


Nick Rivers (Val Kilmer), ein Rockstar mit 50er-Jahre-Hüftschwung, ist verknallt in Hillary Flammond (Lucy Gutteridge), die Tochter eines deutschen Wissenschaftlers, der leider vom bösen Feind gezwungen wird, die ultimative Superwaffe zu entwickeln.Nick und Hillary müssen sich ganz schön beeilen, um diesen teuflischen Plan zu vereiteln – aber keine Angst, es bleibt noch Zeit für ein paar musikalische Einlagen, jede Menge Slapstick und ein bisschen Romantik.
Originaltitel: Top Secret!
Regie: Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker.
Drehbuch: Jim Abrahams, David Zucker, Jerry Zucker.
Besetzung: Val Kilmer, Lucy Gutteridgem Peter Cushing, Jeremy Kemp, Christopher Villiers, Warren Clarke, Michael Gough, Harry Ditson, Omar Sharif, Eddie Tagoe, Jim Carter.
Genre: Komödie / Krimi /Musikfilm
Land: USA / UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS_HD MA 2.0
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Audiokommentar der Regisseure und des Produzenten, 5 alternative Szenen, Bookstore Backwards, US Kinotrailer.
Vertrieb: Paramount Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Kennen Sie das Gefühl, wenn eine Komödie die eigenen Lachmuskeln derart überstrapaziert, dass man irgendwann kaum noch hinterherkommt? Falls „Top Secret!“ noch nicht zum persönlichen Erfahrungsschatz gehört, dürfte genau dieser Zustand zunächst einigermaßen befremdlich wirken. Denn Jim Abrahams, David Zucker und Jerry Zucker haben hier eine Komödie geschaffen, die ihre Gagdichte mit einer geradezu absurden Konsequenz auf die Spitze treibt. Der Film nimmt sich nichts, erklärt nichts unnötig und scheint schon nach wenigen Minuten beschlossen zu haben, dass Vernunft in dieser Welt ohnehin nur im Weg stehen würde. Das Erstaunliche ist, dass „Top Secret!“ auch Jahrzehnte später noch eine enorme Trefferquote besitzt. Nahezu jede Szene ist mit Gags vollgestopft, wobei sich der Film keineswegs damit begnügt, einen einzelnen Witz abzufeuern und anschließend brav auf die nächste Pointe zu warten. Kaum hat man einen Gag verarbeitet, steckt bereits der nächste in irgendeiner Ecke. Und genau hier liegt eine der größten Stärken dieser Komödie: Vieles funktioniert nicht nur auf der offensichtlichen Ebene. Im Hintergrund lauern weitere Witze, absurde Details und kleine visuelle Einfälle, die beim ersten Ansehen beinahe zwangsläufig durchrutschen, weil man noch damit beschäftigt ist, über den vorherigen Gag zu lachen. Diese Detailverliebtheit macht den Film erstaunlich langlebig. Selbst nach mehreren Sichtungen kann plötzlich irgendwo ein neuer kleiner Unsinn auftauchen, den man zuvor schlicht übersehen hat. „Top Secret!“ ist dadurch eine jener Komödien, bei denen man nicht nur die eigentliche Handlung erneut verfolgt, sondern regelrecht durch einzelne Szenen stöbern kann. Man entdeckt Kleinigkeiten, die sich fast beiläufig ins Bild geschlichen haben, und erkennt irgendwann, dass der Film offenbar überhaupt keine Szene einfach nur so existieren lässt. Alles kann zum nächsten Witz werden. Ein Hintergrunddetail, eine Bewegung, ein Gegenstand oder eine scheinbar völlig nebensächliche Situation kann plötzlich die nächste Pointe liefern.
Auch die Geschichte selbst ist derart mit absurden Momenten durchsetzt, dass man als Zuschauer gelegentlich beinahe den Verstand verlieren könnte. Nicht, weil die Handlung kompliziert wäre, sondern weil sie mit einer solchen Konsequenz jede halbwegs vernünftige Erwartung über den Haufen wirft. „Top Secret!“ entwickelt seine eigene Logik und zieht diese gnadenlos durch. Realität ist hier bestenfalls eine unverbindliche Empfehlung. Der Film springt von einer absurden Situation in die nächste und lässt den Zuschauer kaum Zeit, wieder zu Atem zu kommen. Die Handlung dient dabei weniger als ernsthafte Grundlage für die Komik, sondern als riesige Spielwiese, auf der praktisch alles erlaubt ist. Genau diese Haltung macht den Film so herrlich überdreht. Er möchte nicht besonders clever aussehen, obwohl sich hinter seiner scheinbaren Albernheit eine erstaunliche Präzision verbirgt. Die besten Gags funktionieren gerade deshalb so gut, weil sie mit einer Selbstverständlichkeit präsentiert werden, als wäre der größte Unsinn der Welt völlig normal. Die Komik entsteht nicht selten aus dem völligen Ernst, mit dem die Figuren die absurdesten Situationen behandeln. Der Film selbst weiß natürlich genau, wie bescheuert das alles ist, und genau daraus zieht er seine Energie. Ein kleiner Staubfilm hat sich über die Jahre allerdings auf einige der Pointen gelegt. Was damals noch völlig überraschend wirken konnte, ist aus heutiger Sicht stellenweise vorhersehbarer geworden. Manche Gags erkennt man inzwischen, bevor sie überhaupt vollständig ausgespielt sind, und einzelne Ideen wirken dadurch ein wenig eingestaubt. Das schmälert den Unterhaltungswert nicht grundsätzlich, zeigt aber, dass selbst eine so dicht gepackte Komödie nicht vollkommen immun gegen den Zahn der Zeit ist. Einige Überraschungen funktionieren nach Jahrzehnten schlicht nicht mehr mit derselben Wucht wie bei der ersten Begegnung.
Der große Vorteil von „Top Secret!“ bleibt jedoch seine schiere Fülle. Selbst wenn ein Witz einmal nicht mehr ganz so zündet wie früher, stehen bereits mehrere weitere Gags Schlange. Der Film ist derart vollgestopft mit absurden Einfällen, dass einzelne schwächere Momente kaum ins Gewicht fallen. Wer hier nur die offensichtlichen Pointen betrachtet, bekommt ohnehin nur einen Teil dessen mit, was tatsächlich auf der Leinwand passiert. Hinter der eigentlichen Geschichte versteckt sich ein regelrechtes Labyrinth aus kleinen Albernheiten, visuellen Späßen und vollkommen durchgeknallten Ideen. „Top Secret!“ ist damit eine Komödie, die auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch erstaunlich viel Leben besitzt. Nicht jede Pointe ist mit der Zeit jünger geworden, manche hat inzwischen eindeutig Patina angesetzt. Doch die Mischung aus absurdem Humor, hoher Gagdichte und versteckten Details funktioniert noch immer prächtig. Wer sich auf diesen völligen Kontrollverlust einlässt, sollte besser nicht erwarten, mit einem normalen Maß an Lachen davonzukommen. Bei „Top Secret!“ kann man durchaus den Eindruck bekommen, dass der Film mehr Witze bereithält, als ein einzelner Zuschauer überhaupt verarbeiten kann. Und genau das macht diesen vollkommen durchgedrehten Spaß bis heute so sehenswert.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Auch hier sind wieder Körnungen gegeben, aber das sorgt für einen natürlichen Gesamteindruck. Der Kontrast präsentiert sich ausreichend hell und die Schärfe um einiges besser als die DVD-Ausgabe. Unscharfe Stellen kommen von der Filmproduktion, nicht von der Qualität der High Definition Blu-ray Disc. Hervorragende Details, Nahaufnahmen sind sehr gut ausgeleuchtet.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Gute und saubere Dynamik und insgesamt ein sehr sauberer Klang. Wenn auch recht frontlastig, so setzt die Dynamik Akzente im Raum. Die Dialoge sind durchgehend klar zu verstehen, Musik und Nebengeräusche erklingen im Hintergrund dezent und doch harmonisch.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist bereits von der DVD-Ausgabe bekannt und liefert daher keine Neuerungen. Alles 1:1 übernommen!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 19. Mai 2022.
www.paramount.de