


Seit mehr als 30 Jahren ist Pete „Maverick“ Mitchell (Tom Cruise) als Top-Pilot für die Navy im Einsatz. Als furchtloser Testflieger lotet er die Grenzen des Möglichen aus und drückt sich vor der Beförderung, die ihn auf den Boden verbannen würde. Als er eine Gruppe von Top-Gun-Auszubildenden für eine Sondermission trainieren soll, trifft er auf Lt. Bradley Bradshaw (Miles Teller) mit dem Spitznamen „Rooster“, den Sohn von Mavericks verstorbenem Co-Piloten und Freund Nick Bradshaw, „Goose“. Konfrontiert mit den Geistern der Vergangenheit, ist Maverick gezwungen, sich seinen tiefsten Ängsten zu stellen, denn die Sondermission wird von allen, die für diesen Einsatz auserwählt werden, das ultimative Opfer fordern.
Originaltitel: Top Gun: Maverick
Regie: Joseph Kosinski.
Drehbuch: Steve Stone.
Darsteller: Tom Cruise (Krieg der Welten), Jennifer Connelly (Hulk), Miles Teller (Fantastic Four), Val Kilmer (Top Secret), Bashir Salahuddin, Jon Hamm, Charles Parnell, Monica Barbaro, Lewis Pullman, Jay Ellis, Danny Ramirez, Glen Powell, Jack Schumacher, Manny Jacinto.
Genre: Action / Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 131 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Englisch, Italienisch, Polnisch, Japanisch, Tschechisch, Ungarisch.
Tonsystem: DTS-HS MA 5.1, DTS-HD MA 5.1, Dolby TrueHD 7.1
Untertitel: deutsch, englisch, italienisch, französisch, japanisch, niederländisch, spanisch, uvm.
Extras: Featurettes: Cleared for Take Off, Breaking New Ground – Filming Top Gun: Maverick, A Love Letter to Aviation, Forging the Darkstar.
Vertrieb: Paramount Pictures
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Mehr als 35 Jahre mussten Fans auf eine mögliche Fortsetzung von „Top Gun“ warten. Eine Zeitspanne, in der sich Hollywoods Fortsetzungswahn längst an unzähligen Klassikern abgearbeitet und viele einst geliebte Stoffe bis zur Unkenntlichkeit ausgeschlachtet hat. Umso erstaunlicher ist es, dass „Top Gun: Maverick“ nicht wie ein verspäteter Nachtrag wirkt, sondern wie eine Rückkehr zu einer Form von Kino, die man beinahe schon verloren geglaubt hatte. Der Film nimmt die Vergangenheit ernst, ohne sich ihr auszuliefern, und versteht zugleich, dass ein Kultklassiker nicht dadurch geehrt wird, dass man ihn lediglich kopiert. Auch Zuschauer, die das Original bisher nicht gesehen haben, können sich von dieser Fortsetzung mitreißen lassen. Denn „Top Gun: Maverick“ ist nicht einfach nur ein Wiedersehen mit einer bekannten Figur, sondern ein echter Überflieger. Bereits die ersten Minuten versprühen einen unverkennbaren Hauch der 1980er-Jahre. Die Musik, die Bildsprache, die Atmosphäre und das Selbstverständnis des Films lassen einen direkt in eine Zeit zurückgleiten, in der große Kinofilme noch mit einer geradezu unverschämten Selbstsicherheit auftraten. Hier wird nicht lange darum gebeten, sich auf das Abenteuer einzulassen. Der Film startet mit einer Haltung, einem Rhythmus und einer Coolness, die sofort deutlich machen, dass man es nicht mit einem beliebigen Actionprodukt zu tun hat. Zugleich hat „Top Gun: Maverick“ einen beträchtlichen Teil des Ballasts abgelegt, der viele spätere Fortsetzungen belastet: überflüssige Erklärungen, aufgeblähte Nebenhandlungen, zwanghafte Modernisierungen und jene nostalgische Selbstbespiegelung, bei der ein Film mehr damit beschäftigt ist, an seine eigene Vergangenheit zu erinnern, als eine neue Geschichte zu erzählen.
Maverick zieht einen trotzdem augenblicklich wieder in seinen Bann. Die Figur funktioniert nicht bloß als nostalgisches Erinnerungsstück, sondern besitzt noch immer eine eigene Kraft. Aus dem einstigen Draufgänger ist kein glattgebügelter Held geworden, sondern ein Mann, der von seinen Entscheidungen, seinen Verlusten und den Jahren gezeichnet ist. Tom Cruise spielt diese Mischung aus ungebrochener Leidenschaft, körperlicher Präsenz und innerer Verletzlichkeit mit bemerkenswerter Präzision. Selten sah man ihn in einer solchen Rolle mit so viel Tiefe. Hinter dem berühmten Grinsen, der lässigen Haltung und der scheinbar grenzenlosen Risikobereitschaft liegt eine spürbare Melancholie. Maverick ist noch immer der Mann, der schneller fliegt, als andere denken können, doch er muss sich längst auch mit dem auseinandersetzen, was er nicht kontrollieren kann: mit dem Älterwerden, mit Schuld, mit Verlust und mit der Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn die große Zeit seiner Heldentaten vorbei ist. Die Stärke des Films liegt darin, dass er all diese Ebenen miteinander verbindet, ohne seine eigentliche Aufgabe aus den Augen zu verlieren. „Top Gun: Maverick“ möchte vor allem großes, aufregendes und überwältigendes Kino sein – und genau das gelingt ihm. Er bietet spektakuläre Bilder, atemberaubende Flugsequenzen und eine Inszenierung, die ihre Wirkung nicht allein aus technischen Möglichkeiten bezieht, sondern aus dem spürbaren Risiko und der körperlichen Unmittelbarkeit ihrer Aufnahmen. Man hat nicht den Eindruck, lediglich einer digitalen Demonstration beizuwohnen. Die Action besitzt Gewicht, Geschwindigkeit und eine beinahe greifbare Gefahr. Jede Bewegung, jeder Blick und jeder Manöverwechsel vermittelt den Eindruck, dass hier tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. Das Auge bekommt reichlich geboten, doch die Bilder sind niemals bloßer Selbstzweck.
Auch erzählerisch liefert der Film weit mehr, als man von einer nostalgisch aufgeladenen Fortsetzung erwarten könnte. Die Geschichte ist spannend, klar aufgebaut und versteht es, persönliche Konflikte mit einem großen, überlebensgroßen Auftrag zu verbinden. Die Figuren bleiben nicht nur Staffage für die Flugmanöver, sondern erhalten eigene Motivationen, Verletzungen und Beziehungen. Der Film weiß, wann er Tempo aufnehmen muss, und ebenso, wann er innehalten sollte. Aus dieser Balance entsteht eine Spannung, die nicht ausschließlich aus der Frage resultiert, ob eine Mission gelingen wird. Es geht auch um Vertrauen, Verantwortung, Freundschaft und die Bereitschaft, sich einer Vergangenheit zu stellen, die man lieber hinter sich gelassen hätte. Die emotionale Wirkung wird nicht durch aufdringliche Erklärungen erzwungen, sondern wächst aus den Figuren und ihren Entscheidungen heraus. „Top Gun: Maverick“ ist zudem cool, ohne sich ständig selbst dafür auf die Schulter zu klopfen. Der Film kennt seine ikonischen Momente, seine lässigen Sprüche und seine großen Gesten, doch er lässt sie nicht zur peinlichen Dauerwerbung für die eigene Kultigkeit verkommen. Die Nostalgie ist vorhanden, aber sie wird nicht zum Gefängnis. Vielmehr bildet sie das Fundament, auf dem etwas Eigenständiges errichtet wird. Das Original wird nicht verdrängt, sondern respektvoll weitergedacht. Der Kult lebt weiter, doch er steht nicht unter einer Glasglocke. Er wird erweitert, vertieft und mit neuer Energie aufgeladen. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer lieblosen Wiederholung und einer gelungenen Fortsetzung.
Was „Top Gun: Maverick“ so außergewöhnlich macht, ist letztlich seine beinahe altmodische Liebe zum Kino. Der Film erinnert daran, weshalb man überhaupt ins Kino geht: um sich begeistern zu lassen, um große Bilder zu sehen, um mit Figuren mitzufiebern, um Spannung zu erleben und für einige Stunden in eine Welt einzutauchen, die größer, schneller und aufregender ist als der Alltag. Er möchte nicht bloß ein Produkt sein, das möglichst viele Zielgruppen gleichzeitig bedient. Er möchte ein Erlebnis bieten. Und genau deshalb fühlt sich diese Fortsetzung so erfrischend an. Sie besitzt Herz, Tempo, Spektakel, Coolness und eine erstaunliche emotionale Tiefe, ohne sich in Nostalgie zu verlieren. So sehen echte Fortsetzungen aus. „Top Gun: Maverick“ kehrt zu den Wurzeln seines Vorgängers zurück, übernimmt dessen Geist und wagt es dennoch, über ihn hinauszuwachsen. Der Film bringt nicht nur einen Kultcharakter zurück, sondern erinnert daran, wie kraftvoll, menschlich und überwältigend großes Unterhaltungskino sein kann. Tom Cruise ist in der Rolle des Maverick absolut hervorragend, die Inszenierung besitzt eine selten gewordene Wucht, und das Zusammenspiel aus Action, Figuren und Gefühl funktioniert nahezu mustergültig. Der Überflieger hebt ab, bleibt lange in der Luft und landet schließlich genau dort, wo er hingehört: im Herzen all jener, die Kino nicht nur sehen, sondern erleben wollen.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Ein erstklassiges Bild mit brillanten Details. Gestochen scharf erlaubt sich das Bild keine Fehler, nicht einmal leichte Körnungen bei der Auflösung sind zu erkennen. Ein hervorragend heller Kontrast, hervorragend natürliche Farbwiedergabe und einige stimmige Farbstile. Als würde es nicht reichen, ist auch der Schwarzwert ordentlich satt.
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Tonqualität: 5 von 5 Soundboxen.
Der Sound nutzt alle Kanäle voll aus. Direkt zu Beginn sorgt dieser für Gänsehaut, was durch den klassischen Soundtrack aus den 80ern verstärkt wird. Der durchgehend sehr saubere Ton präsentiert sich dynamisch, räumlich und ebenfalls mit perfekt abgemischten Details. Die Dialoge stechen dabei niemals zu stark hervor und doch sind diese durchgehend klar verständlich. Klanglich sitzt man selbst im Flieger.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial erfüllt zudem einige Standardwünsche, hebt sonst allerdings nicht ab.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 03. November 2022.
www.paramount.de