohl mehr passiert als im Vorgänger, wirkt die eigentliche Geschichte dünner. Viele Ereignisse treiben die Handlung zwar voran, hinterlassen aber nicht immer den Eindruck, wirklich bedeutend zu sein. Es fehlt stellenweise an jener erzählerischen Wucht, die den ersten Film trotz seiner Längen immer wieder ausgezeichnet hat. Besonders auffällig ist, dass manche Szenen nicht die Wirkung entfalten, die sie eigentlich haben könnten. Viele Konflikte wirken etwas zu zurückhaltend inszeniert. Wo mehr Dramatik, mehr Härte oder einfach mehr emotionale Intensität möglich gewesen wäre, bleibt der Film oftmals überraschend vorsichtig. Dadurch verlieren einige wichtige Momente an Gewicht.
Gerade die Figur der Milady hätte das Potenzial gehabt, noch stärker und bedrohlicher zu wirken. Zwar bleibt sie eine faszinierende Gegenspielerin und eine der interessantesten Figuren des Films, doch einige ihrer Szenen hätten deutlich mehr Nachdruck vertragen können. Hier verspielt der Film die Chance, seine ohnehin starke Atmosphäre noch weiter zu verdichten. Auch im Mittelteil schleichen sich kleinere Leerlaufphasen ein. Trotz des höheren Actionanteils plätschert die Handlung stellenweise etwas vor sich hin, ohne wirklich neue Impulse zu setzen. Dadurch fehlt gelegentlich jener mitreißende Schwung, den man sich von einer großen Abenteuerfortsetzung erhofft. Wie schon beim Vorgänger entscheidet man sich zudem erneut für ein Ende, das viele Fragen offenlässt. Tatsächlich wirkt das Finale sogar noch offener als das des ersten Teils. Einerseits erzeugt dies Neugier auf eine mögliche Fortsetzung, andererseits hinterlässt es das Gefühl, dass die Geschichte noch längst nicht abgeschlossen ist. Umso bedauerlicher erscheint die derzeit ungewisse Zukunft der Reihe. Trotz dieser Schwächen bleibt „Die Drei Musketiere – Milady“ eine sehenswerte Fortsetzung. Die beeindruckende Ausstattung, die starken Schauwerte und die gelungenen Actionsequenzen sorgen dafür, dass der Film jederzeit hochwertig wirkt. Zwar erreicht er nicht ganz die Balance seines Vorgängers und verschenkt durch seine etwas dünne Handlung sowie die fehlende Härte einiges an Potenzial, doch als klassisches Mantel-und-Degen-Abenteuer funktioniert er dennoch sehr gut. Bis eine mögliche Fortsetzung erscheint, dürfen sich Fans immerhin an einer der schönsten und aufwendigsten Musketier-Verfilmungen der letzten Jahre erfreuen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc überzeugt mit einem kreativen Schwarzwert. Zudem zeigt sich die Schärfe ausgezeichnet klar. Doch stören der viel zu dunkle Kontrast und das eintönige Colorgrading des Films.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Tonqualität präsentiert sich zwar sauber und bei der Action recht dynamisch, ist bei den Dialogen aber viel zu leise abgemischt. Nur konzentriert lassen sich diese gut verstehen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Standardmäßig gibt es abschließend noch kurzweiliges Bonusmaterial (2 Minuten).
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Ausgezeichnet mit dem César Award für Best Production Design.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976355380
VÖ-Kauf: 02.05.2024
www.constantinfilm.de