


Als die Erde für den Menschen unbewohnbar wurde, besiedelte die herrschende Elite den Planeten Kepler 209. Doch seine Atmosphäre macht die neuen Bewohner unfruchtbar. Zwei Generationen später soll ein Programm feststellen, ob Leben auf der Erde wieder möglich ist: Mission Ulysses II soll Gewissheit bringen. Die Raumkapsel gerät beim Eintritt in die Erdatmosphäre außer Kontrolle. Die Astronautin Blake (Nora Arnezeder) überlebt die Landung als Einzige – doch sie muss feststellen, dass sie auf der Erde nicht alleine ist. Ein Überlebenskampf beginnt, und Blake muss Entscheidungen treffen, die das Schicksal der ganzen Menschheit bestimmen werden.
Originaltitel: Tides
Regie: Tim Fehlbaum.
Drehbuch: Tim Fehlbaum, Mariko Minoguchi.
Darsteller: Nora Arnezeder (Safe House), Iain Glen (Resident Evil), Sebastian Roché (6 Underground), Sarah-Sofie Boussnina, Sope Dirisu, Joel Basman, Kotti Yun, Bella Bading.
Genre: Action / Abenteuer / Science-Fiction / Thriller
Land: Deutschland / Schweiz
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Deutsch.
Tonsystem: DTS-HD MA 7.1, DTS-HD MA 7.1, Hörfilmfassung DD 2.0
Untertitel: deutsche UT für Hörgeschädigte.
Extras: Making of, Wir haben keinen Planeten, Interviews, Trailershow.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Eine überflutete Welt, ein Rest der Menschheit und eine Landschaft, in der Ebbe und Flut längst das Kommando übernommen haben – „Tides“ besitzt auf dem Papier reichlich Material für einen atmosphärischen Sci-Fi- und Endzeit-Thriller. Visuell hat der Film tatsächlich einiges vorzuweisen. Die Kulissen wirken aufwendig und besitzen eine glaubwürdige Größe, was spätestens beim Making-of deutlich wird. Man erkennt durchaus, wie viel Arbeit in diese Welt gesteckt wurde. Umso ärgerlicher ist, dass die eigentliche Atmosphäre immer wieder unter der technischen und inszenatorischen Umsetzung leidet. Der CGI-Look wirkt stellenweise deutlich künstlicher, als es die Kulissen verdient hätten. Dazu kommt die beinahe permanente Berieselung mit trübem Nebel. Was eigentlich für Endzeitstimmung sorgen soll, wird irgendwann zur visuellen Dauerschleife und nimmt den Bildern eher die Wirkung, als sie zu verstärken. Auch die Kameraarbeit trägt nicht unbedingt dazu bei, diese Welt lebendig werden zu lassen. Die typischen deutschen Kameraeinstellungen lassen das Geschehen stellenweise merkwürdig distanziert wirken. Eine Umgebung, die eigentlich nach Weite, Verlorenheit und Bedrohung schreien müsste, bleibt dadurch erstaunlich oft auf Abstand.
Inhaltlich erinnert das Szenario unweigerlich an „Waterworld“, nur dass die Welt von „Tides“ stärker von Ebbe und Flut geprägt ist. Der vorhandene Ansatz hätte durchaus genügend Eigenständigkeit besitzen können, doch die dünne Story schöpft aus dieser Ausgangslage erschreckend wenig. Die Geschichte entwickelt sich eher wie eine seichte Odyssee durch eine hoffnungslose Welt, ohne dass daraus eine wirkliche Spannung entsteht. Noch problematischer sind die fehlenden glaubwürdigen Emotionen. Die Figuren befinden sich in einer Situation, die eigentlich existenzielle Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit auslösen müsste. Stattdessen bleibt vieles erstaunlich oberflächlich. Die Schicksale erreichen den Zuschauer nicht so, wie es diese Welt eigentlich verlangen würde. Einige Logikprobleme verstärken den Eindruck, dass hier mehr Potenzial vorhanden war, als letztlich genutzt wurde. Die Ausgangsidee ist vielversprechend, die Kulissen sind stark und auch die britische und französische Besetzung hätte wesentlich mehr hergeben können. Doch irgendwo zwischen Nebel, CGI und einer dünnen Geschichte verliert sich der Film. „Tides“ wirkt dadurch wie eine Welt, die eigentlich viel zu erzählen hätte, deren Bewohner aber vergessen haben, warum sie überhaupt noch unterwegs sind. Eine visuell interessante Endzeitkulisse, aus der deutlich mehr hätte entstehen können. Schade um das vorhandene Potenzial – und schade um eine Besetzung, die hier kaum die Gelegenheit bekommt, wirklich etwas daraus zu machen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der trübe Nebel zeigt sich leicht körnig, besitzt dadurch umso mehr Klarheit und hervorragende Details. Die Farbwiedergabe zeigt sich stimmig, ist aber auch auf den Stil des Films zurück zuführen. Nicht ganz so gut ist leider der Schwarzwert der oftmals etwas milchig wirkt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge stehen mehr im Hintergrund, beim Sound wurde hörbar auf die Geräuschkulisse wert gelegt und dann präsentiert sich diese nicht ausreichend ausgewogen dynamisch. Auch der Ton ist seicht aber immerhin sehr sauber.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Making of und Featurette laufen jeweils 2 Minuten. Viel zu kurze Einblicke ohne Informationen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976349082
VÖ-Kauf: 17. Februar 2022.
www.constantin-film.de