


Im Jahr 1976 zieht es Familie Olmedo von ihrem Heimatdorf in die spanische Hauptstadt Madrid. Dort, so ihre Hoffnung, sind die Chancen auf ihr privates und berufliches Glück größer. Sie kaufen ein traumhaftes, großzügiges Apartment in der begehrten Calle de Manuela Malasaña, 32. Doch schon bald muss die sechsköpfige Familie feststellen, dass ihnen vor dem Kauf etwas verheimlicht wurde – sie sind nicht allein… Merkwürdiges geht in der Wohnung vor sich und das pure Böse bahnt sich einen Weg in ihre Mitte.
Originaltitel: Malasaña 32
Regie: Albert Pinto.
Drehbuch: Ramón Campos, Gema R. Neira, David Orea.
Darsteller: Begona Vargas, Iván Marcos, Bea Segura, Sergio Castellanos, Concha Velasco, Javier Botetm José Luis de Madariaga, Iván Renedo.
Genre: Horror / Mystery
Land: Spanien / Frankreich
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 105 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: keine.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Alte Häuser haben im Horrorkino seit jeher eine besondere Wirkung. Knarrende Dielen, dunkle Flure und verborgene Geheimnisse bilden den perfekten Nährboden für unheimliche Geschichten. Malasaña 32 nutzt genau diese Zutaten und beginnt zunächst so, wie man es von vielen modernen Geisterfilmen kennt. Eine Familie zieht in ein neues Zuhause, merkwürdige Ereignisse häufen sich und die ersten unheilvollen Vorzeichen lassen nicht lange auf sich warten. Vieles wirkt zunächst vertraut und bedient die bekannten Klischees des Genres.
Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto häufiger gelingt es dem Film, kleine Überraschungen einzubauen. Zwar erscheinen einige Wendungen nicht immer vollkommen glaubwürdig, dafür sorgen sie jedoch immer wieder für neue Spannung. Gerade diese unerwarteten Richtungswechsel verhindern, dass sich der Film vollständig in den bekannten Mustern des Haunted-House-Genres verliert. Man merkt, dass Regisseur Albert Pintó bemüht ist, dem klassischen Konzept immer wieder frische Impulse zu verleihen.
Seine größte Stärke bleibt jedoch die Atmosphäre. Malasaña 32 versteht es ausgezeichnet, ein stetiges Gefühl von Unsicherheit und Beklemmung aufzubauen. Das Haus entwickelt sich dabei fast zu einer eigenen Figur. Jeder dunkle Raum, jeder lange Flur und jede geschlossene Tür scheinen ein weiteres Geheimnis zu verbergen. Diese ruhige, schleichende Art des Gruselns funktioniert über weite Strecken hervorragend und erzeugt genau jene Spannung, die viele moderne Horrorfilme vermissen lassen.
Gerade deshalb hätte der Film die zahlreichen Jump-Scares eigentlich gar nicht nötig gehabt. Zwar sind sie handwerklich sauber umgesetzt und erschrecken durchaus im richtigen Moment, doch die eigentliche Stärke liegt eindeutig im subtilen Horror. Wenn der Film sich auf seine unheimliche Stimmung verlässt, entfaltet er deutlich mehr Wirkung als durch laute Schockeffekte. Zum Glück überwiegt die Atmosphäre, sodass die Jump-Scares das Gesamtbild nicht nachhaltig stören.
Auch optisch präsentiert sich die spanische Produktion äußerst gelungen. Die Kamera nutzt die engen Räume und die düsteren Lichtverhältnisse geschickt aus, wodurch das bedrückende Gefühl ständig erhalten bleibt. Unterstützt wird dies von einem wirkungsvollen Sounddesign, das viele Szenen zusätzlich verstärkt und den Zuschauer permanent in Alarmbereitschaft hält.
Malasaña 32 erfindet das Horrorgenre sicherlich nicht neu. Viele seiner Grundideen sind vertraut und einige Handlungselemente folgen den bekannten Regeln des Genres. Dennoch gelingt es dem Film immer wieder, diese Erwartungen geschickt zu variieren und dadurch angenehm spannend zu bleiben. Vor allem seine dichte Atmosphäre macht ihn zu einem sehenswerten Vertreter des modernen Geisterhorrors. Düster, spannend und mit einigen wirkungsvollen Überraschungen ausgestattet, hebt sich Malasaña 32 ein gutes Stück von der üblichen Horror-Massenware ab. Ein gelungener Gruselfilm, der seine stärksten Momente dann hat, wenn er den Zuschauer einfach nur mit seiner Atmosphäre in den Bann zieht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Überzeugt durch feine Details und einem ausgezeichneten Kontrast. Überwiegend spielt der Film in dunklen Räumen und bei Nacht, hier verschafft das Bild immer einen klaren Blick und der Schwarzwert zeigt sich satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Neben den kräftigen und klaren Dialogen punktet der Sound mit jeder Menge Dynamik. Die Dynamik unterstreicht zusätzlich die Schreckmomente und bietet auch eine detailreiche Klangräumlichkeit. Insgesamt ist der Ton sehr sauber.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Extras sind auf der Disc keine vorzufinden.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 28. Oktober 2021
www.studiocanal.de