


Korea 1925 unter japanischer Besatzung: Der Witwer Chun Man-duk, der als bester Jäger im Königreich Korea gilt, lebt mit seinem Sohn Seok zurückgezogen am Fuße der majestätischen Berge. Zur Demonstration ihrer Macht plant die japanische Armee den dort umherstreifenden letzten Tiger Koreas auszurotten, der von den Einheimischen so gefürchtet wie verehrt wird. Man-duk widerstrebt es, das legendäre Raubtier zu töten. Erst als sich Seok der Jagd anschließt, überwiegt die Furcht um seinen Sohn, und Man-duk greift ein letztes Mal zum Gewehr…
Originaltitel: Daeho
Regie: Park Hoon-jung.
Drehbuch: Park Hoon-jung.
Darsteller: Man-sik Jeong, Seok-won Jeong, Ji-so Jung, Hong-pa Kim, Na-ra Lee, Choi Min-sik, Mi-ran Ra, Kim Sang-Ho, Yoo-Bin Sung.
Genre: Action / Abenteuer / Drama
Land: Südkorea
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 139 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Koreanisch, Japanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS_HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Pandastorm Pictures (Edel)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Ein letzter Tiger, ein alter Jäger und ein Land unter fremder Herrschaft: Aus dieser Konstellation entwickelt sich weit mehr als ein klassischer Abenteuerfilm über die Jagd. „The Tiger – Legende einer Jagd“ verbindet Action, Drama und Natur zu einem erstaunlich philosophischen und beinahe meditativen Geflecht. Im Zentrum steht Chun Man-Duk, gespielt von Choi Min-sik, ein legendärer Jäger, der längst seine Waffe niedergelegt hat. Doch unter der japanischen Besatzung Koreas wird aus der Jagd auf den letzten Tiger des Landes eine politische Machtdemonstration. Der sogenannte „Herr des Berges“ soll tot sein, damit die Besatzer ihre Macht über das Land auch symbolisch unter Beweis stellen können. Das Tier hat allerdings offensichtlich wenig Interesse daran, sich in diese politische Inszenierung einzuordnen – die zerfetzt aufgefundenen Jagdtruppen sprechen eine ziemlich deutliche Sprache. Der koreanisch verwurzelte Offizier Ryu setzt Chun Man-Duk unter Druck, um dessen Loyalität gegenüber den Besatzern zu beweisen. Doch der alte Jäger bleibt zunächst widerwillig und greift erst wieder zur Waffe, als sein Sohn sich der Jagdgesellschaft anschließt. Aus dieser persönlichen Verbindung entwickelt sich eine Geschichte, in der die eigentliche Jagd zunehmend auch zu einer Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Identität und Verlust wird. Die Melancholie einer Identitätslosigkeit liegt dabei spürbar über dem Geschehen. Der Tiger ist nicht einfach nur ein Tier, das erlegt werden soll, sondern wird zu einer mächtigen Figur innerhalb dieser Landschaft – und beinahe zu einem Spiegel jener Menschen, die selbst nicht mehr wissen, wo sie hingehören.
Gerade die Naturaufnahmen verleihen dem Film dabei eine beeindruckende Ruhe. Die Berge und die verschneite Landschaft werden nicht bloß als schöne Kulisse verwendet, sondern bekommen eine eigene Präsenz. Zwischen den Jagdszenen entsteht dadurch immer wieder eine beinahe meditative Stimmung, die dem Film eine besondere Tiefe gibt. Umso wirkungsvoller sind die Momente, in denen diese Ruhe plötzlich von der Gewalt der Jagd durchbrochen wird. Dann entwickelt „The Tiger – Legende einer Jagd“ eine Energie, die von den starken Darstellerleistungen zusätzlich getragen wird. Natürlich sind die Parallelen zu „Der Weiße Hai“ nicht zu übersehen. Das Man-vs.-Nature-Konzept erinnert deutlich an Spielbergs Klassiker, und spätestens die Musik während der ersten Jagd lässt den Vergleich ziemlich selbstbewusst im Raum stehen. Trotzdem bleibt der Film nicht bei einer bloßen Kopie stehen. Er nimmt diese bekannten Elemente auf und entwickelt daraus seine eigene Identität. Gerade die Verbindung aus Natur, Besatzungsgeschichte, persönlicher Schuld und der fast schon mythischen Präsenz des Tigers macht daraus mehr als eine einfache Menschen-gegen-Tier-Geschichte.
Auch der Tiger selbst trägt einen erheblichen Teil der Wirkung. Die CGI-Animationen sind nicht durchgehend perfekt und an einigen Stellen ist durchaus zu erkennen, dass hier kein echtes Tier durch die Landschaft streift. In den meisten Szenen funktioniert die digitale Umsetzung jedoch erstaunlich gut und lässt den Tiger ausreichend real erscheinen, sodass man nicht ständig aus der Geschichte herausgerissen wird. Gerade wenn das Tier zur Bedrohung wird, besitzt es eine eindrucksvolle Präsenz. Über mehr als zwei Stunden gelingt es „The Tiger – Legende einer Jagd“ damit erstaunlich gut, seine Spannung zu halten und gleichzeitig immer wieder Raum für ruhigere, nachdenkliche Momente zu lassen. Ein Abenteuerfilm, der seine Action nicht gegen seine philosophische Seite ausspielt, sondern beides miteinander verbindet. Rau, melancholisch, wunderschön bebildert und getragen von starken Performances – eine ungewöhnliche Jagdgeschichte, in der am Ende nicht nur die Menschen auf der Jagd sind.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Die Blu-ray Abtastung weist leider an vielen Stellen eine unsaubere Körnung auf, die mal mehr, mal weniger Ablenkend ist. Leider kein sauberer Port, aber auch nicht durchgehend schwierig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton ist immer sauber verständlich und klar. Allerdings gibt es keine besonderen Highlights. Die Musik an den richtigen Stellen spannend, gruselig, bombastisch oder melancholisch, träumerisch. Nichts was besonders hängen bleibt, aber schön untermalend. Sehr souverän.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Original Trailer, Original Teaser Trailer, Original Kurztrailer, Trailershow. Also im Endeffekt nur die Werbung für den Release. Schade.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 29. April 2022.
www.pandastorm.com