


Adam Hall, ein junger aufstrebender Anwalt, übernimmt den Fall von Sam Cayhall. Dieser wurde wegen eines rassistisch motivierten Bombenanschlags auf eine jüdische Anwaltskanzlei, bei dem zwei Kinder ums Leben kamen und deren Vater schwer verletzt wurde, zum Tode verurteilt und wartet im Hochsicherheitstrakt des Staatsgefängnisses von Mississippi auf seine Hinrichtung in der Gaskammer. Adam Hall hat nur wenig Zeit, um den Mann zu retten, der für ihn viel mehr ist als ein Mandant, nämlich sein Großvater. Adam Hall ist kein Rassist und es fällt ihm schwer, irgendeinen Zugang zu seinem Großvater zu finden. Da der Antisemit Cayhall, ein Mitglied des Ku-Klux-Klan in vierter Generation, seinen Enkel verachtet und daher jegliche Hilfe verweigert, wird Hall die Verteidigung beinahe bis zur Unmöglichkeit erschwert. Cayhall war bei dem Anschlag nur Komplize und hatte nicht die Absicht, Menschen zu Schaden kommen zu lassen, weigert sich aber, seine Mittäter preiszugeben.
Originaltitel: The Chamber
Regie: James Foley.
Drehbuch: William Goldman.
Darsteller: Chris O’Donnell (Grüne Tomaten), Gene Hackman (Der Staatsfeind Nr. 1), Faye Dunaway (Network), Robert Prosky (Mad City), Lela Rochon (Waiting to Exhale), Raymond J. Barry, Bo Jackson, David Marshall Grant.
Genre: Krimi / Drama / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 112 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Black Hill Pictures / WVG Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die Verfilmungen von The Chamber genießen bis heute einen besonderen Ruf. In den neunziger Jahren gehörten die Werke von John Grisham zu den zuverlässigsten Vorlagen für spannende und intelligent erzählte Justizthriller. Auch The Chamber reiht sich in diese Tradition ein und erweist sich als durchweg gelungene Literaturverfilmung. Dennoch bleibt das Gefühl zurück, dass hier sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Die Geschichte beschäftigt sich mit Schuld, Vergebung, familiären Konflikten und den Folgen vergangener Entscheidungen. Dabei entwickelt der Film eine bedrückende Atmosphäre, die sich über die gesamte Laufzeit hinweg hält. Immer wieder baut die Handlung emotionale und moralische Konflikte auf, die den Zuschauer zum Nachdenken anregen und weit über einen gewöhnlichen Gerichtsfilm hinausgehen. Besonders gelungen ist die Besetzung. Angeführt von Chris O’Donnell und dem großartigen Gene Hackman lebt der Film vor allem von seinen Figuren und deren Konflikten. Gene Hackman beweist einmal mehr, warum er zu den herausragenden Charakterdarstellern seiner Generation zählt. Seine Präsenz verleiht dem Film eine emotionale Schwere, die viele Szenen erst wirklich funktionieren lässt.
Auch als Justizthriller überzeugt „Die Kammer“ noch heute. Die Geschichte entfaltet genügend Spannung, um über die gesamte Laufzeit hinweg zu fesseln. Dabei setzt der Film weniger auf spektakuläre Wendungen als auf die moralischen Fragen, die sich aus der Handlung ergeben. Gerade diese ruhige Herangehensweise sorgt dafür, dass viele Momente lange nachwirken. Und dennoch bleibt ein kleiner Makel. Immer dann, wenn die Geschichte kurz davor steht, ihr volles emotionales Potenzial zu entfalten, scheint ihr plötzlich die Luft auszugehen. Mehrfach baut der Film intensive Momente auf, nur um sie kurz darauf wieder etwas abzuschwächen. Dadurch erreicht die Handlung nie ganz jene emotionale Wucht, die durchaus möglich gewesen wäre. Genau deshalb bleibt die Verfilmung knapp hinter den ganz großen Grisham-Adaptionen zurück. Sie ist zweifellos gut, teilweise sogar sehr gut, doch die letzte Konsequenz fehlt. Wer die Romanvorlage kennt, wird diesen Unterschied besonders deutlich spüren. Das Buch entwickelt seine Figuren und Konflikte noch vielschichtiger und schlägt teilweise andere Wege ein, die der Geschichte zusätzliche Kraft verleihen.
Überhaupt zeigt sich hier ein seltenes Beispiel, bei dem die literarische Vorlage dem Film klar überlegen bleibt. Während die Verfilmung ein spannender und hochwertig besetzter Thriller ist, besitzt der Roman deutlich mehr Tiefe und emotionale Wirkung. Auch wenn der Film heute noch problemlos funktioniert, merkt man ihm sein Alter stellenweise bereits an. Die Inszenierung stammt unverkennbar aus einer anderen Ära des Thrillers. Während die Themen zeitlos bleiben, könnten manche erzählerischen Mittel in einigen Jahren deutlich stärker gealtert wirken als die Geschichte selbst. So bleibt „Die Kammer“ eine gute, spannende und hervorragend besetzte John-Grisham-Verfilmung, die auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch fesseln kann. Die dramatische Spannung funktioniert, die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie und die moralischen Fragen besitzen weiterhin Gewicht. Doch gleichzeitig erinnert der Film immer wieder daran, wie viel stärker und eindringlicher die Romanvorlage war. Ein guter Film – aber eben nicht die beste aller Grisham-Verfilmungen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine fade Farbwiedergabe und durchgehende Körnungen sind hier vorhanden. Doch ansonsten überzeugt das Bild mit einer klaren Schärfe und guten Kontrast.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klar verständliche Dialoge und einige schön abgestimmte Nebenklänge. Doch insgesamt macht der Sound einen matten fast schon stumpfen Eindruck, immerhin ist dieser hervorragend sauber.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer und Bildergalerie können wenig überzeugen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 22. Februar 2019.