


Musiklabel-Praktikant Aaron bekommt den Auftrag, den exzentrischen Rockstar Aldous Snow in 72 Stunden von London via New York zum großen Comeback-Gig nach Los Angeles zu bringen. Dieser ist nach einem Karriereknick und der Trennung von seiner großen Liebe zum dauerberauschten Partymonster geworden. Kein Wunder also, dass Aaron große Mühe hat, den Diven haften Star zum Ziel zu bringen. Ein von Aldous beschlossener Zwischenstopp in Las Vegas macht die Sache nicht leichter. Doch um ihn nicht zu verärgern hat Aaron keine andere Wahl als mitzufeiern. Zwischen dubiose Drogendeals, wilden Raufereien und exzessiven Partys versucht er alles, um seinen Schützling rechtzeitig auf die Bühne zu bekommen.
Originaltitel: Get Him to the Greek
Regie: Nicholas Stoller.
Drehbuch: Nicholas Stoller, Jason Segel.
Darsteller: Russel Brand (Arthur), Jonah Hill (War Dogs), Elisabeth Moss (Der Unsichtbare), Rose Byrne (Peter Hase), Lars Ulrich), Colm Meaney, Mario Lopez.
Genre: Komödie / Musik
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Keine.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wer bei Get Him to the Greek aufgrund des deutschen Titels eine klassische Männerfreundschaftskomödie erwartet, wird schnell feststellen, dass dieser die eigentliche Geschichte nur unzureichend beschreibt. Der Originaltitel trifft den Kern des Films deutlich besser. Dennoch schmälert diese etwas unglückliche Übersetzung den Unterhaltungswert glücklicherweise kein bisschen. Denn was hier geboten wird, ist eine herrlich verrückte Mischung aus Buddy-Komödie, Musikfilm und einer völlig eskalierenden Odyssee durch das exzentrische Rockstar-Leben.
Von Beginn an setzt der Film auf einen Humor, der bewusst überdreht ist. Die Pointen fliegen in hoher Frequenz umher, viele davon sind herrlich schräg und manche sogar so absurd, dass man unweigerlich lachen muss. Besonders die eigens für den Film komponierten Songs entwickeln sich dabei fast zu einem eigenen Running Gag. Sie sind herrlich überzogen, treffen den satirischen Ton perfekt und gehören zweifellos zu den größten Stärken des Films. Gerade diese musikalischen Einlagen sorgen immer wieder für Momente, die lange im Gedächtnis bleiben.
Auch die Besetzung bewegt sich mit sichtlicher Spielfreude durch das Chaos. Nicht jede Rolle wirkt dabei ideal besetzt, doch das fällt erstaunlich wenig ins Gewicht. Viel wichtiger ist, dass alle Beteiligten den Wahnsinn des Films mit voller Überzeugung mittragen. Vor allem Russell Brand geht in seiner exzentrischen Rockstar-Figur vollkommen auf und liefert eine Performance ab, die zwischen Größenwahn, Selbstzerstörung und überraschender Verletzlichkeit pendelt. Unterstützt wird er von Jonah Hill, der den bodenständigeren Gegenpol bildet und damit viele der besten Dialoge ermöglicht.
Der Film lebt jedoch weniger von seiner Handlung als von seinen Situationen. Immer wieder geraten die Figuren in vollkommen absurde Ereignisse, die sich von einer Katastrophe zur nächsten steigern. Dabei verliert Männertrip nie seinen lockeren Ton und nimmt weder sich noch seine Figuren allzu ernst. Genau das macht den Reiz dieser Komödie aus.
Neben dem Klamauk versteckt sich sogar eine kleine Portion Gesellschaftssatire. Der Film wirft einen ironischen Blick auf das Musikgeschäft, den Starkult und den Preis des Ruhms, ohne dabei jemals belehrend zu wirken. Stattdessen werden diese Themen mit viel Selbstironie und reichlich schwarzem Humor verpackt.
Am Ende fühlt sich der Film tatsächlich an wie eine lange, völlig aus dem Ruder gelaufene Partynacht. Laut, chaotisch, stellenweise völlig verrückt und dennoch erstaunlich unterhaltsam. Nicht jeder Gag trifft ins Schwarze, doch wenn Männertrip zündet, dann richtig. Wer schräge Buddy-Komödien, bissigen Humor und jede Menge musikalischen Irrsinn mag, bekommt hier einen ausgelassenen Spaß serviert, der mit reichlich Energie bis zum Abspann durchzieht. Ein Film, der nachwirkt – fast wie der Kater nach einer besonders wilden Nacht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben den sehr kräftigen Farben punktet die Bildqualität auch mit schönen Details. Eine durchgehend glasklare Schärfe und ein satter Schwarzwert runden das Bild hervorragend ab.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Wirklich räumlich kommt nur der Soundtrack daher, alles Weitere hält sich eher zurück. Insgesamt präsentiert sich dieser ausgezeichnet sauber. Durchgehend klare Dialoge inklusive!
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Von Universal gab es eine zusätzliche Disc mit ausreichend Extras. Hier muss man allerdings auf zusätzliches Bonusmaterial verzichten.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Hier handelt es sich lediglich nur noch um die Kinofassung! Nicht um den Extended Cut.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912071698
VÖ-Kauf: 25. September 2020.