


Der modernste Hochgeschwindigkeitszug der Welt wird zur tödlichen Falle! Der in Ungnade gefallene Technik-Guru Loklin und seine Gang haben die Systeme manipuliert und zwingen den Zug zu immer höherem Tempo. Während Panik unter den Passagieren ausbricht, versucht eine Interpol Agentin zusammen mit einigen Fahrgästen die Täter zu finden – bevor der Zug unaufhaltsam in die Katastrophe rast.
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Ein Hochgeschwindigkeitszug, der zur tödlichen Waffe wird – die Grundidee von Speed Train klingt nach einem explosiven Actiontrip zwischen moderner Technologie, Cyberkriminalität und kompromisslosem Chaos. Ryan Francis setzt dabei auf ein Konzept, das Erinnerungen an Filme wie Bullet Train weckt und sich auch an anderer Stelle Inspiration zu holen scheint. Zwischen B-Movie und Trash bewegt sich der Film jedoch auf einem schmalen Grat. Die Geschichte bringt dabei eine durchaus interessante Zukunftsidee mit: Hacker übernehmen die Kontrolle über einen außer Kontrolle geratenen Hochgeschwindigkeitszug und machen Passagiere mit Gehirnimplantaten zu ferngesteuerten Waffen für zahlende Kunden im Darknet. Ein Szenario, das genügend Potenzial für einen spannenden Tech-Thriller besitzen würde.
Überraschenderweise funktioniert der Ansatz zeitweise sogar besser als erwartet. Die Action ist temporeich, das Konzept wird selbstbewusst präsentiert und einige Szenen liefern genau das, was man von einem solchen B-Movie erwartet: kurzweilige Unterhaltung ohne große Umwege. Der Film weiß zumindest, welche Richtung er einschlagen möchte. Leider wird dieses Potenzial immer wieder durch die begrenzten finanziellen Möglichkeiten ausgebremst. Das niedrige Budget ist kaum zu übersehen und besonders die CGI-Effekte wirken häufig deutlich zu billig, um die spektakulären Ideen wirklich überzeugend auf die Leinwand zu bringen.
Auch die schauspielerischen Leistungen gehören nicht zu den Stärken des Films. Viele Darsteller wirken eher austauschbar und können ihren Figuren nur wenig Leben einhauchen. Glücklicherweise verlangt die actionreiche Inszenierung ihnen nur selten besonders viel ab. Positiv hervorzuheben ist jedoch Mike Manning (Is It Just Me?), der sich in seinem Part durchaus behaupten kann und eine gute Figur macht. Speed Train ist somit kein großer Actionkracher, aber auch kein völliger Reinfall. Die Idee besitzt Reiz, das Tempo stimmt und einige Einfälle machen durchaus Spaß. Letztendlich bleibt jedoch das Gefühl, dass hier ein deutlich größerer Film in den Startlöchern stand, dessen Möglichkeiten vom Budget gnadenlos ausgebremst wurden.
Die Blu-ray bringt den farbenfrohen Stil von Speed Train mit einer auffälligen und lebendigen Darstellung auf den Bildschirm. Die kräftige Farbgebung verleiht dem Film einen sehr modernen und poppigen Look, ohne dabei an Wirkung zu verlieren. Die Schärfe präsentiert sich durchgehend klar und sorgt dafür, dass die schnellen Bewegungen und actionreichen Momente ordentlich zur Geltung kommen. Unterstützt wird das Ganze durch einen hell abgestimmten Kontrast, der die dynamische Optik des Films zusätzlich hervorhebt.
Die Tonspur legt vor allem Wert auf Tempo und Druck. Der Sound kommt mit einer ordentlichen Dynamik daher und präsentiert sich insgesamt sauber abgemischt. Gerade bei den actionreichen Passagen sorgt die Klangkulisse für den nötigen Schwung. Allerdings fehlt es etwas an Feinzeichnung: Viele kleinere Sounddetails und eine wirklich immersive Atmosphäre bleiben auf der Strecke. Hier fährt der Ton eher mit Vollgas als mit ausgefeilter Präzision.
Das Bonusmaterial bleibt auf der Kurzstrecke. Neben dem Trailer zum Film, der sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache enthalten ist, gibt es keine weiteren Extras.