


Nikki Grace (Laura Dern), eine einstmals gefeierte Schauspielerin, wird für die Hauptrolle im neuen Film von Regisseur Kingsley Stuart (Jeremy Irons) engagiert. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten erfahren Nikki und ihr Co-Star Devon Berk (Justin Theroux), dass es sich um ein Remake handelt: Der Film wurde vor einigen Jahren schon einmal gedreht, allerdings nie fertiggestellt, weil die beiden Hauptdarsteller vor Beendigung der Dreharbeiten zu Tode kamen. Immer mehr Rätsel tauchen um Nikki herum auf, während sie in die Rolle von Susan Blue schlüpft und Fiktion und Realität, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander zu verschmelzen beginnen.
Originaltitel: Inland Empire
Regie: David Lynch (Twin Peaks).
Drehbuch: David Lynch (Blue Velvet).
Darsteller: Laura Dern, Karolina Gruszka, Krzysztof Majchrzak, Grace Zabriskie, Jan Hencz, Ian Abercrombie, Karen Baird, Bellina Logan.
Genre: Drama / Fantasy / Mystery / Thriller
Land: USA / Frankreich / Polen
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 180 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch.
Tonsystem: PCM Stereo, PCM Stereo
Untertitel: deutsch, französisch.
Extras: „More Things That Happened“ (Deleted Scenes, ca. 75 Min.); “Lynch (One)” (Dokumentation, ca. 85 Min.); Interview mit David Lynch in London; Trailer.
Vertrieb: Arthaus / Studiocanal
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit Inland Empire schuf David Lynch vermutlich sein experimentellstes und zugleich kompromisslosestes Werk. Ein Film, der weniger erzählt als erlebt wird und der sich jeder herkömmlichen Einordnung mit beeindruckender Konsequenz entzieht.
Was hier auf den Zuschauer wartet, gleicht einem surrealen Albtraum, in dem Realität, Erinnerung, Fantasie und Unterbewusstsein unaufhörlich ineinanderfließen. Kaum ein anderer Film verwischt die Grenzen zwischen verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung derart radikal. Immer wieder glaubt man, einen Zusammenhang erkannt zu haben, nur um kurz darauf festzustellen, dass man sich möglicherweise längst in einer völlig anderen Realität befindet.
Für langjährige Lynch-Anhänger ist genau das der große Reiz. Inland Empire wirkt wie die Essenz all dessen, wofür der Regisseur seit Jahrzehnten bekannt ist: verstörende Bilder, rätselhafte Figuren, traumartige Logik und eine Atmosphäre permanenter Verunsicherung. Wer mit seinem Stil vertraut ist, erlebt hier einen faszinierenden und oft beeindruckenden Trip durch die dunkelsten Winkel der menschlichen Wahrnehmung.
Für Zuschauer, die erstmals mit Lynch in Berührung kommen, dürfte die Erfahrung hingegen deutlich schwieriger ausfallen. Der Film verweigert nahezu jede klassische Orientierungshilfe und kann dadurch schnell Ablehnung oder Überforderung hervorrufen. Man muss bereit sein, sich auf das Chaos einzulassen, ohne ständig nach eindeutigen Antworten zu suchen.
Besonders bemerkenswert sind die Bilder, die immer wieder mit der Wahrnehmung spielen. Was real erscheint, entpuppt sich als Illusion. Was wie ein Trugbild wirkt, könnte wiederum die eigentliche Wahrheit sein. Diese ständige Unsicherheit erzeugt eine fast hypnotische Wirkung und macht den Film zugleich faszinierend wie beunruhigend.
Hinzu kommt eine hervorragende Besetzung, die sich vollständig auf Lynchs ungewöhnliche Vision einlässt. Vor allem Laura Dern trägt den Film mit einer beeindruckenden Leistung und verleiht dem emotionalen Chaos immer wieder einen menschlichen Mittelpunkt.
Inland Empire ist kein Film für jede Stimmung und sicherlich kein Werk für Zuschauer, die eine klare Handlung erwarten. Doch als surrealer Albtraum, als filmisches Experiment und als Reise durch die Abgründe der Wahrnehmung gehört er zu den faszinierendsten Arbeiten in Lynchs Filmografie. Verwirrend, verstörend und gleichzeitig grandios.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Das Bild kommt durch die Überarbeitung mit einem viel besseren Kontrast und mit einer besseren Schärfe daher. Bleibt insgesamt aber weiterhin ziemlich bescheiden. Ob dies nun auf den zum Teil beabsichtigt unscharfen Filmstil zurückzuführen ist? Man weiß es nicht! Es mangelt nach wie vor an Tiefenschärfe und das hätte das Bild aber auch der Film gerade gut vertragen können.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klanglich ist alles präsenter und somit dynamischer und klarer. Verliert aber nichts dabei von seiner beabsichtigt eindringlichen Soundatmosphäre.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Auf zusätzliches Bonusmaterial hingegen muss gänzlich verzichtet werden. Da gibt es nicht mal einen Trailer zum Film. Zumindest bei der uns vorliegenden Disc.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 29. Juni 2023
www.studiocanal.de