


Nach dem Unfalltod ihres 17-jährigen Sohnes Esteban kündigt Manuela (Cecilia Roth) ihren Job als Krankenschwester und macht sich auf die Suche nach dem verschollenen Vater des Jungen (Toni Canto), der nach einer geschlechtsangleichenden Operation nun Lola heißt. Auf der Reise begegnet sie alten Bekannten und muss sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Sie trifft auf Huma Roja, einer Schauspielerin, die eine tragische Rolle beim Tod ihres Sohnes spielte: Esteban wurde, als er auf der Jagd nach einem Autogramm von ihr war, von einem Auto überfahren. Auf den Spuren von Lola begegnet sie Schwester María Rosa (Penélope Cruz), die von Lola mit HIV infiziert wurde. Manuela freundet sich mit den Frauen an, nimmt eine Stelle bei Huma Rojo an und springt in dem Stück Endstation Sehnsucht ein. Dabei vergisst sie die Suche nach Lola. Bei der Beerdigung der verstorbenen Rosa trifft Manuela auf Lola und erzählt ihr vom gemeinsamen Sohn. So erfüllt Manuela ihrem Sohn einen Herzenswunsch.
Originaltitel: Todo sobre mi madre
Regie: Pedro Almodóvar.
Drehbuch: Pedro Almodóvar.
Darsteller: Cecilia Roth, Marisa Paredes, Candela Pena, Antonia San Juan, Penélope Cruz, Rosa Maria Sardà, Fernando Fernán Gómez, Toni Cantó.
Genre: Drama / Komödie / Liebesfilm
Land: Spanien / Frankreich
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Spanisch, Hörfilmfassung für Sehbehinderte
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, deutsch für Hörgeschädigte
Extras: Making of, Interviews mit Cast & Crew.
Vertrieb: ARTHAUS / STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 5 von 5 Clapperboards.
„Alles über meine Mutter“ („Todo sobre mi madre“) ist ein Film, der sich kaum in gewöhnliche Kategorien pressen lässt, weil er weit über das hinausgeht, was man klassisch als Drama oder Melodram bezeichnen würde. Pedro Almodóvar gelingt hier ein Werk von außergewöhnlicher emotionaler Dichte, das Schmerz, Verlust, Identität und Liebe mit einer seltenen Balance aus Intensität und Zärtlichkeit miteinander verwebt.
Im Zentrum steht dabei weniger eine einzelne Handlung als vielmehr ein Gefühl: das Weiterleben nach einem tiefen Einschnitt. Der Film erzählt von Menschen, die durch Schicksalsschläge geprägt sind, und dennoch — oder gerade deshalb — Wege finden, sich gegenseitig zu halten, zu verlieren und wiederzufinden. Diese existenzielle Grundbewegung zieht sich wie ein leiser, aber stetiger Strom durch jede Szene.
Besonders beeindruckend ist, mit welcher Selbstverständlichkeit der Film große emotionale Themen behandelt, ohne jemals ins Pathetische oder Künstliche abzurutschen. Liebe und Verlust werden nicht gegeneinander ausgespielt, sondern als zwei Seiten desselben Zustands verstanden. Gerade dadurch entsteht eine Erzählweise, die gleichzeitig poetisch und erschütternd real wirkt. Viele Entscheidungen der Figuren mögen auf den ersten Blick nicht immer sofort nachvollziehbar erscheinen, entfalten jedoch im Verlauf eine innere Logik, die sich aus Emotion und Erfahrung speist, nicht aus reiner Rationalität.
Der Film arbeitet dabei mit einer Mischung aus Wärme, Ironie und feinem Mitgefühl. Almodóvar gelingt es, seine Figuren nicht zu idealisieren, sondern sie in all ihren Brüchen, Widersprüchen und Sehnsüchten ernst zu nehmen. Diese Haltung verleiht dem Film eine besondere Menschlichkeit. Man leidet, hofft und kämpft mit ihnen, ohne je das Gefühl zu haben, von außen auf ihr Schicksal herabzublicken.
Gleichzeitig zeigt „Alles über meine Mutter“ auch eine große Offenheit im Umgang mit Themen wie Identität, Familie und gesellschaftlicher Zugehörigkeit. Der Film nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, bleibt aber stets von einer tiefen Empathie getragen, die jede Szene durchzieht. Gerade diese Mischung aus Klarheit und Sensibilität macht seine Wirkung so nachhaltig.
Dass der Film im Jahr 2000 mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde, wirkt rückblickend kaum überraschend. Es ist ein Werk, das nicht nur erzählt, sondern berührt, begleitet und nachhallt — ein Film, der zeigt, dass das Leben selbst in seinen schmerzhaftesten Momenten immer auch eine Form von Kunst und Schönheit in sich trägt.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Das 4K Remastered Bild bietet kräftige Farben und beeindruckt zugleich mit Natürlichkeit. Die klare Schärfe ist makellos, die Details hervorragend. Lediglich der Schwarzwert präsentiert sich ein wenig schwach.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound ist wie sonst auch sehr sauber und die Dialoge sind ausgezeichnet dynamisch und klar verständlich. Der Soundtrack hätte allerdings klanglich noch etwas besser hervorstechen können.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Die zusätzlichen Extras hat es allesamt in der Form bereits gegeben.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680105130
VÖ-Kauf: 22.08.2024
www.studiocanal.de