


Federal Agent Aaron Falk kehrt nach über zwanzig Jahren in seine Heimatstadt zurück, um der Beerdigung seines Jugendfreundes Luke beizuwohnen, der angeblich seine Frau und sein Kind getötet hat, bevor er sich selbst das Leben nahm – ein Opfer des Wahnsinns, der diese Gemeinde nach mehr als einem Jahrzehnt der Dürre heimgesucht hat. Als Falk widerwillig zustimmt, zu bleiben und das Verbrechen zu untersuchen, reißt er eine alte Wunde auf – den Tod der 17-jährigen Ellie Deacon. Falk beginnt zu vermuten, dass diese beiden Verbrechen, die durch Jahrzehnte getrennt, miteinander verbunden sind. Während er darum kämpft, nicht nur Lukes Unschuld, sondern auch seine eigene zu beweisen, sieht sich Falk mit den Vorurteilen gegen ihn und der aufgestauten Wut einer verängstigten Gemeinde konfrontiert.
Originaltitel: The Dry
Regie: Robert Connolly.
Drehbuch: Robert Connolly, Harry Cripps.
Darsteller: Eric Bana (Hulk), Genevieve O’Reilly, Keir O’Donnell, John Polson, Julia Blake, Bruce Spence, William Zappa, Matt Nable, Joe Klocek, BeBe Bettencourt, James Frencheville.
Genre: Drama / Krimi / Mystery / Thriller
Land: Australien / USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 117 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die australische Sonne brennt erbarmungslos auf eine Landschaft, in der kaum etwas dem Zufall überlassen scheint. Alles wirkt ausgetrocknet, staubig und still – und doch brodelt unter dieser scheinbaren Ruhe eine Geschichte, die deutlich mehr zu bieten hat, als der Titel zunächst vermuten lässt. The Dry suggeriert einen Thriller und bedient sich durchaus einiger Elemente dieses Genres, doch Robert Connolly erzählt letztlich etwas anderes: ein Drama, das seine Spannung nicht aus spektakulären Ereignissen bezieht, sondern aus Schuld, Vergangenheit und den Dingen, über die Menschen lieber schweigen. So trocken die Kulisse auch wirkt, so trocken ist die Geschichte keineswegs. Im Gegenteil: Sie entwickelt eine bemerkenswerte Sogwirkung und bleibt dabei angenehm eindringlich. Connolly lässt die Handlung nicht einfach von einem Hinweis zum nächsten hetzen, sondern gibt seinen Figuren und ihrer Vergangenheit Raum. Die australische Hitze wird dabei fast selbst zu einer Figur. Sie liegt über den Bildern, über den Gesichtern und über diesem Ort, an dem jeder Schritt durch die Vergangenheit unangenehme Erinnerungen an die Oberfläche bringt. Die Auflösung ist dabei ein interessantes Spiel mit den Erwartungen. Vieles lässt sich bereits vorab erahnen, und trotzdem gelingt es dem Film, den Zuschauer noch einmal auf eine falsche Spur zu lenken. Das eigentliche Geheimnis ist dabei nicht einmal besonders originell. The Dry macht daraus jedoch weniger eine Frage der spektakulären Enthüllung als eine Frage des Weges dorthin. Nicht unbedingt das „Was“ ist entscheidend, sondern die Atmosphäre, die Figuren und die Vergangenheit, die sich Stück für Stück mit der Gegenwart verbindet. Und dann ist da Eric Bana, der dem Film eine enorme Glaubwürdigkeit verleiht. Seine Darstellung trägt viel von der Tragik, die sich durch die Geschichte zieht. Bana spielt zurückhaltend, ohne seine Figur mit großen Gesten aufzublasen, und genau diese Zurückhaltung funktioniert hervorragend. In einer Geschichte, in der so vieles unausgesprochen bleibt, braucht es keinen Darsteller, der ständig erklärt, was seine Figur empfindet. Ein Blick genügt häufig. Eine kurze Reaktion reicht. Dadurch bekommt die Tragik ein Gewicht, das weit über den eigentlichen Kriminalfall hinausgeht.
Gerade diese Mischung macht The Dry so sehenswert. Wer einen klassischen Thriller mit ständig neuen Wendungen und spektakulärer Spannung erwartet, dürfte überrascht sein. Wer sich dagegen auf ein atmosphärisch dichtes Drama einlässt, bekommt einen sehr guten Film, der seine Spannung aus menschlichen Abgründen und alten Wunden gewinnt. Die australische Sonne tut dabei ihr Übriges. Sie lässt die Landschaft beinahe friedlich erscheinen und macht gleichzeitig vieles verstörend. Unter diesem gleißenden Licht wirken die Erinnerungen, Geheimnisse und Konflikte fast noch unangenehmer. Nichts kann sich richtig verstecken, obwohl die Menschen es versuchen. The Dry ist damit ein eindringliches Drama mit deutlichen Thriller-Elementen, einer hervorragenden Besetzung und einem großartigen Eric Bana. Die Geschichte mag in ihrem Geheimnis nicht völlig neu sein, doch Robert Connolly erzählt sie mit genügend Atmosphäre und Spannung, um daraus etwas Eigenständiges zu machen. Trocken ist hier nur die Landschaft. Die Geschichte selbst hat genügend dunkle Feuchtigkeit, um noch lange nachzuwirken.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild präsentiert sich mit einem grellen Kontrast und mit einer feinen Auflösung. Auch die Schärfe überzeugt mit Klarheit und guten Details.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge und eine stimmige Klangatmospähre. Alles in allem ein sehr sauberer Ton.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standardextras mit sehr wenigen Informationen.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 10. September 2021