


George Jetson wird von seinem Chef befördert und muss mit seiner ganzen Familie (Jane, Judy, Elroy, Rosie die Roboterin und Astro der Hund) auf einen fernen Planeten umziehen. Auf diesem fernen Planeten leben die Grungies, freundliche Unterwelt-Kreaturen, die eigentlich keiner Fliege etwas zuleide tun können.
Originaltitel: Jetsons: The Movie
Regie: Joseph Barbera, William Hanna.
Drehbuch: Dennis Marks, Carl Sautter.
Darsteller: George, Jane, Judy, Elroy, Rosie the Robot, Mr. Spacely, Astro.
Genre: Animation / Komödie / Familie / Sci-Fi
Land: USA / Taiwan
FSK: 0 Jahre.
Laufzeit: 82 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: keine.
Extras: Keine.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Für viele Zuschauer sind die Jetsons bis heute untrennbar mit den großen Zeichentrickklassikern vergangener Jahrzehnte verbunden. Die futuristische Familie aus dem Hause Hanna-Barbera begeisterte bereits lange vor Smartphones, Videotelefonie und Smart Homes mit ihrer humorvollen Zukunftsvision. Als schließlich Jetsons: The Movie erschien, war die Freude bei Fans der Serie entsprechend groß. Und tatsächlich gelingt dem Film zunächst das Wichtigste: Er fühlt sich wie die Serie an. Der klassische Zeichentrickstil wurde hervorragend übernommen und bewahrt den unverwechselbaren Charme der Vorlage. Figuren, Farben und Designs wirken sofort vertraut und sorgen bereits nach wenigen Minuten für einen angenehmen Nostalgie-Effekt. Gerade für Zuschauer, die mit den Jetsons aufgewachsen sind, weckt der Film zahlreiche Kindheitserinnerungen.
Besonders sympathisch bleibt dabei die liebevolle Darstellung der futuristischen Welt. Viele der technischen Spielereien, die einst reine Fantasie waren, wirken heute erstaunlich vertraut. Genau darin liegt ein Teil des besonderen Reizes der Jetsons: Sie zeigen eine Zukunft, die gleichzeitig nostalgisch und visionär erscheint. Leider zeigt sich jedoch recht schnell, dass der Film mit einem Problem zu kämpfen hat, das viele Serienadaptionen für die Kinoleinwand betrifft. Die Geschichte besitzt schlicht nicht genug Substanz für einen abendfüllenden Film. Was in einer regulären Serienepisode problemlos funktioniert hätte, wird hier auf Spielfilmlänge ausgedehnt. Dadurch entsteht immer wieder der Eindruck, dass die eigentliche Handlung bereits nach kurzer Zeit alles erzählt hat, was sie zu erzählen hat. Die Geschichte wirkt unnötig gestreckt und verliert dadurch deutlich an Dynamik. Tatsächlich hätte der zentrale Konflikt problemlos in eine deutlich kürzere Laufzeit gepasst und vermutlich sogar besser funktioniert.
Hinzu kommt, dass auch der Humor mit zunehmender Laufzeit etwas an Wirkung verliert. Zu Beginn sorgen die vertrauten Figuren und ihre Eigenheiten noch für einige Schmunzler, doch je länger der Film dauert, desto seltener zünden die Gags. Die Handlung verlässt sich häufig auf den Charme der bekannten Charaktere, ohne genügend neue Ideen nachzuliefern. Dabei bleibt die Besetzung der Figuren natürlich weiterhin ein großer Pluspunkt. George, Jane, Judy, Elroy und natürlich der treue Roboter Rosie besitzen noch immer jene sympathische Ausstrahlung, die die Serie einst so beliebt machte. Gerade deshalb fällt es leicht, dem Film trotz seiner erzählerischen Schwächen wohlwollend gegenüberzustehen. Die größte Stärke des Films liegt letztlich weniger in seiner Geschichte als in seinem nostalgischen Wert. Wer die Serie kennt und liebt, wird sich über das Wiedersehen mit den Figuren freuen und viele kleine Momente genießen können. Wer hingegen auf ein großes, eigenständiges Kinoabenteuer hofft, dürfte eher enttäuscht werden. So bleibt „Die Jetsons – Der Film“ vor allem ein Wiedersehen mit alten Freunden. Der klassische Zeichenstil, die vertraute Atmosphäre und der Charme der Serie funktionieren auch heute noch erstaunlich gut. Die langgezogene Handlung und der zunehmend nachlassende Humor verhindern jedoch, dass daraus ein wirklich großer Animationsfilm wird. Für Fans ist das Ganze dennoch ein schöner Ausflug in die Zukunft von gestern. Und vielleicht liegt genau darin seine größte Stärke – oder der Film ist inzwischen tatsächlich ein wenig eingestaubt.
![]()
![]()
Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Für einen Animationsfilm ist das Bild nicht sonderlich schön. Die Farben erscheinen völlig matt und teils ausgebleicht. Die Schärfe kommt zudem recht schwach daher, Kratzer und einen etwas zu dunklen Kontrast muss man ebenfalls in Kauf nehmen.
![]()
![]()
Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Auch der Ton kann wenig überzeugen. Größtenteils viel zu leise und auch nicht wirklich sauber. Man vernimmt ein leichtes Rauschen im Hintergrund, da der Sound aber eh sehr ist bekommt wiederum auch wenig davon mit.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliches Bonusmaterial gibt es hier nicht!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260264437264
VÖ-Kauf: 22. November 2019.