


Mitte des 19. Jahrhunderts arbeitet Philologie-Professor James Murray (Mel Gibson) mit großer Leidenschaft an seinem ehrgeizigen Traum: der Erstellung der ersten Ausgabe des Oxford English Dictionary, dem bis heute umfangreichsten Wörterbuch der englischen Sprache. Unterstützung erhält er dabei von einem ominösen Dr. William Chester Minor (Sean Penn), der Murray über die Jahre 10.000 Beiträge schickt. Der Professor ahnt dabei nicht, dass sein leidenschaftlicher Unterstützer sein Dasein in einer Hochsicherheits-Psychiatrie fristet. Doch zwischen den beiden ungleichen Männern, die aus völlig unterschiedlichen Gründen als „verrückt“ gelten, entwickelt sich eine starke Verbindung, um ein gemeinsames Vermächtnis zu erschaffen: das größte englische Wörterbuch aller Zeiten!
Originaltitel: The Professor and the Madman
Regie: Farhad Safinia (as P.B. Shemran).
Drehbuch: John Boorman, Todd Komarnicki.
Darsteller: Mel Gibson (Braveheart), Sean Penn (Milk), Eddie Marsan (21 Gramm), Natalie Dormer (Game of Thrones), Jennifer Ehle (Zero Dark Thirty), Steve Coogan (Philomena), Ioan Gruffudd (Fantastic Four), Stephen Dillane, Jeremy Irvine, Laurence Fox.
Genre: Biografie / Drama / Mystery / Thriller
Land: Irland.
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 124 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Behind the Scenes, Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: New KSM Cinema / KSM GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Mit einer historischen Geschichte über die Entstehung eines der bedeutendsten Wörterbücher und einer Besetzung, in der Namen wie Mel Gibson und Sean Penn auftauchen, sind die Voraussetzungen für ein großes Drama eigentlich gegeben. Auch optisch wird einiges aufgefahren: Die Ausstattung ist hervorragend und die Bilder können sich durchaus sehen lassen. Doch all dieser Aufwand führt leider nicht dazu, dass die Geschichte die nötige Wirkung entfaltet. Zu geradlinig entwickelt sich der Verlauf, Überraschungen bleiben ebenso aus wie wirklich packende Momente. Statt die Schicksale seiner Figuren miteinander zu einem fesselnden Ganzen zu verweben, wirkt die Inszenierung zunehmend orientierungslos. Es fehlt ein klarer Fokus, wodurch die einzelnen Lebensgeschichten eher nebeneinanderherlaufen, als dass sie sich gegenseitig verstärken. Gerade bei einem Stoff, der so viel dramatisches Potenzial besitzt, ist das besonders schade. Mel Gibson überzeugt dabei mit einer starken Darstellung und verleiht seiner Figur die nötige Präsenz. Deutlich enttäuschender fällt dagegen Sean Penn aus, der als zweifacher Oscarpreisträger eigentlich andere Maßstäbe setzen könnte. Seine Darstellung bleibt hinter dem zurück, was man von einem Schauspieler mit seinem Können erwarten darf. Dadurch verliert auch die Verbindung zwischen den beiden zentralen Figuren an Wirkung.
Auch die Ausstattung und die Bildgestaltung können den Film nicht aus seinem erzählerischen Stillstand befreien. Die historische Welt ist ordentlich eingefangen und besitzt durchaus Atmosphäre, doch „The Professor and the Madman“ entwickelt daraus keine mitreißende Dynamik. Ein wirklicher Gänsehautmoment bleibt aus, ebenso das Gefühl, dass sich hier etwas Außergewöhnliches entwickelt. Besonders hinderlich sind zudem die Flashbacks. Sie sollen offenbar zusätzliche Tiefe schaffen und die Hintergründe der Figuren verdeutlichen, wirken aber eher wie Unterbrechungen des ohnehin schon geradlinigen Erzählflusses. Statt die Geschichte emotional zu verdichten, nehmen sie ihr letztlich sogar den letzten Funken an Tiefe. So bleibt ein hervorragend ausgestattetes historisches Drama mit starken Bildern und einer insgesamt erstklassigen Besetzung, dessen erzählerisches Potenzial leider weitgehend ungenutzt bleibt. Zu geradlinig, zu wenig überraschend und ohne die packenden Momente, die aus diesem Stoff ein wirklich eindringliches Filmerlebnis hätten machen können.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein etwas zu grelles Bild lässt Stellen beim Bild unnatürlich erscheinen. Doch ansonsten überzeugt das Bild mit einer sehr detailreichen, klaren Schärfe und einen gute Farbabmischung. Auch der Schwarzwert kommt ordentlich kräftig daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Größtenteils werden hier die Dialoge gefordert, doch im Gegensatz zum Bild wird hier eine durchgehende Natürlichkeit im Klang geboten.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ja, ist ganz nett aber nicht mehr als Standard!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260623483222
VÖ-Kauf: 05. Dezember 2019.