


Krabat (David Kross), ein 14-jähriger Waisenjunge, tritt 1646 eine Stelle als Lehrling in einer Wassermühle im Koselbruch an. Doch diese stellt sich schon bald als „Schwarze Schule“ heraus, deren Meister (Christian Redl) seine zwölf Gesellen in der Zauberkunst unterweist. Der Junge ist zunächst fasziniert von der dunklen Macht und freundet sich mit den anderen Lehrlingen an, insbesondere dem Altgesellen Tonda (Daniel Brühl), in dem er ein Vorbild gefunden hat. Doch in der Mühle häufen sich mysteriöse Vorfälle, die ihn zur Offenbarung eines grausamen Geheimnisses führen. Krabat beschließt, sich aus den Fängen des Meisters zu befreien – koste es, was es wolle…
Originaltitel: Krabat
Regie: Marco Kreuzpaintner.
Drehbuch: Marco Kreuzpaintner, Michael Gutmann.
Darsteller: David Kross (Der Vorleser), Christian Redl (Tattoo), Daniel Brühl (The First Avenger: Cevil War), Robert Stadlober (Sommersturm), Paula Kalenberg (Die Wolke), Hanno Koffler (Freier Fall), Tom Wlaschiha (Mr. Turner), Charly Hubner (Das Leben der Anderen), Anna Thalbach (Das kleine Gespenst).
Genre: Fantasy / Drama / Thriller
Land: Deutschland / UK / Rumänien
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 120 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Making-of, Geschnittene & erweiterte Szenen, Interviews, Hinter den Kulissen, Trailer, Featurettes, TV-Spots.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt Verfilmungen, bei denen man schon nach wenigen Minuten merkt, wie viel Respekt vor der literarischen Vorlage vorhanden war. Genau dazu gehört Krabat von Marco Kreuzpaintner, basierend auf dem berühmten Roman von Krabat. Die Neuauflage von Studiocanal bietet einen guten Anlass, sich diesem außergewöhnlichen Werk erneut zu widmen. Was den Zuschauer erwartet, ist keine gewöhnliche Fantasy-Geschichte, sondern ein düsteres Märchen voller Geheimnisse, Versuchungen und dunkler Kräfte.
Von Beginn an lebt der Film von seiner Atmosphäre. Die kalten Landschaften, die detailreichen Kulissen und die oftmals bedrückende Bildsprache erzeugen eine Stimmung, die sich konsequent durch die gesamte Laufzeit zieht. Schwarze Magie, Aberglaube und die allgegenwärtige Bedrohung verschmelzen zu einer beklemmenden Welt, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Gerade diese unangenehme Grundstimmung macht einen großen Teil der Faszination aus. Der Film versucht nie, seine düsteren Elemente abzuschwächen, sondern nutzt sie gezielt, um Spannung und Unsicherheit zu erzeugen.
Dazu kommt eine hervorragend zusammengestellte Besetzung. David Kross überzeugt als Krabat ebenso wie Christian Redl als geheimnisvoller Meister. Auch die zahlreichen Nebendarsteller tragen dazu bei, dass die Mühle und ihre Bewohner glaubwürdig und lebendig wirken. Die Figuren besitzen Ecken und Kanten, wodurch die Geschichte emotional greifbar bleibt und nie zur bloßen Fantasy-Kulisse verkommt.
Was letztlich bleibt, ist ein bildgewaltiger, atmosphärisch dichter und ungewöhnlich mutiger deutscher Fantasyfilm. Die Mischung aus Mystery, Magie und düsterem Drama funktioniert hervorragend und macht Krabat zu einer der gelungensten Verfilmungen eines Jugendromans im deutschen Kino. Zweifelsohne spannend, stellenweise beklemmend und vor allem verdammt gut.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein großartiges Bild mit bemerkenswerten Details und brillant klarer Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klar verständliche Dialoge und einer packenden Klangatmosphäre. Räumlich hervorragender Sound mit sehr guter Dynamik. Ein sauber abgestimmter Ton.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial lässt kaum Wünsche offen. Top!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 08. Dezember 2022.
www.studiocanal.de