


Nach einem tragischen Unfall, bei dem einer ihrer Zwillinge ums Leben kam, ziehen Rachel und ihr Mann Anthony mit ihrem verbliebenen Sohn ans andere Ende der Welt, in der Hoffnung, sich ein neues Leben aufzubauen. Was als eine Zeit der Heilung in der ruhigen skandinavischen Landschaft anfängt, nimmt bald eine unheilvolle Wendung, als Rachel beginnt, die erschütternde Wahrheit über ihren Sohn zu entdecken und sich den bösartigen Kräften entgegenstellt, die versuchen, ihn in ihre Gewalt zu bringen.
Originaltitel: The Twin
Regie: Taneli Mustonen.
Drehbuch: Taneli Mustonen. Aleksi Hyvärinen.
Darsteller: Teresa Palmer (The Grudge 2), Steven Cree, Barbara Marten, Tristan Ruggeri, Andres Dvinjaninov, Nick Connor, Tiiu Uibo, Raivo Trass.
Genre: Drama / Horror / Mystery / Thriller
Land: Finnland
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HS MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: LEONINE Studios
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Der Erfolg von „Hereditary“ scheint inzwischen seine ganz eigene kleine Horrorwelle ausgelöst zu haben. „The Twin“ möchte offenbar ebenfalls auf dieser Welle mitsurfen, doch statt elegant auf dem Brett zu stehen, geht der Film dabei eher unter. Der Versuch, psychologischen Horror mit einer komplexeren Geschichte und einem großen Rätsel zu verbinden, klingt zunächst interessant, erweist sich in der Umsetzung allerdings als erstaunlich wenig raffiniert. Vor allem der Aufbau zieht sich viel zu lange hin. Der Film nimmt sich zwar Zeit, seine Atmosphäre und seine Geschichte zu entwickeln, nutzt diese Zeit aber nicht wirklich, um einen überzeugenden Spannungsbogen aufzubauen. Dadurch entsteht weniger das Gefühl, dass sich langsam etwas Unheimliches zusammenfügt, sondern eher der Eindruck, dass man auf etwas wartet, das einfach nicht kommen will. Dabei besitzt „The Twin“ durchaus eine brauchbare Atmosphäre, die immer wieder zeigt, dass hier grundsätzlich die richtigen Zutaten vorhanden gewesen wären.
Auch die Besetzung schlägt sich größtenteils ordentlich und kann dem Geschehen zumindest etwas Glaubwürdigkeit verleihen. Doch was das Drehbuch aus den Figuren und der zunehmend komplexer werdenden Geschichte macht, ist wesentlich weniger überzeugend. Immer wieder stößt man auf Logikprobleme, die das ohnehin fragile Konstrukt ins Wanken bringen. Je mehr Erklärungen geliefert werden, desto deutlicher wird, dass nicht alles wirklich sauber durchdacht wurde. Besonders bitter wird es beim Twist am Ende. Eine überraschende Wendung kann einen Film im besten Fall rückwirkend in ein völlig neues Licht rücken. Hier passiert leider eher das Gegenteil: Die finale Erklärung macht einen großen Teil dessen zunichte, was zuvor als Erklärung für die Ereignisse aufgebaut wurde. Plötzlich wirkt vieles nicht mehr komplex, sondern schlicht unausgereift. Der Film möchte offenbar mehrere Ebenen miteinander verbinden, doch zwischen Anspruch und tatsächlicher erzählerischer Logik klafft eine ziemlich große Lücke.
Schade ist das vor allem deshalb, weil „The Twin“ durchaus Potenzial besitzt. Atmosphäre, Besetzung und die grundsätzliche Idee hätten für einen wesentlich raffinierteren Horrorfilm ausgereicht. Doch ausgerechnet die Komplexität, mit der man sich von ähnlichen Werken abheben möchte, wird zur größten Schwäche. Statt ein ausgeklügeltes Puzzle zu ergeben, bleiben zu viele Teile übrig, die nicht richtig ineinanderpassen. Lang lebe also das Potenzial – wenn es doch wenigstens ansatzweise so weit gekommen wäre, tatsächlich genutzt zu werden. „The Twin“ bleibt damit ein atmosphärisch durchaus brauchbarer, aber erzählerisch schwacher Versuch, auf der „Hereditary“-Welle mitzuschwimmen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Schöne Details und ein gestochen klares Bild. Der Kontrast zeigt sich stimmig und nicht zu düster. Ebenfalls überzeugend zeigt sich zudem der satte Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Score kommt nicht richtig durch, dabei kann dieser gute Akzente setzen. Insgesamt präsentiert sich der Sound sehr sauber und mit kräftigen Dialogen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 28. Oktober 2022.
www.leonine-distribution.com