


Wie alles begann… Der Ursprung des BösenDie „Resident Evil“-Ursprungsgeschichte spielt im Jahr 1998 und erklärt die Geheimnisse der Spencer Mansion und von Raccoon City. Raccoon City, einst die florierende Heimat des Pharmariesen Umbrella Corporation, ist heute eine sterbende Stadt im Mittleren Westen. Der Exodus des Unternehmens hat die Stadt in ein Ödland verwandelt, unter dessen Oberfläche sich ein großes Übel zusammenbraut. Als dieses Böse entfesselt wird, verändert sich die Stadt für immer. Es gibt nur eine kleine Gruppe von Überlebenden, die sich nun zusammenraufen muss, um die Wahrheit hinter Umbrella aufzudecken und die Nacht zu überstehen.
Originaltitel: Resident Evil: Welcome to Raccoon City
Regie: Johannes Roberts.
Drehbuch: Johannes Roberts.
Darsteller: Kaya Scodelario (Maze Runner), Robbie Amell (Duff), Tom Hopper (The Umbrella Academy), Hannah John-Kamen, Avan Jogia, Donal Logue, Neal McDonough, Lily Gao, Chad Rook, Marina Mazepa.
Genre: Action / Horror / SciFi
Land: Kanada / Deutschland
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 108 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Replicating the DNA, Cops, Corpses and Chaos, Zombies, Lickers and the Horrors of „Resident Evil“.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
![]()
Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Ein Neustart bietet immer die Chance, alte Fehler hinter sich zu lassen. Gerade bei Resident Evil war die Hoffnung groß, endlich eine Verfilmung zu bekommen, die sich stärker an den legendären Videospielen orientiert. Tatsächlich gelingt das dem Film zumindest in einem entscheidenden Punkt. Die Kulissen orientieren sich bemerkenswert nah an ihren digitalen Vorbildern und vermitteln genau jene düstere Atmosphäre, die Fans der Spiele seit Jahrzehnten schätzen. Unter den Extras der Blu-ray wird dieser Aufwand sogar anhand direkter Vergleiche zwischen Spiel und Film eindrucksvoll dokumentiert.
Leider endet das Lob beinahe genau an dieser Stelle. Denn während die Schauplätze den Geist der Vorlage erstaunlich gut einfangen, zerfällt der Rest des Films Stück für Stück in sich selbst. Die Kameraführung wirkt häufig unruhig und ideenlos, die Geschichte schleppt sich ohne nennenswerten Rhythmus durch ihre Handlung und selbst die Actionszenen entwickeln kaum Dynamik. Ausgerechnet dort, wo Resident Evil eigentlich Tempo und Nervenkitzel entfalten müsste, herrscht erstaunliche Trägheit. Dabei wollte der Film offensichtlich vieles besser machen als die frühere Reihe mit Milla Jovovich. Ironischerweise gelingt ihm genau das Gegenteil. Wo die alten Filme zumindest mit ihrer überdrehten Action und ihrem hohen Unterhaltungswert punkteten, wirkt Welcome to Raccoon City erstaunlich zäh und entwickelt unfreiwillig einen Trashfaktor, der eher irritiert als begeistert.
Je näher das Finale rückt, desto absurder wird die Inszenierung. Entscheidungen wirken zunehmend beliebig, Szenen verlieren jede Glaubwürdigkeit und auch auf der Regieseite schleichen sich Momente ein, die eher unfreiwilliges Schmunzeln hervorrufen als echte Spannung erzeugen. Gerade das Ende hinterlässt deshalb einen ernüchternden Eindruck. Besonders enttäuschend fällt außerdem der Umgang mit den bekannten Figuren aus den Spielen aus. Viele der beliebten Charaktere wurden derart unglücklich geschrieben, dass kaum noch etwas von ihrer eigentlichen Persönlichkeit übrig bleibt. Ausgerechnet bei einem Reboot, der sich den Spielen annähern wollte, ist das wohl die größte verpasste Chance. Und dann folgt während des Abspanns auch noch eine zusätzliche Szene, die unverkennbar auf eine mögliche Fortsetzung hindeutet. Bitte nicht. Wenn schon ein Neuanfang, dann hätte gerade dieser Film beweisen müssen, weshalb Resident Evil eine weitere Chance verdient. Stattdessen bleibt ein Werk zurück, das optisch stellenweise nah an der Spielvorlage liegt, erzählerisch und inszenatorisch jedoch kaum überzeugen kann. Das Ergebnis wirkt weniger wie eine Wiedergeburt der Reihe als vielmehr wie eine vertane Gelegenheit.
![]()
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Der Schwarzwert überzeugt satt, die Details präsentieren sich sehr gut, eine klare Schärfe und eine stimmige Farbwiedergabe. Qualitativ wurde hier immerhin vieles richtig gemacht.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound bei der High Definition Blu-ray Disc glänzt mit klar verständlichen Dialogen und mit einer ausreichenden Dynamik. Doch die Dynamik ist nicht gut platziert, vor allem bei der Action fehlt es an allen Ecken und Enden. Dabei hätte dieser den Film etwas aufwerten können. Aber es fehlen eben auch die Soundeffekte.
![]()
![]()
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Wirklich überzeugen können dafür die zusätzlichen Extras, wenn auch teilweise recht kurz gehalten. Doch die Einblicke sind so viel besser als der Rest des Paketes.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976351481
VÖ-Kauf: 24. März 2022.
www.constantin-film.de