


Der 16-jährige Darren (Chris Massoglia) führt das normale Vorstadt-Leben eines amerikanischen Teenagers. Lediglich sein Freund Steve (Josh Hutcherson) verleitet ihn zu der ein oder anderen Dummheit. Steve träumt schon länger davon Vampir zu sein und als eine Zirkusshow der besonderen Art im Ort gastiert, überzeugt er Darren zu einem Besuch. Auch dieser ist schnell von der skurrilen Welt der Freaks angezogen. Seine geweckte Neugier führt schließlich auch dazu, dass er nach kurzem Tod als Vampir wiedergeboren wird. Doch damit nicht genug: Bald findet er sich in einem Kampf der Vampire wieder.
Originaltitel: Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant
Regie: Paul Weitz (American Pie).
Drehbuch: Paul Weitz (About a Boy).
Darsteller: John C. Reilly (Kong: Skull Island), Chris Massoglia (The Hole), Josh Hutcherson (Red Dawn), Jessica Carlson (The Big C), Ray Stevenson (Thor), Salma Hayek (Alles Betty), Orlando Jones (Evolution), Willem Dafoe (Spider-Man), Michael Cerveris (Mexican), Patrick Fugit (Gone Girl).
Genre: Action / Abenteuer / Fantasy / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Unveröffentlichte Szenen, Doku Anleitung: Wie wird man zum Vampir?, Doku: Tour du Freak.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant hat vor allem ein Problem: den Vergleich mit seiner Vorlage. Fans der beliebten Buchreihe von Darren Shan dürften sich bei dieser Verfilmung mehr als einmal die Haare raufen. Zu viele Änderungen, zu viele neu erfundene Elemente und zu viele Freiheiten sorgen dafür, dass sich der Film oft weit von dem entfernt, was die Romane ursprünglich auszeichnete. Gerade Leser der Reihe werden daher vermutlich am stärksten enttäuscht sein. Zahlreiche Figuren, Handlungsstränge und Entwicklungen wurden verändert oder vereinfacht, wodurch vieles von der Atmosphäre und dem besonderen Reiz der Vorlage verloren geht. Statt einer möglichst werkgetreuen Umsetzung erhält man eher eine freie Interpretation der Buchreihe.
Auch unabhängig von der Vorlage wirkt die Geschichte nicht immer vollständig ausgereift. Die Handlung springt stellenweise etwas hastig voran, während manche Zusammenhänge oberflächlich bleiben oder nicht ausreichend erklärt werden. Dadurch entstehen kleinere Ungereimtheiten, die den Erzählfluss gelegentlich beeinträchtigen. Dennoch wäre es unfair, den Film ausschließlich an seinen Schwächen zu messen. Wer die Bücher nicht kennt oder bereit ist, die Adaption als eigenständiges Werk zu betrachten, könnte durchaus seinen Spaß daran haben. Denn langweilig wird es hier nur selten.
Die Produktion bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Fantasy, Action und Abenteuer. Besonders die Welt des Mitternachtszirkus besitzt einige reizvolle Ideen und sorgt immer wieder für interessante Begegnungen mit skurrilen Figuren und ungewöhnlichen Kreaturen. Die Effekte sind solide umgesetzt und unterstützen die fantasievolle Atmosphäre wirkungsvoll. Auch die Charaktere funktionieren insgesamt besser, als die Handlung selbst vermuten lässt. Viele Figuren besitzen genügend Charisma, um Interesse zu wecken, selbst wenn sie nicht immer die Tiefe erhalten, die sie verdient hätten. Dadurch bleibt der Film über weite Strecken kurzweilig und unterhaltsam.
Das größte Manko ist letztlich, dass dem Werk etwas Eigenständiges fehlt, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Zwar liefert der Film nette Ideen, ordentliche Action und eine interessante Fantasywelt, doch es fehlt jener besondere Funke, der aus guter Unterhaltung einen wirklich erinnerungswürdigen Film macht. So bleibt „Mitternachtszirkus“ eine solide, aber letztlich enttäuschende Romanverfilmung. Als Adaption wird sie den Büchern kaum gerecht, als eigenständiger Fantasyfilm bietet sie jedoch durchaus einige unterhaltsame Momente. Kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch – aber kaum ein Abenteuer, zu dem man immer wieder zurückkehrt.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben den sehr schönen und feinen Details, punkten die klare Schärfe und der passend dunkel gehaltene Kontrast. Die Farbwiedergabe ist immer etwas drüber und der Schwarzwert außerordentlich kräftig.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Einige Soundeffekte haben wirklich Biss, werden aber von der teils übertriebenen Dynamik gebändigt. Die Dialoge bei dem sauberen Ton präsentieren sich durchgehend klar verständlich.
![]()
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial kennt man bereits von der früheren DVD-Veröffentlichung. Die unveröffentlichten Szenen machen den Film leider auch nicht besser.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Die Steel Edition sieht wirklich sehr schick aus, Farblich ist das Design aber auch zu dunkel.
Wendecover: Kein Wendecover aber ein Sticker zum abziehen.
EAN: 4260646120074
VÖ-Kauf: 23. Oktober 2020.