


Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu leitet nach dem Ende der Apartheid die Wahrheits- und Versöhnungskommission des Landes. In dieser Funktion wird er vom berüchtigten Mörder Piet Blomfeld zu sich gerufen, der in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt und auf Gnade hofft. Der Bischof lässt sich im Inneren des von brutalen Sträflingen bevölkerten Gefängnisses in eine gefährliche Auseinandersetzung mit dem gerissenen Kriminellen hineinziehen, die sein Leben für immer verändern wird.
Originaltitel: The Forgiven
Regie: Roland Joffé.
Drehbuch: Michael Ashton, Roland Joffé.
Darsteller: Forest Whitaker (Nicht auflegen!), Eric Bana (Star Trek), Jeff Gum, Morné Visser, Thandi Makhubele, Terry Norton, Rob Gough, Debbie Sherman, Osbert Solomons.
Genre: Thriller
Land: UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 120 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Zwei Namen auf dem Cover, die eigentlich kaum Zweifel aufkommen lassen sollten: Forest Whitaker und Eric Bana. Allein diese Besetzung weckt Erwartungen an ein intensives Drama mit schauspielerischem Gewicht. Leider beweist The Forgiven, dass selbst hervorragende Darsteller einen Film nicht retten können, wenn das Fundament bereits Risse hat. Das größte Problem liegt eindeutig in der Inszenierung und vor allem im Drehbuch. Roland Joffé gelingt es zu keiner Zeit, aus dem durchaus interessanten Stoff eine Geschichte zu formen, die den Zuschauer wirklich packt. Szene für Szene entsteht der Eindruck, dass etwas Entscheidendes fehlt. Die Handlung bleibt seltsam distanziert, entwickelt kaum Spannung und erreicht nie jene emotionale Wucht, die das Thema eigentlich besitzen müsste. Noch schwerer wiegt die mangelnde Glaubwürdigkeit. Die Dialoge wirken häufig konstruiert, viele Entscheidungen der Figuren erscheinen weder nachvollziehbar noch logisch. Statt die Charaktere wachsen zu lassen, werden sie immer wieder von einem Drehbuch gelenkt, das sie dorthin schiebt, wo die nächste Szene sie gerade braucht. Dadurch verlieren selbst wichtige Momente ihre Wirkung. Man beobachtet das Geschehen, fühlt sich ihm aber kaum verbunden. Auch die Nebenrollen helfen dem Film nicht weiter. Sie bleiben erstaunlich blass und wirken teilweise schlicht fehlbesetzt. Gerade in einem Drama, das so stark von zwischenmenschlichen Konflikten lebt, hätte ein überzeugendes Ensemble enorm helfen können. Stattdessen entsteht immer wieder das Gefühl, dass die Figuren lediglich ihren Zweck erfüllen sollen, ohne als echte Menschen wahrgenommen zu werden.
Besonders schade ist dabei, dass The Forgiven teilweise auf realen Ereignissen basiert. Genau darin hätte eine große Stärke liegen können. Doch aus diesen realen Ansätzen entsteht nichts, was sich wirklich echt anfühlt. Weder die Figuren noch ihre Konflikte entwickeln jene Authentizität, die man bei einem solchen Stoff erwartet. Der Film bleibt erstaunlich künstlich und verschenkt damit genau das Potenzial, das ihn eigentlich hätte auszeichnen können. Forest Whitaker und Eric Bana machen ihre Sache ordentlich und verleihen ihren Rollen immerhin ein gewisses Maß an Ernsthaftigkeit. Viel mehr können sie allerdings nicht ausrichten. Gegen ein schwaches Drehbuch und eine kraftlose Inszenierung kämpfen selbst erfahrene Schauspieler meist vergeblich an. Umso bedauerlicher ist das Endergebnis. Die Voraussetzungen waren vorhanden, das Thema besitzt Gewicht und auch die Besetzung versprach deutlich mehr. Geblieben ist ein Drama, das trotz seiner realen Grundlage kaum berührt und dessen Geschichte nie die Kraft entwickelt, die sie eigentlich haben müsste. Schade. Potenzial war mehr als genug vorhanden. Nur genutzt wurde davon leider erschreckend wenig.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein etwas dunkler Kontrast und eine eintöniger Farbstil als Stilmittel. Leichte Körnungen sind geben aber keineswegs störend. Die klare Schärfe und die Details sind gut, der Schwarzwert ausreichend gesättigt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Von Räumlichkeit ist hier wenig gegeben. Hauptsächlich konzentriert sich der saubere Ton auf dessen klaren Dialoge die sich lediglich im vorderen Bereich bewegen. Die Synchronstimmen wirken zudem matt und platt. Eric Bana’s Stimme ist absolut unpassend und ohne jegliche Tiefe.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Abgespeist wird man abschließend nur mit dem Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. März 2021