


Während die Forensikerin Alice Launey (Olga Kurylenko) auf einer Konferenz in Seoul ihre revolutionäre Methode zur Abnahme von Fingerabdrücken vorstellt, wird sie von der koreanischen Polizei in einem Mordfall um Hilfe gebeten. Die Leiche scheint in Verbindung mit einem mysteriösen Syndikat für Organhandel in Verbindung zu stehen. Zusammen mit dem zuständigen Detective Jin-ho (Yoo Yeon-Seok) begibt sie sich auf eine eigensinnige und gefährliche Mission…
Originaltitel: Vanishing
Regie: Denis Dercourt.
Drehbuch: Denis Dercourt, Marion Doussot.
Darsteller: Olga Kurylenko (Oblivion), Yoo Yeon-Seok (Oldboy), Ji-won Ye, Moo-Seong Choi, Mi-won Won, Seung-Jun Lee, Woo-Hyung Kim, Soo-Ha Kim, Su-Young Park.
Genre: Krimi / Drama / Mystery / Liebesfilm
Land: Frankreich
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Koreanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Aus dem Stoff hätte deutlich mehr werden können. „Vanishing“ besitzt eigentlich alle Zutaten für einen packenden Thriller: Ein Kind muss gerettet werden, ein anderes wird entführt und illegale Organtransplantationen bilden einen düsteren Hintergrund, der genügend Raum für Spannung, moralische Konflikte und dramatische Wendungen bieten würde. Mit etwas mehr Konsequenz hätte daraus sogar eine Art neuer „Extrem … mit allen Mitteln“ werden können, jener Thriller mit Hugh Grant, der seine Geschichte deutlich stärker auf den Kampf um ein verschwundenes Kind und die daraus entstehende Verzweiflung konzentriert. Statt diese Möglichkeiten auszuschöpfen, vermittelt die Inszenierung jedoch immer wieder ein Gefühl der Unentschlossenheit. Der Film weiß offenbar selbst nicht ganz, welche seiner vorhandenen Zutaten eigentlich im Vordergrund stehen sollen. Denn obwohl die kriminellen Vorgänge zunächst nach einem klassischen Thriller klingen, entwickelt sich die Geschichte zunehmend zu einer Liebesgeschichte zwischen einer Forensikerin und einem Detektiv. Dieser Wechsel wäre grundsätzlich kein Problem, wenn beide Ebenen miteinander harmonieren würden. Genau das gelingt jedoch nur bedingt. Weder die Krimihandlung noch die romantische Beziehung werden mit genügend Nachdruck entwickelt. Die Ermittlungen bleiben zaghaft, die Bedrohung wirkt dadurch weniger unmittelbar, und auch zwischen den beiden Hauptfiguren entsteht kaum jene Chemie, die eine solche Beziehung glaubwürdig und interessant machen könnte. Statt Spannung zwischen den Charakteren entsteht eher eine sachliche Verbindung, die sich zwar nachvollziehbar verfolgen lässt, emotional aber nur selten zündet. Ähnlich verhält es sich mit den Krimielementen. Die Geschichte besitzt durchaus ein interessantes Fundament, doch vieles wird so vorsichtig behandelt, dass die eigentlich vorhandene Dramatik kaum zur Entfaltung kommt. Illegale Organtransplantationen sind ein Thema, das automatisch eine gewisse Härte und Beklemmung mit sich bringt. Hier wird dieses Potenzial jedoch nicht konsequent genutzt. Die Handlung bewegt sich eher ruhig von einem Punkt zum nächsten, ohne wirklich das Gefühl zu erzeugen, dass jederzeit etwas Unvorhergesehenes geschehen könnte. Überraschungen bleiben weitgehend aus, und wer mit den üblichen Mechanismen solcher Thriller vertraut ist, dürfte viele Entwicklungen schon recht früh erahnen können. Auch die romantische Seite leidet unter dieser Zurückhaltung. Eine Liebesgeschichte innerhalb eines Kriminalfalls kann einen Thriller emotional erweitern und den Figuren zusätzliche Fallhöhe verleihen. Hier wirkt sie eher wie ein zweiter Film, der sich vorsichtig an die eigentliche Handlung anschließt, ohne mit ihr wirklich zu verschmelzen. Die Forensikerin und der Detektiv bleiben dadurch eher Figuren, die gemeinsam durch die Geschichte geführt werden, als ein Paar, dessen Beziehung den Zuschauer tatsächlich mitnimmt. Nichts baut sich mit ausreichender Konsequenz auf, weder die Spannung noch die emotionale Nähe. Die gewünschte Stimmigkeit stellt sich dadurch nur selten ein. Trotz seiner Schwächen besitzt der Film eine gewisse Ruhe, die durchaus ihren eigenen Reiz entwickeln kann. Wer hektische Thriller mit permanenten Wendungen, Verfolgungsjagden und ständig steigender Bedrohung erwartet, dürfte hier eher enttäuscht werden. Die Erzählweise bleibt gelassen und nimmt sich Zeit, wodurch „Vanishing“ fast schon einen entspannten Charakter bekommt. Der Thriller verlangt seinem Publikum keine permanente Aufmerksamkeit durch spektakuläre Ereignisse ab, sondern lässt die Geschichte eher gemächlich voranschreiten. Für Zuschauer, die es gerne ruhiger und etwas gelassener mögen, kann genau diese Zurückhaltung durchaus angenehm sein. Das größere Problem liegt deshalb weniger darin, dass der Film ruhig erzählt wird, sondern darin, dass seine Ruhe nicht immer mit erzählerischer Spannung gefüllt wird. Aus dem Kampf um ein entführtes Kind, einer Rettungsmission und einem illegalen Organhandel hätte ein wesentlich intensiverer Thriller entstehen können. Stattdessen verteilt sich die Aufmerksamkeit auf mehrere Elemente, die jeweils nur zaghaft verfolgt werden. So bleibt am Ende ein Film mit einer interessanten Ausgangslage, dem jedoch die Entschlossenheit fehlt, aus seinem eigenen Material wirklich etwas Besonderes zu machen. Wer einen entspannten, ruhig erzählten Thriller sucht, kann hier durchaus seine Zeit finden; wer dagegen auf Spannung, Chemie und überraschende Wendungen hofft, wird feststellen, dass „Vanishing“ seine Möglichkeiten eher andeutet, als sie tatsächlich auszuspielen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Standardqualität mit einem guten Kontrast, einer durchgehend klaren Schärfe und einer natürlichen Farbwiedergabe. Die Details präsentieren sich auch sehr fein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der durchgehend sehr klare Sound überzeugt mit klar verständlichen und durchschnittlich dynamischen Synchronstimmen. Auch hier wird vielmehr auf Ruhe gesetzt, bis auf die wenigen Actionszenen ist man bei der Atmosphäre ebenfalls sehr entspannt.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Auch hier mal wieder die EuroVideo-Standardausrüstung, nur der Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 29. November 2022.
www.eurovideo.de